Dr. Rudolf Willems setzte einen dramatischen Schlussstrich unter sein Leben als Scientologe – dazu DER SPIEGEL 1987 in einem Artikel mit dem Titel Lieber tot als unfähig: „Einer … war der Düsseldorfer Stahlhändler Rudolf Willems. Der Erbe eines gutgehenden Familienbetriebs und promovierte Rechtsanwalt hatte sich Anfang der achtziger Jahre zu Scientology bekehren lassen und es schnell zum Präsidenten des ‘Verbands engagierter Manager’ gebracht. Einige Wochen im US-Hauptquartier in der Sauna, dann war er geläutert.
Sein Erweckungserlebnis spornte den geklärten Firmenchef zur innerbetrieblichen Mission an. Zunächst verordnete er den Mitarbeitern der Verkaufsabteilung Seminare bei Sektenfreund Stricker im CCI Institut. Leitenden Angestellten legte er eine Ergänzung zum Dienstvertrag vor; mit ihrer Unterschrift sollten sie sich für fünf Jahre zur ‚Durchführung eines Scientology-Kursprogramms‘ verpflichten, die Möglichkeit einer regulären Kündigung des Arbeitsverhältnisses war vorsorglich ausgeschlossen.
In einer ‚Vereinbarung zur Sicherung der Vertraulichkeit‘ mussten sich die Beschäftigten zudem vertraglich binden, über die Indoktrination strengstes Stillschweigen zu bewahren. Das Papier sah horrende Vertragsstrafen vor: Bei einem Verstoß gegen die Regelung sollten Mitarbeiter 50 000 Mark, leitende Angestellte 200 000, Geschäftsführer 500 000 Mark Entschädigung zahlen.
Eine eigens gegründete ‚Hauptabteilung I Kommunikation, Abteilung 3 Ethik und Untersuchungen‘ überwachte das Wohlverhalten der Kollegen. Ein Katalog mit ‚Ethikmaßnahmen‘ gab der Firmen-Stasi 23 Disziplinierungsmaßnahmen an die Hand: vom ‚Härtegrad 1‘ – ‚stillschweigendes Übersehen einer nicht optimalen Handlung‘ – bis zur Entlassung.
Die Folgen der Scientologisierung des Stahlunternehmens waren verheerend: Innerhalb von drei Jahren hatte die Hälfte der Mitarbeiter den Betrieb verlassen, die Firma schlitterte geradewegs in den Konkurs.
Dem Bericht des Konkursverwalters zufolge war die Insolvenz bei Willems auf ‚hohe und unvertretbare Entnahmen‘ aus der Firmenkasse zurückzuführen, der Stahlhändler habe seinem Geschäft ‚erhebliche Beträge in Zusammenhang mit seiner Mitgliedschaft bei der Scientology-Sekte‘ entzogen. Allein für Hubbard-Bücher mit Original-Signatur ließ Willems im Laufe der Jahre 1,2 Millionen Mark springen.
An einem sonnigen November-Tag wurde der hochverschuldete Unternehmer in seiner Villa tot aufgefunden. Er hatte sich erschossen.“
Unmittelbar vor seinem Freitod hatte Rudolf Willems noch die sogenannten „OT-Stufen” im Scientology-„Mekka“ Flag “absolviert” …
Eigentlich wollte ich den Blog schon im Rahmen der sonntäglichen Betrachtung von Scientology bringen, aber dann fand ich keinen Platz mehr, um das Thema ausreichend würdigen zu können – und daher erst jetzt.
