NARCONON wurde im Zusammenhang mit den Todesfällen verklagt und bei Marty Rathbun kehrt langsam das Erinnerungsvermögen etwas zurück …

Hillary Holten, am 11. April 2012 in NARCONON-Arrowhead gestorben …

Im Zuge der Untersuchungen der nach wie vor ungeklärten Todesfälle – Gabriel Graves, Hillary Holten und Stacy Dawn Murphy -, haben die Eltern von Hillary Holten, Matthew und Suzan Holten, nun NARCONON-Arrowhead verklagt. Anklagepunkte sind u.a., dass NARCONON nicht über adäquates Personal verfügt, um im Einzelfall einen medizinischen Befund erkennen bzw. in entsprechender Form darauf reagieren zu können.

In der Klage wird ebenfalls darauf eingegangen, dass NARCONON den Eltern versprochen hatte, dass Ärzte, Krankenschwestern und anderes qualifiziertes Personal in der Einrichtung bereit stünden.

Die Wirklichkeit von NARCONON-Arrowhead sah dann ganz anders aus: Neben ehemaligen und teilweise vorbestraften Programmabsolventen, die als Mitarbeiter agierten, war nur ein einziger Arzt, der selbst wegen Betrugs verurteilt war, im NARCONON-Umfeld zu finden.

Der staatliche Autopsiebericht von Hillary Holten wurde ebenfalls noch nicht freigegeben, wie Michael Atkinson, der Anwalt der Holtens, bestätigte.

Lisa McPherson, am 5. Dezember 1995 in der “Obhut” von Scientology gestorben …

Mark „Marty“ Rathbun war zwischen 1996 und 2000 vorrangig mit dem Fall von Lisa McPherson beschäftigt, der ersten Scientologin, die von Scientology umgebracht worden war, indem diese den „verordneten“ Introspection Rundown absolvieren musste. Als „Endergebnis“ dieser Tortur verstarb sie dehydriert usw., wobei die gerichtliche Autopsie eine unbekannte Todesursache feststellte, die im Rahmen eines Prozesses abgeklärt werden sollte. Erst als Joan Woods als die Autopsie durchführende Ärztin die Todesursache im Jahr 2000 auf „Unfall“ änderte, wurde der Prozess eingestellt, im Zuge dessen auch David Miscavige angeklagt worden wäre – hier der Bericht dazu …

Eliot Abelson, Anwalt von Scientology …

Mark “Marty” Rathbun zog in diesen Jahren als „Anwalt“ von Scientology und zweiter Mann hinter David Miscavige, dem Führer von Scientology, die Fäden.

In einem Interview mit Mark Bunker fielen ihm zumindest jetzt einige Details dazu ein. So sprach er ausführlicher darüber, dass Unterlagen vernichtet wurden, dass dies in einem eigens für Eliot Abelson, dem Anwalt von Scientology, eingerichteten Büro im Sektenhauptquartier geschah usw.

Dass ihm der tragische Tod von McPherson leid täte, kann man an den Bildern nicht erkennen, dass Scientology oder gar L. Ron Hubbard daran schuld sei, sowieso nicht.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es Mark „Marty“ Rathbun in erster Linie darum geht, gegen Miscavige und dessen Crew zu argumentieren, seine eigene Mitschuld klein zu reden und L. Ron Hubbard, den Haupttäter, auszuklammern.

An der Wahrheit ist Herr Rathbun, siebzehn Jahre nach dem Tod von Lisa McPherson, nicht wirklich interessiert.

Hier der Artikel in der Village Voice dazu …

Fotos: AngryGayPope, Screenshot

Ein Gedanke zu “NARCONON wurde im Zusammenhang mit den Todesfällen verklagt und bei Marty Rathbun kehrt langsam das Erinnerungsvermögen etwas zurück …

  1. Die Haltung von Marty zu Lisa ist leider typisch für viele “höhere” Scientologen : für Leute, die sie für “Opfer” halten, zeigen sie Verachtung. Das wurde auch am Umgang von Marty mit Gerry Armstrong deutlich.

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