Am 22. Februar 1979 war es wieder einmal soweit: L. Ron Hubbard (im Bild) hatte eine “Entdeckung” gemacht, von der es eigentlich unverständlich ist, dass darauf das Nobelpreiskomitee noch nicht reagiert hat. Dabei entdeckte Hubbard um nichts weniger als den Bodythetan, der missverstandene Worte sein eigen nennt.
Dazu muss man sagen, dass diese Bodythetane (BTs), auch als Körperthetane bekannt, die Menschheit gemäß Hubbard seit rd. 75 Millionen Jahren malträtieren (Xenu-Story usw.).
Was für den Normalverbraucher in die Kategorie „Nichts“ fallen würde, löste bzw. löst bei den Scientologen einen Sturm der ungezügelten Freude aus, denn nun war es sonnenklar, warum in den letzten Millionen Jahren die Kreuzschmerzen und anderes Unbill gegeben war: Es waren Bodythetane, die aufgrund eines missverstandenen Wortes ihre unheilvolle Arbeit an diversen Körperteilen verrichteten. Das missverstandene Wort – für jeden Scientologen das fürchterlichste Unheil, das er sich vorstellen kann! Also nix wie weg mit ihnen und frohen Mutes zum Kassier geschritten …
Dabei muss man bedenken, dass Hubbard damals auf den 70iger zuging, selbst zumindest einen Schlaganfall und zwei Herzfälle hinter sich hatte und wahrscheinlich nach einer „Lösung“ Ausschau hielt, die man im Idealfall gleich den begierigen Anhängern verkaufen konnte.
Ich wollte eigentlich das dazugehörige „Bulletin“ übersetzen, schaffte es dann aber nicht, da ich immer wieder über die einzelnen Formulierungen derart lachen musste, dass ich danach stundenlang außer Gefecht war und daher einfach so dieses – selbstverständlich vertrauliche – Schriftstück, das irgendwo auf den OT-Stufen zum Einsatz kommt …
Und als PDF …
P.S.: Scientology wirft mir immer wieder vor, dass ich den Scientology-„Inhalt“ lächerlich mache – ich denke, dass sie mich dazu gar nicht brauchen …
P.S.S.: Und der Hinweis auf den Schwesterblog „Die mysteriösen Todesfälle im Psychokult Scientology“, wo ich 5 weitere Fälle hinzugefügt habe: Rose Goss, OT VIII – Heribert Pfaff – Linda Walicki - Patrice Vic - David Vantrease …
Foto: Scientologypublikation

Häääää??? Ich dachte Clears brauchen keine Brille? Wahrscheinlich hat er wie Jürg seine Brille nur zu Modezwecken.
Das stand heute in der Leipziger Volkszeitung. Man glaubt es nicht…
Vietnam
Scientology “entgiftet” Kriegsopfer
Hanoi (AFP). Opfer des giftigen Entlaubungsmittels Agent Orange haben in Vietnam mit einer umstrittenen Entgiftungskur nach einem Plan der Scientology-Organisation begonnen. Insgesamt 24 Patienten testeten einen Monat lang in einem Krankenhaus in Hanoi die sogenannte Hubbard-Methode, sagte Klinikchef Hoang Manh An. Die Behandlung bestehe aus Saunagängen, Sport und der Aufnahme von Vitaminen. Die Kur sei noch nie für die Behandlung von Vergiftungen angewendet worden, und das Krankenhaus wolle ihre Wirksamkeit testen.
Die US-Botschaft in Hanoi distanzierte sich von dem Vorhaben. “Wir kennen keine sichere und effiziente Behandlungsmethode für Menschen, die dem Gift ausgesetzt waren”, sagte Botschaftssprecher Christopher Hodges. Der beste Weg, um Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Gift zu vermeiden, sei die Reinigung der verseuchten Gebiete.
Die US-Armee hatte Agent Orange während des Vietnamkrieges verwendet. Nach vietnamesischen Angaben waren bis zu drei Millionen Vietnamesen dem Gift ausgesetzt, eine Million leidet demnach an schweren gesundheitlichen Problemen. Darunter seien mindestens 150000 Kinder, die behindert geboren wurden. Die USA und Vietnam starteten im vergangenen Monat erstmals mit einer großangelegten Reinigungsaktion in einem der betroffenen Gebiete.
Die in den 50er Jahren vom Science-Fiction-Autor L. Ron Hubbard gegründete Scientology-Bewegung gilt in den USA als Religion, in mehreren europäischen Ländern wird sie hingegen als Sekte eingestuft. In einigen deutschen Bundesländern wird sie vom Verfassungsschutz beobachtet.