Bei der Suche nach einem Fotomotiv bin ich über obiges Foto gestolpert, das mich daran erinnert hat, die Stufe OT III von Scientology wieder einmal zu beleuchten. Sie stellt innerhalb von Scientology die zentrale OT-Stufe dar, wo sich nicht nur Fürst Xenu findet …
Original von L. Ron Hubbard …
Hier die gesamte „Space-Opera“, an die die Scientologen krampfhaft „glauben“, obwohl sie gleichzeitig leugnen, dass dem so ist …
Übersetzt hört sich die Hauptgeschichte so an: „Das Haupt der Galaktischen Föderation (76 Planeten um von hier aus sichtbare größere Sterne, gegründet vor 95.000.000 Jahren, sehr Science Fiction) löste Überbevölkerung (250 Milliarden oder so pro Planet, 178 Milliarden im Mittel) durch Massenimplantierung [‚Einpflanzung‘]. Er veranlasste, dass die Leute nach Teegeeack (Erde) gebracht wurden und brachte an den bedeutendsten Vulkanen H-Bomben an (Ereignis II), dann wurden diejenigen aus den Pazifikgebieten in Schachteln nach Hawaii gebracht und diejenigen aus den Atlantikgebieten nach Las Palmas und dort zusammengepackt.
Sein Name war Xenu. Er gebrauchte Abtrünnige. Verschiedene irreführende Informationen wurden mittels Schaltkreisen usw. in die Implantate eingebracht.
Nachdem er sein Verbrechen vollendet hatte, fingen ihn loyale Offiziere (gegenüber dem Volk) nach sechs Jahren Kampf und steckten ihn in eine elektronische Falle in einem Berg wo er immer noch ist. ‘Sie’ sind gegangen. Der Ort (Konföderation) war seither eine Wüste. Die Dauer und Brutalität von all dem war so groß, dass sich diese Konföderation nie mehr erholte. Das Implantat ist zum Töten (durch Lungenentzündung usw.) von denjenigen berechnet, die es zu beseitigen versuchen. Durch die von mir entwickelte Tech kann diese Anfälligkeit aufgehoben werden.”
Fürst Xenu …
„Man kann durch das Implantat ‘freilaufen’ und dabei umkommen, es sei denn dass erreicht wird, es genau abzugrenzen. Ein Freilaufen (selbständig, fort und fort) dauert zu lange, verhindert den Schlaf usw. und man stirbt. Sie müssen vorsichtig sein und nur Ereignis I und II wie vorgegeben bearbeiten und nicht überall herumwühlen und dabei das Abschließen eines Thetans zu einer Zeit verfehlen.
Im Dezember 1967 kannte ich jemand, der einen entscheidenden Schritt zu machen hatte. Ich machte ihn und tauche sehr angeschlagen aber lebend wieder auf. Möglicherweise der Einzige der dies in 75,000.000 Jahren je tat. Ich habe nun alle Informationen, aber nur das hier gebotene ist notwendig.
Ein Körper besteht aus einer Menge einzelner Thetane die aneinander haften oder sich am Körper festhalten. Man muss diese wegfegen indem man Ereignis II und Ereignis I vollzieht. Es ist eine langandauernde Arbeit, die Sorgfalt, Geduld und gutes Auditing verlangt. Ihr seid Wesen die dies vollziehen. Sie reagieren wie jeder Preclear [Jemand der Auditing bekommt]. Einige heftiger, andere schwach. Thetane glaubten, dass sie alle gleich seien. Das ist der ursprüngliche Irrtum. Viel Glück.“
Während Ereignis II nur vor 75 Millionen Jahren „stattgefunden“ haben soll, siedelte Hubbard die Vorgeschichte des Ganzen, Ereignis I, gleich vor 4 Quadrillionen Jahren an, die wie folgt abgelaufen sein soll:
„Lauter Knall
Lichtwellen
Wagen kommt heraus, dreht sich nach rechts und links
Cherub kommt heraus
Horn bläst, kommt näher
Entsetzliche Serie von Explosionen
Cherub verschwindet (zieht sich zurück)
Finsternis umhüllt den Thetan!“
Daily Mail: Links das Scientology-Photoshopping, rechts die Wirklichkeit …
Scientology-Photoshopping: Die Topmeldung der abgelaufenen Woche betraf zweifellos das betrügerische Photoshopping von Scientology, als die Sekte ihre Anhängerschaft bei der Eröffnung der Portland-Organisation am 11. Mai 2013 um das Vierfache „mutierte“ – statt rd. 600 waren es plötzlich 2.500 …
