Im Zuge der Recherche zum Selbstmord von Biggi Reichert stolperte ich über ähnliche Fälle aus Deutschland, die ich nun ebenfalls aufrollen werde, da sie alle eines gemeinsam haben: Scientology.
Einer der ersten Selbstmorde in Deutschland ereignete sich in den 80-Jahren und betraf Wilhelm Mack.
Frank Nordhausen schrieb in seinem Buch darüber: „Angehörige fanden den 37-jährigen Wilhelm Mack am 27. August 1985 erhängt in seiner Werkstatt. Mit geronnenem Blut im Ohr, einer Stoffbinde um den Kopf und einem Knebel im Mund.
Wie der Journalist Horand Knaup (Freiburg) recherchierte, hatte der Mann aus dem schwäbischen Dorf Großbettlingen innerhalb von fünf Wochen rund 35.000 Euro für Kurse, Bücher und Vitamintabletten an das Stuttgarter Scientology-Zentrum überwiesen.
Dann kam er zur Besinnung und forderte sein Geld zurück. Der Journalist zitiert aus seinem Schreiben: ‘Da ich nun etwas Abstand zu Euch gewonnen habe, weiß ich erst recht, auf was ich mich da eingelassen habe. Leider! (…) Das Auditing und die Kurse haben mir in der Praxis erheblich mehr geschadet als evtl. genützt. Deshalb möchte ich mich davon trennen.’
Trotz der mysteriösen Todesumstände erfolgte keine Obduktion, und die Ermittler gingen so schlampig ans Werk, dass sich das Stuttgarter Justizministerium, wie Knaup herausfand, später sogar bei der Familie entschuldigte.“
Ich werde dem Fall nachgehen und weitere Details recherchieren …
Fotos: Freizeit Revue (2)

