Der „Öffentlichkeitssprecherin“ Angelika T. sei eine kurze Pause gegönnt, bevor es mit geleakten Mails weitergeht, die das Bild komplettieren. Bis dahin ein kurzer Streifzug durch die aktuellen News in Bezug auf Scientology.
Die Scheidung zwischen Katie Holmes und Tom Cruise dominiert immer noch die Schlagzeilen, aber mittlerweile mischen sich vermehrt auch Verschwörungstheorien in die Prognosen und es ist die Zeit der „Quellen“ gekommen, die orakeln. Der FOCUS wittert eine teuflische Verschwörung und einschlägige Krawallkritiker setzen das Gerücht in Umlauf, dass „Scientologen gerne ihre Kinder mit 6 Jahren der paramilitärischen Sea Org überantworten“ – Letzteres leider vor Millionenpublikum und unabhängig der Tatsache, dass dieses „Argument“ absoluter Schwachsinn ist und nicht stimmt.
Dabei würde schon das genügen, was man in der Causa weiß, um ein eindeutiges Bild zu zeichnen, das dem Tatsächlichen entspricht. Scientology bzw. deren OSA (Office of Special Affairs) verfährt so, wie immer vorgegangen wird: In erster Linie versucht Scientology, Imageschädigendes so rasch wie möglich zu „silencen“. Das ist Scientology durch das „Settlement“ vorerst einmal gelungen. Was in diesem „Settlement“ drinnen steht, würden wir alle gerne wissen …
Dass nun alle möglichen oder unmöglichen „Quellen“ die verschiedensten Szenarien befeuern, ist mit der Funktion des Sommerlochs zu erklären … ![]()
Das einzig Hilfreiche, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, wären echte Fakten zu der ganzen Geschichte.
Wenn schon Gerüchte, dann z.B. die Aussage von David Miscavige, die dieser 2007 über Tom Cruise getätigt haben soll und in der er „festlegte“, dass Cruise in nicht allzu ferner Zeit für Scientology die gleiche „Funktion“ haben würde, wie einst Jesus Christus. Im Artikel von The Sun wird ein Top-Mitglied von Scientology hinsichtlich der Aussage von Miscavige zitiert, dass Cruise “wie [Jesus] Christus sei … [und] für seine Ansichten kritisiert [wird]. Aber kommende Generationen werden erkennen, dass er Recht hatte“.
Etwas irdischer ist dann eine Theorie, die sich mit den bisherigen Ehen von Tom Cruise beschäftigt, dabei Geburtsjahr, Haarfarbe, Alter bei der Scheidung usw. berücksichtigt und als nächste Ehefrau Taylor Swift „voraussieht“ …
Wo Tommy-Boy auf jeden Fall eine große Rolle einnehmen wird: Im Scientology-Fernsehsender KCET. Scientology hatte im Vorjahr den in Los Angeles beheimateten Sender um 42 Millionen Dollar gekauft und nimmt ihn jetzt in Betrieb. Gezeigt werden soll alles rund um Scientology und sowohl Cruise, als auch John Travolta werden dabei sicher „mitspielen“ …
Hier der Artikel im Telegraph dazu …
Ganz sicher spielen die beiden, aber auch andere Celebrity-Scientologen, beim Wettanbieter Paddy Power mit, der ein eigenes Scientology-Special eingerichtet hat, wo man darauf Wetten abschließen kann, wer von ihnen als Nächste(r) Scientology den Rücken kehrt. Favorisiert werden im Moment Peaches Geldof, Elisabeth Moss und Lisa Marie Presley – eine bessere Quote hätte man eindeutig mit Travolta (80 zu 1) oder Cruise erzielen (100 zu 1) …
Eine ganz andere Tragweite hat ein Bericht der Village Voice über das Mace Kingsley Family Center in Clearwater, nahe dem Scientology-Zentrums FLAG. Im Mace-Kingsley ist man darauf „spezialisiert“, vor allem Kinder und Jugendliche zu auditieren – wobei ich folgende Definition für richtiger halte: zu missbrauchen!
Im Rahmen ihres Internetauftritts findet man eine Unzahl an Artikeln über Kinder und Audting, jenem scientologischen Verfahren, dass ein Mittelding zwischen ganz, ganz schlechter Psychoanalyse und einem guten Polizeiverhör darstellt.
Und als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, Kinderseelen zu brechen, steigert Scientology bzw. das Mace Kingsley Family Center dies, indem die Scientology-Techniken auch vor Neugeborenen nicht halt machen: Auf die Frage „Ist es wahr, dass Sie Babies auditieren?“, antwortet das Mace Kingsley Family Center: „Ja. Geboren zu werden stellt ein traumatisches Unterfangen dar. Es gibt da einige Auditing-Prozeduren für sie, die ihnen dabei helfen, ihren Start ins Leben mit dem richtigen Fuß zu machen“.
Hier der Link zur Village Voice und zum Mace Kingsley Family Center …
Themenwechsel: Im Bezug auf den Tod von Alexander Jentzsch und die von Scientology abgesagte „Verabschiedungsfeier“, hat Scientology einen Rückzieher gemacht, da das „Image“ in Gefahr war, wenn Scientology am ursprünglichen Plan festgehalten hätte, keine zu machen. Vor allem nachdem sich Karen de la Carriere in einer Mail an rd. 10.000 Scientologen gewandt hatte – hier der Artikel in der Village Voice -, riskierte es Scientology lieber, den verschwundenen Präsidenten und Vater Heber Jentzsch aus dem Hut zu zaubern. Die Mutter Karen de la Carriere wurde dazu von Scientology nicht eingeladen. Auch dazu der Artikel in der Village Voice …
In Kanada geht derweil das FBI gegen Scientologys NARCONON mit einer Razzia vor, die Anfang dieser Woche stattfand. David Love, ein ehemaliger NARCONON-Mitarbeiter, ist der „Motor“ dahinter und berichtet darüber auf seiner Webpage – hier der Link zur Seite von David Love …
Zum Schluss noch ein Interview in den australischen ABC News, bei dem es um die „Behandlung“ von Kindern in Scientology geht …
Fotos: Village Voice, Telegraph, David Love, Roflrazi, Anonymous, Screenshots (4)








Wie kann man sich bitte das Auditing von Neugeborenen vorstellen, wo diese doch nicht sprechen können? Das würde mich jetzt interessieren…
Wahrscheinlich “Assists” (Berührungsgeschichten) oder sogenanntwe “Locationals” (Schau auf das, jenes usw.) o.ä., wo das “Gegenüber” nicht sprechen können muss oder sie denken sich in ihren kranken Hirnen noch weiteres aus …