Die englische Daily Mail berichtete darüber – und musste den Artikel mittlerweile wieder entfernen. Scheinbar waren die Anwälte von Scientology besser als ihre Grafiker – sozusagen In Memoriam ein Bildmotiv des gesperrten Daily Mail-Artikels …
Der Standard aus Österreich hält derweil die „Print-Stellung“ und Yahoo brachte ein Video dazu …
Aber nochmals zum Photoshopping-Betrug von Scientology: ESMB (Ex-Scientologist-Message-Board) hat einige Personen „gefunden“, die Scientology in ihr Bild photoshopped hat – hier nochmals die Ausgangsbasis, das Photoshopping-Bild von Scientology mit den durchnummerierten Personen …
Hier dann, wo diese Personen in Wirklichkeit „herkamen“ …
Eine höher auflösende Version der Bilder findet man auf ESMB …
Mark Bunker (Xenu-TV) war bekanntlich auch vor Ort und filmte, was er filmen konnte …
In einer längeren Fassung führte Bunker ein Gespräch mit einer Scientologin in Portland …
Mark Bunker drehte aber nicht nur rund um die Portland-Eröffnung, sondern war zum Thema auch in einigen Radiosendungen zu Gast – z.B. in Terry Boyd’s World …
Und in der Lars Larson Show …
Der Vollständigkeit halber noch das Bunker-Video mit der Rede von David Miscavige in Portland – man versteht so gut wie nichts und sie ist eher für Lippenleser geeignet, da „man“ bei Miscavige den Ton leiser gedreht hat. Aber man kann davon ausgehen, dass er nur den üblichen Scientology-Sermon heruntergebetet hat …
Zwischendurch musste sich Mark Bunker auch mit John Allender auseinandersetzen. Allender, OT VIII und ein verhaltensauffälliger „Pitbull“ von Scientology, wollte Bunker vom Filmen abzuhalten – in letzter Instanz, indem er versuchte, der Kamera Bunkers habhaft zu werden. Es gibt kein Bildmaterial der Attacke, da Bunker gerade Miscavige filmte, aber akustisch bekommt man mit, was abging …
In den „Drehpausen“ fiel Mark Bunker ein Flyer in die Hände, in dem Scientology allen Ernstes behauptet, aus Portland die “erste Scientology-Stadt machen zu wollen” – nur Werbung oder steckt eine Plan dahinter?
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Jeff Hawkins, Ex-Sea Org-Mitglied, war ebenfalls anwesend und drehte auch ein Video …
OTVIIIisGrrr8 wiederum machte einen Vorschlag für zukünftige Veranstaltungen von Scientology: Man sollte Dummies einsetzen …
Nett bekleidet würden sie eine würdige Kulisse für das Geschwafel von Sektenchef David Miscavige abgeben und auch keine Skandale verursachen …
Und obwohl OTVIIIisGrrr8 darauf hinwies, dass man derart die Teilnehmerzahlen bis zu unglaublichen 25 Millionen hochschrauben könnte und die „Besucher“ durchaus dem Emotionsniveau eines durchschnittlichen Scientologen entsprachen, kam von Sektenchef David Miscavige keine Reaktion auf diesen Vorschlag …
David Miscave, der etwas lädiert aus dem Anzug blickte …
NARCONON Gulf Coast:Diesbezüglich gibt es eine neue Klage zu vermelden. Heidi und Nathaniel Gore verklagten NARCONON Gulf Coast – Grund der Klage: Ihnen gegenüber wurde der Umstand verschwiegen, dass NARCONON zu Scientology gehört, während ihnen 40.000 Dollar abgenommen wurden. Als sie dies herausfanden und das „Programm“ beendeten, wurde ihnen versprochen, dass sie ihr Geld zurückerhalten würden, was nie geschah. Hier die Klagschrift …
NARCONON Georgia: DER SPIEGEL und FOCUS brachten diese Woche Berichte dazu. DER SPIEGEL schrieb unter der Überschrift „Sturm auf die Festung Scientology“ u.a.: „Es war Ende April, ein Freitag, als die Ermittler am frühen Morgen vor der Entzugsklinik in Norcross anrückten, ein kleiner Ort nördlich von Atlanta. Eine Razzia ist immer überraschend, diese kam aber besonders unerwartet. Das letzte Mal, dass Behörden in den USA eine mit Scientology verbandelte Einrichtung mit einem Durchsuchungsbefehl konfrontierten, ist 36 Jahre her.
