Ein leeres Haus in Birmingham, eine Klage an der Pure Detox-Klinik, ein Gerichtsentscheid bei NARCONON und ein spezieller „Beweis“ …

Im September 2007 kaufte Scientology das Pitmaston Building (Foto oben) in Birmingham um 4,25 Millionen Pfund. Eine sogenannte Ideale Organisation sollte dort entstehen, wurde zumindest seit 2009 immer wieder angekündigt – allein “sie” kam nicht, wobei sie jetzt für 2012/2013 angekündigt wurde.

Geht man nach der Birmingham Mail, sieht es nicht so aus, denn das Gebäude steht gähnend leer und daran wird sich so schnell nichts ändern, wenn man die Eröffnungspolitik von Scientology ins Auge fasst.

Sollte nicht das Super-Power-Gebäude vor Beginn des Sommers eröffnet werden, jetzt werden die Tage wieder kürzer und es werden nach wie vor nur gnadenlos Spenden dafür eingetrieben – und nicht eröffnet. Business as usual bei Scientology …

Die Pur Detox-„Rehabilitationsklinik“ in Kalifornien …

Themenwechsel – NARCONON: William Sweeney war „Patient“ in der nach NARCONON/Scientology-„Prinzipien“ geführten Klinik Pur Detox, wo ihm als eine der ersten Maßnahmen jene Medikamente abgenommen wurden, die er normalerweise einnahm. Darunter Mittel gegen Psychose und Opiatersatz. Während einer 20-minütigen Kurzvisite von Dr. Allen Sosin, dem Leiter der Einrichtung, wurden die weiteren „Schritte“ festgelegt, wobei die Entzugserscheinungen von Sweeney kein Thema waren.

Am 11. Dezember 2011 sollte er im Rahmen des Programms “Visualisierungsübungen” im 3. Stock des Gebäudes machen – er stürzte sich in die Tiefe und erlitt komplizierte Brüche, die ihm einen vierwöchigen Spitalsaufenthalt einbrachten.

Jetzt verklagte William Sweeny die Pur Detox-Klinik, NARCONON, Scientology usw. auf vergangene und zukünftige Schädigungen.

Dr. Allen Sosin …

Hier zwei Artikel der Daily Mail und der Courthouse News dazu …

Ein weiteres NARCONON-Thema: Im Prozess der Eltern von Heather Landmeier gegen NARCONON-Arrowhead, hat das Gericht nun verfügt, dass NARCONON die Akten herausgeben muss, die belegen sollen, dass Mitarbeiter von NARCONON-Arrowhead einen Drogenhandel mit Patienten betrieben – Devise: Drogen gegen Sex. Hier der Artikel von News on 6 samt Video dazu …

Last but not least der Prozess “Scientology vs. Wilfried Handl”: Der mit Spannung erwartete Schriftsatz des Scientology-Anwalts ist nach zweiwöchiger Verschiebung eingetroffen – und bot eigentlich wenig Neues. Mehr dazu in Kürze …

Ein “Beweis” schon vorab. Angelika T., Chefin des scientologischen Geheimdienstes Büro für Spezielle Angelegenheiten (OSA) bekam allen Anschein nach am 11. Juli 2012 ein Mail vom „Assasin Team“ aus China, wo dieses ankündigte, dass jemand „ein Auftragsmörder wäre, der tötet, um zu überleben.“ Weiter im Mail: „Sie haben jemand in ihrer Nähe betrogen und dieser hat mich beauftragt, sie zu töten. Ich weiß nicht, was sie ihm getan haben und es interessiert mich auch nicht. Die Person möchte sie tot sehen und jetzt ist ihr Leben in meiner Hand“.

Dann wurde das „Angebot“ konkret: „Ich kann ihnen helfen, wenn sie mir das Doppelte bezahlen, was er bezahlt hat und ich sage ihnen auch, wer mich damit beauftragt hat, sie zu töten. Aber zuerst müssen sie bezahlen – ihr Leben liegt nun in ihrer Hand.“

Beilage L ...

Beilage L …

Obwohl das gleiche Mail an eine ganze Unzahl weiterer Empfänger – inklusive Angelika T. waren es fünfzig, wenn ich mich nicht verzählt habe – gegangen war und es sich zur Abwechslung nicht darum handelte, eine Kontaktbörse anzubieten, eine Geschlechtsteilvergrößerung möglich zu machen oder günstiges Viagra zu erstehen, legte der Scientology-Anwalt dieses Mail als „Beilage L“ seinem Schriftsatz bei, um derart zu beweisen, dass meine gebloggten Mails Auswirkungen bis nach China und dort ansässigen Killern hatten.

Angelika T. leitete ihrerseits das Mail an das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung weiter und der Scientology-Anwalt ignorierte ebenfalls die Warnung am Schluss des Mails: „Seien sie gewarnt: Erzählen sie niemand davon“.

Zu sehr wünschten sich beide wohl, mich als Auftraggeber zu „entlarven“ … ;-)

Fotos: Birmingham Mail, Daily Mail (2)

7 Gedanken zu “Ein leeres Haus in Birmingham, eine Klage an der Pure Detox-Klinik, ein Gerichtsentscheid bei NARCONON und ein spezieller „Beweis“ …

  1. Das ist der wohl raffinierteste Auftragskiller aller Zeiten. Muss niemals jemand töten und verdient immer doppelt soviel, wie mit dem eigentlichen Auftraggeber vereinbart war. Das der, bei seinen nicht vorhandenen “Referenzen”, überhaupt noch Leute findet die den engagieren wollen … :)

  2. Wie dämlich kann man sein, sowas als ernste Bedrohung anzusehen. Eigentlich fehlt nur noch als Überschrift ein fettes “SPAM”. Aber vermutlich passte dieses dilettantische Spammail nur zu gut in die Pläne dieser kaputten Brainwashbande..

    • Mit Verlaub: das ist nicht peinlich, sondern ein voller Erfolg !

      Scientology nennt das Dead-Agenting (jemand gibt so blödsinnige Dinge von sich, dass man ihm keinen Glauben mehr schenkt).

      Danke, xxxxxxxxxxx, für Dein erfolgreiches Dead-Agenting gegen Dich selbst :-) ))))

      • Scientology, wo die Dummheit niemals endet *lol*. Und man muss sich vorstellen, das ist ein “Beweis” vor Gericht – oh my gawd! Heiteres Bezirksgericht, ein echter Brüller für fast alle Beteiligten :-)

  3. Hatten diese Scientology-Typen nicht immer schon grosse Freude daran, ihren Gegnern etwas in die Schuhe zu schieben ?

    Beispiel : Berichten zufolge war Scientology ganz versessen darauf, David Mayo ( der seine eigenen Beratungszentren eröffnet hatte ) für den Diebstahl der Materialien aus der Kopenhagener Org verantwortlich zu machen.

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