Die Süddeutsche Zeitung schrieb über seinen Tod: „Uwe Stuckenbrock war 45 Jahre alt, als er starb. Der Stuttgarter litt seit Jahren an Multipler Sklerose, eine Krankheit, die zum Tode führen kann. Doch Uwe Stuckenbrock hätte noch Jahre am Leben bleiben können, wenn er die richtigen Medikamente bekommen hätte. …
Am 7. Oktober [2008] erreicht Markus Stuckenbrock ein Anruf seines Vaters, dass sein Bruder am Dienstag verstorben ist. Der Vater ist selbst Scientologe und arbeitet in deren Niederlassung in Stuttgart. …
Uwe Stuckenbrock war Mitglied in der ‚Sea Org‘, der Elite-Organisation von Scientology. Später aber wurde er in ein RPF (Rehabilitation Project Force) versetzt. RPFs dienen als Art Straflager, in das Mitglieder nach Verstößen gegen die Richtlinien der Organisation – laut Scientology ‚freiwillig‘ – versetzt werden. Nach Informationen des Scientology-Aussteigers Bruce Hines kam Uwe Stuckenbrock 2001 (nach anderen Informationen bereits 1997) in die ‚Pacific Area Command Base‘ (PAC Base) in Hollywood, Kalifornien. Spätestens seit dem Jahr 2003 litt er an Multipler Sklerose.
Was die Geschichte so brisant macht: Stuckenbrocks Tod wäre eventuell vermeidbar gewesen. Für Scientologen sind Medikamente überflüssig, wenn nicht sogar schädlich. Die Organisation betrachtet die Psychiatrie zum Beispiel als große Gefahr für die Menschheit und ist der Meinung, nahezu alle Krankheiten mit scientologischen Methoden lösen zu können. Vitamin-Präparate reichten demnach völlig aus, um schwere Krankheiten zu kurieren. Hinzu kommt, dass laut Scientology-Ideologie Mitglieder, die eine bestimmte Stufe in der Hierarchie erreicht haben, gegen Krankheiten sowieso immun sind.
Nach Informationen von Ex-Scientology-Mitgliedern und Kritikern wie Chuck Beatty sind die Zustände in den RPFs verheerend. Die Kombination aus wenig Schlaf, viel Arbeit und permanentem Stress schwäche selbst körperlich vollkommen Gesunde. Im Fall von Uwe Stuckenbrock führte fehlende Medikation und ungesunde Lebensbedingungen zu einem vorzeitigen Tod.“
Markus Stuckenbrock versucht seit 2008, den Tod seines Bruders aufzuklären, aber er prallt, wie so viele Menschen vor ihm, auf eine undurchdringliche Mauer des Schweigens, die Scientology darum errichtet hat.
In einem chronologischen Bericht hat Markus die wesentlichen Stationen seines Lebens beschrieben …
Und als PDF …
In der ARD-Dokumentation Die Seelenfänger – Wie Scientology Menschenleben zerstört (2010) wurde der Tod Uwes und die Suche von Markus nach der Wahrheit thematisiert (ab Minute 14:12 – Youtube in 5 Teilen) …
Auch Zeitungen griffen bzw. greifen das Thema immer wieder auf, wie z.B. die Augsburger Allgemeine, das Ulmer Tagblatt und nochmals die Süddeutsche Zeitung …
Foto: Augsburger Allgemeine

SPON Berichtet über Alexander Jentsch:
http://www.spiegel.de/panorama/scientology-praesidentensohn-alexander-jentzsch-gestorben-a-852962.html
Tipp, was ganz anderes:
Ob xxxxxx nun auch Ärger wegen “Ukrain” bekommt?
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3109199/zwei-verhaftungen-vertriebs-wundermittel.story
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