Ermittler des FBI waren 1977 in Washington und Los Angeles in Büros der Sekte eingedrungen, weil sie Beweise für eine geheimdienstliche Operation gegen die Regierung der Vereinigten Staaten suchten. Der damalige Verdacht: Mitarbeiter von Scientology hätten Bundesbehörden infiltriert und Dokumente gestohlen. In Folge der Razzia wurden elf Führungskräfte der Organisation wegen Einbruchs in Regierungsgebäude, Diebstahls von Dokumenten und illegaler Abhörmaßnahmen verurteilt, darunter Mary Sue Hubbard, Ehefrau des Sektengründers L. Ron Hubbard.
Seither schienen sich Polizisten von Scientology fern zu halten, als umgebe die Organisation ein Schutzschild gegen weltliche Interventionen. Doch schon seit einiger Zeit ermitteln Beamte gegen Narconon Georgia, die Klinik außerhalb von Atlanta.“
Stacy’s Law in Oklahoma: Zum neuen Gesetz rund um die Zulassungsbedingungen von Einrichtungen in wie NARCONON beschäftigte sich der Sender KJRH mit der Thematik …
Aus für Rock Center: Die Huffington Post berichtete, dass NBC ihr Format Rock Center mit Brian Williams (Foto) einstellt. Keine Ahnung warum, aber die Berichterstattung rund um NARCONON war exzellent. Hier zwei Beispiele dafür …
Sea Org-Werbung: Tony Ortega brachte bei seinen Sunday-Funnies ein Werbesujet (Foto oben) der paramilitärischen Sea Org, das richtig zahm daherkommt, wenn man an den Background dieses „Militärordens“ denkt. Zuvor präsentierte man sich „zünftiger“ …
Uups, jetzt wird doch nicht der pöse, pöse Photoshopping-Dämon beim Text zugeschlagen haben?
Anonymous gegen Scientology: Bei den monatlichen Protestveranstaltungen ist zunehmend Kreativität zu sehen – so z.B. am 11. Mai 2013 in Frankfurt …Anonymous gegen Scientology: Bei den monatlichen Protestveranstaltungen ist zunehmend Kreativität zu sehen – so z.B. am 11. Mai 2013 in Frankfurt …
Oder am gleichen Tag in Berlin, wo ein Dance Mob stattfand …
Tankstellen-Business: Nachdem sich bei Scientology Fiasko an Fiasko reiht, wurde OTVIIIisGrrr8 der Entwurf einer Tankstelle zugespielt, die in Kombination mit einer „Idealen Org“ von Scientology bzw. deren Sea Org betrieben werden soll …
The End: Zum Abschluss der heutigen Betrachtung ein Video, das einen Scientologen zeigt, der gerade „Bananas“ geht und Anti-Scientology-Demonstranten attackiert …
Einer geht doch noch: Ein Fundstück aus dem Internet, das veröffentlich werden wollte …
Womit ich auch diesen Sonntag beim Wort zum Sonntag angelangt wäre: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
Fotos: Scientologypublikationen (5), Daily Mail, Screenshot, OTVIIIisGrrr8 (4), Huffington Post
Der Ablauf des Gerichtsprozesses zwischen Laura DeCrescenzo und Scientology sieht im Moment wenig spektakulär aus, Eingabe folgt auf Eingabe, Berufung auf Berufung – Papierkrieg eben.
Die Konsequenzen, die für Scientology daraus erwachsen könnten, würden es aber umso mehr sein!
Konkret geht es im Moment um das Priesterprivileg bzw. das Beichtgeheimnis, das Scientology für sich in Anspruch nehmen möchte bzw. nimmt. DeCrescenzo verlangte nämlich im Prozessverlauf die Herausgabe ihrer sogenannten „PC-Folder“*, in denen alle Auditingschritte aufgezeichnet sind und die Auskunft darüber geben könnten, was ihr in Scientology widerfahren ist.
Scientology möchte diese Informationen natürlich nicht herausrücken, beruft sich auf das angesprochene Priesterprivileg bzw. Beichtgeheimnis und berief dagegen bis zum Supreme Court in Kalifornien, der das Ansinnen von Scientology vergangenen Freitag kommentarlos abwies und den Fall wieder an den Los Angeles Superior Court zurückverwies.
Damit war wieder Richter Ronald M. Sohigian am Zug, der Scientology vorgestern eine Frist bis zum 2. Juli 2013 einräumte, um die „PC-Folder“ bzw. Informationen daraus dem Gericht vorzulegen – hier der Blog von Tony Ortega dazu.
Bevor der State Supreme Court diesen Schritt setzte, gab es einigen Schriftverkehr, als das Gericht einige Fragen dazu stellte – hier die Antwort von Laura DeCrescenzo und hier jene von Scientology …
Es geht um etwas ganz Elementares bei Scientology: Das scientologische „Auditing-Ritual“ und die dabei geführten Aufzeichnungen. Die mit Hilfe des Scientology-„Hilfsgeräts“ E-Meter geführten “Analyse”- bzw. Verhörsitzungen werden akribisch aufgezeichnet und in sogenannten „PC-Foldern“ verwahrt …
Auditing-Konstellation” von Scientology …
Scientology behauptete nun, aufgrund des „Priesterprivilegs“ – Scientology firmiert in den USA als Kirche – und des damit verbundenen „Beichtgeheimnisses“, die Folder nicht herausgeben zu können, da dadurch dieses „Beichtgeheimnis“ verletzt werden würde. Scientology betonte auch, dass die „PC-Folder“ geschützt aufbewahrt werden und nur Scientology-„Geistliche“ darauf Zugriff hätten.
Diesbezüglich zwei nette Videos, die eine andere Sprache sprechen, was deren „Sicherheit“ betrifft. Zu sehen ist dabei eine Tour durch das Archiv der „PC-Folder“, wobei es sich eindeutig um keine Scientology-„Geistlichen“ handelt, die mit ihnen hantieren. Das Ganze ähnelt mehr einem Open House …
Wenn Scientology nun die „PC-Folder“ von Laura DeCrescenzo herausgeben muss, wäre ein weiterer Präzedenzfall geschaffen, da jeder ehemalige Scientologe ebenfalls darauf bestehen könnte und derart über die tatsächlichen Verbrechen innerhalb von Scientology genügend Beweismaterial hätte!
Demensprechend kündigte Scientology vorgestern an, innerhalb der Frist bis zum 2. Juli das amerikanische Höchstgericht, den US Supreme Court, anzurufen, um dies zu verhindern.
Wird dieses „Anliegen” auch vom US Supreme Court zurückgewiesen, sind alle Rechtsmittel ausgeschöpft und Laura DeCrescenzo könnte ihre Klage untermauern. Dabei geht es u.a. darum, dass sie neunjährig in die paramilitärische Sea Org „rekrutiert“ und mit 17 Jahren zu einer Abtreibung gezwungen worden war.
Zur Erinnerung ein Video der Tampa Bay Times, Laura DeCrescenzo trug damals noch ihren Mädchennamen Dieckman …
Hier der Link dazu, falls das Video nicht funktioniert – ist auch am Blog von Tony Ortega zu sehen …
Mehr am 2. Juli 2013 …
* „PC-Folder“ steht für Preclear-Folder, die interne Akte einer Person, die Scientology-Auditing “absolviert”.
Scientology betrügt bei so ziemlich allem und jedem. Bei der Zahl der Absolventen der OT-Stufen haben sich die Sektenschwestern und –brüder aber ein Eigentor geschossen bzw. sind Opfer ihrer eigenen Propaganda geworden.
Ein Indie-Scientologe hat sich die Mühe gemacht und sämtlich Abschlüsse der Stufen OT VI, OT VII und OT VIII aus den Jahren 1982 bis 2012 zusammengezählt – Basis für seine Recherche waren die Scientology-Postillen Source und Freewinds, wo diese fein säuberlich aufgelistet sind …
Wobei auch dieses Ergebnis nur mit Vorsicht zu genießen ist: Mitte der 90er-Jahre wurde von Scientology nämlich das sogenannte Goldene Zeitalter der Technologie ausgerufen, was nach sich zog, dass z.B. die rd. 1.200 OT VIIIs größtenteils „zurückgestuft“ wurden – d.h. sie mussten z.B. die Stufen davor nochmals machen, die sie natürlich vorher auch nochmals bezahlen durften, um danach nochmals die Stufe OT VIII zu „erreichen“ und derart auch nochmals gezählt zu werden – diesmal als New OT VIII.
Ich würde daher eher annehmen, dass in den letzten 30 Jahren weltweit rd. 4.500 Scientologen die Stufe OT VI absolviert haben, von denen dann rd. 3.000 die Stufe OT VII und von von diesen wiederum rd. 2.000 die Stufe OT VIII absolvierten.
In obiger Statistik sind auch jene OTs enthalten, die Selbstmord begangen haben, gestorben oder ausgetreten sind, wie es z.B. der Maler Michael Pattinson getan hat oder Luis Garcia, der gerade Scientology wegen Betrugs verklagt …
Luis Garcia verklagte Scientology wegen Betrugs …
Fazit: Unabhängig des „Inhalts“ der Stufen, sprechen die Fakten für sich …
Es begann schon zu Hubbards unseligen Zeiten, als der Sektenführer den „Wunderapparat“ von Volney Mathison „entdeckte“ und für seine Zwecke nutzen wollte. Mathison war sowohl ein Dianetiker der ersten Stunde, als auch jemand, der sich in den 40er- und 50er-Jahren mit verschiedenen Apparaturen zur “Messung” von Gedanken, Emotionen usw. auseinandersetzte.
L. Ron Hubbard interessierte wiederum wenig, dass die dementsprechenden Versuche mit dem Elektropsychometer nichts ergaben, er sah lediglich die “Möglichkeiten” des Polygraphen im Rahmen seines Psychokults. Dementsprechend riss er es sich unter den Nagel und verkündete seinen Anhängern: „Das E-Meter irrt nie. Es sieht alles. Es weiß alles. Es offenbart alles!“
L. Ron Hubbard „hineingeshopped“ …
Die Scientologen glauben bis heute an die „Allmacht“ dieses 50er-Jahre-Kastens, dessen Aussehen sich zwar verändert hat, dessen „Inhalt“ aber immer das blieb, was er schon unter Mathison war: ein Quiz-Meter, ein primitive Ja-Nein-Maschine, die selbst in diesem Bereich eine hohe Fehlerquote hat!
Mathison kommt nicht mehr vor, dabei läge der erste Schritt zur Wahrheit in einem einzigen Foto …
Sollte das animierte GIF nicht funktionieren: Bitte anklicken, dann sollte es gehen …
In den 60er-Jahren ging das fröhliche Photoshopping bei Scientology weiter: Hubbard hatte den Verlust einiger Mitglieder zu beklagen bzw. hatte diese „exkommuniziert“ und wollte das Bild weiterverwenden …
Anklicken zum Vergrößern …
Der „Meister“ ließ daraufhin in bester Hitler-Stalin-Manier das Foto retuschieren …
Mit David Miscavige begann dann das „Zeitalter des Publikumserfindens“: Am 28. Dezember 1999 ließ er die Menge größer „aussehen“, als sie es war …
Während einem „Besucher“ Haare aufgepappt wurden, fehlt einem anderen der Einfachheit halber der Kopf …
Die Washington Post berichtete am 4. Jänner 2000 darüber …
Die Daily Mail berichtete dann 2009 davon – der Artikel steht immer noch online …
Diverse Autoren modifizierten die scientologischen “Eigenheiten” in netten Bilddateien, die ich dem geschätzten Publikum natürlich nicht vorenthalten möchte!
Das erste Motiv zeigt den „Führer“ von Scientology, David Miscavige, wie er sich bei der „Verkündung seiner Wahrheit“ einsetzt …
Was ihn dabei wirklich antreibt, illustriert eine Figur aus der Herr der Ringe-Trilogie: Davum und „Meeeeeeiiiiiiiiin Schaaaaaaaaaaatz!“…
Im Übrigen gibt sich David Miscavige cool – immerhin ist Tom Cruise sein Busenfreund …
Leichte Unsicherheiten beschlichen den heißgeliebten Führer ob der neuen Photoshop-Pläne seiner eigenen Leute …
Wo ist eigentlich Tommy Davis abgeblieben? Niemand hat auf ihn gezielt …
Aber er hat ja Tom Cruise als Freund und große Pläne …
Auch wenn diese mehr als nur schräg sind, bleiben sie „Best Friends Forever“ – und „Forever“ ist bei Scientology wirklich ernst gemeint …
Slappy David und Tommy-Boy sind zuversichtlich …
Auch wenn die Stimmen bezüglich eines Endes von David Miscavige und Scientology lauter werden …
Miscavige würde dann dort landen, wo er von Haus aus hingehört hätte …
Aber war die ganze Seilschaft nicht sowieso immer unzertrennlich miteinander „verbunden“: Heber [Jentzsch], L. Ron [Hubbard], Mike [Rinder], Marty [Rathbun] und Little David [Miscavige], dem gerade etwas zu verrutschen scheint?
Zum Schluss ein fast offizielles Bild des Scientology-„Rat Packs“: Heber ist im „Loch“, Mike und Marty bei der Konkurrenz, die anderen haben sich alle schick gemacht und Kirstie [Alley] macht auf Gastgeberin …
Fotos: Scientologypublikation und diverse anonyme Autoren (12)
Gestern schrieb die englische Daily Mail noch über den „Photoshop”-Betrug von Scientology rund um die Eröffnung der Scientology-Organisation in Portland – heute war der Artikel in der Onlineausgabe wieder verschwunden!
David Miscavige und sein Office of Special Affairs (OSA – Büro für Spezielle Angelegenheiten) dürften ihre Anwälte losgeschickt haben, um den Bericht zu zensurieren – schau ma mal, wie lange es die anderen noch gibt …
Die Scientology-Pressestelle sprach von über 2.500 Gästen bei der Einweihung der neuen Idealen Org in Portland – gemäß Tony Ortega bzw. einem Augenzeugen waren es zwischen 450 und maximal 750 Personen. Was Scientology nicht davon abhielt, die Jubelmeldung loszulassen.
„Belegt“ war das Ganze mit einigen Fotos, die eindeutig retuschiert waren – nun ist klar, warum Mark Bunker keinen guten Standplatz für seine Film- und Fotoaufnahmen bekommen sollte: Man wollte nicht, dass er eigene Bilder der Eröffnung macht!
Die tatsächliche Eröffnung sah im Bild so aus, der Scientology-Blinkwinkel ist eingezeichnet – und dabei sind neben den aufgestellten Bäumen keine Menschenmassen zu sehen (rote Linien im oberen Bild) …
Hier noch ein Foto von Mark Bunker dazu …
Aber dann kam OSA-Photoshopping: Plötzlich waren die Bäume weg und dafür jubelnde Massen „im Bild“ …
Auch nach hinten wurde ordentlich gephotoshopped und so kam es zur wundersamen Gästevermehrung made by Scientology …
Dazu noch zwei tatsächliche Fotos vom Rand der Veranstaltung – man beachte die durch Bäume begrenzte Fläche …
Für wen wohl die Sessel gedacht waren?
Fazit: Wie man ein derartiges „Vorgehen“ nennt?
Genau.
David Miscavige, der Führer von Scientology, wurde währenddessen von Jeff Hawkins bei seiner davon unbeeindruckten Eröffnungsrede in Portland aufgenommen. Zwar ohne Ton, aber das kann in diesem Fall als Bereicherung angesehen werden …
Dazu die englische Daily Mail und Der Standard aus Österreich, denen das Scientology-Vorgehen auch nicht verborgen geblieben war …
Daily Mail …
Fotos: Scientologypublikation (3), Anonymous (3), The Underground Bunker, Daily Mail