Eigentlich wollte ich den Blog schon im Rahmen der sonntäglichen Betrachtung von Scientology bringen, aber dann fand ich keinen Platz mehr, um das Thema ausreichend würdigen zu können – und daher erst jetzt.
Bei der Suche nach einem Fotomotiv bin ich über obiges Foto gestolpert, das mich daran erinnert hat, die Stufe OT III von Scientology wieder einmal zu beleuchten. Sie stellt innerhalb von Scientology die zentrale OT-Stufe dar, wo sich nicht nur Fürst Xenu findet …
Original von L. Ron Hubbard …
Hier die gesamte „Space-Opera“, an die Scientologen krampfhaft „glauben“, obwohl sie gleichzeitig bestreiten, dass dem so ist …
Übersetzt hört sich die Hauptgeschichte so an: „Das Haupt der Galaktischen Föderation (76 Planeten um von hier aus sichtbare größere Sterne, gegründet vor 95.000.000 Jahren, sehr Science Fiction) löste Überbevölkerung (250 Milliarden oder so pro Planet, 178 Milliarden im Mittel) durch Massenimplantierung [‚Einpflanzung‘]. Er veranlasste, dass die Leute nach Teegeeack (Erde) gebracht wurden und brachte an den bedeutendsten Vulkanen H-Bomben an (Ereignis II), dann wurden diejenigen aus den Pazifikgebieten in Schachteln nach Hawaii gebracht und diejenigen aus den Atlantikgebieten nach Las Palmas und dort zusammengepackt.
Sein Name war Xenu. Er gebrauchte Abtrünnige. Verschiedene irreführende Informationen wurden mittels Schaltkreisen usw. in die Implantate eingebracht.
Nachdem er sein Verbrechen vollendet hatte, fingen ihn loyale Offiziere (gegenüber dem Volk) nach sechs Jahren Kampf und steckten ihn in eine elektronische Falle in einem Berg wo er immer noch ist. ‘Sie’ sind gegangen. Der Ort (Konföderation) war seither eine Wüste. Die Dauer und Brutalität von all dem war so groß, dass sich diese Konföderation nie mehr erholte. Das Implantat ist zum Töten (durch Lungenentzündung usw.) von denjenigen berechnet, die es zu beseitigen versuchen. Durch die von mir entwickelte Tech kann diese Anfälligkeit aufgehoben werden.
Fürst Xenu …
Man kann durch das Implantat ‘freilaufen’ und dabei umkommen, es sei denn dass erreicht wird, es genau abzugrenzen. Ein Freilaufen (selbständig, fort und fort) dauert zu lange, verhindert den Schlaf usw. und man stirbt. Sie müssen vorsichtig sein und nur Ereignis I und II wie vorgegeben bearbeiten und nicht überall herumwühlen und dabei das Abschließen eines Thetans zu einer Zeit verfehlen.
Im Dezember 1967 kannte ich jemand, der einen entscheidenden Schritt zu machen hatte. Ich machte ihn und tauche sehr angeschlagen aber lebend wieder auf. Möglicherweise der Einzige der dies in 75.000.000 Jahren je tat. Ich habe nun alle Informationen, aber nur das hier gebotene ist notwendig.
Ein Körper besteht aus einer Menge einzelner Thetane die aneinander haften oder sich am Körper festhalten. Man muss diese wegfegen indem man Ereignis II und Ereignis I vollzieht. Es ist eine langandauernde Arbeit, die Sorgfalt, Geduld und gutes Auditing verlangt. Ihr seid Wesen die dies vollziehen. Sie reagieren wie jeder Preclear [Jemand der Auditing bekommt]. Einige heftiger, andere schwach.
Thetane glaubten, dass sie alle gleich seien. Das ist der ursprüngliche Irrtum. Viel Glück.“
Während Ereignis II nur vor 75 Millionen „stattgefunden“ haben soll, siedelte Hubbard die Vorgeschichte des Ganzen, Ereignis I, gleich vor 4 Quadrillionen Jahren an, die wie folgt abgelaufen sein soll: „Lauter Knall – Lichtwellen – Wagen kommt heraus, dreht sich nach rechts und links – Cherub kommt heraus – Horn bläst, kommt näher – Entsetzliche Serie von Explosionen – Cherub verschwindet (zieht sich zurück) – Finsternis umhüllt den Thetan!“
Es begann schon zu Hubbards unseligen Zeiten, als der Sektenführer den „Wunderapparat“ von Volney Mathison „entdeckte“ und für seine Zwecke nutzen wollte. Mathison war sowohl ein Dianetiker der ersten Stunde, als auch jemand, der sich in den 40er- und 50er-Jahren mit verschiedenen Apparaturen zur “Messung” von Gedanken, Emotionen usw. auseinandersetzte.
L. Ron Hubbard interessierte wiederum wenig, dass die dementsprechenden Versuche mit dem Elektropsychometer nichts ergaben, er sah lediglich die “Möglichkeiten” des Polygraphen im Rahmen seines Psychokults. Dementsprechend riss er es sich unter den Nagel und verkündete seinen Anhängern: „Das E-Meter irrt nie. Es sieht alles. Es weiß alles. Es offenbart alles!“
L. Ron Hubbard „hineingeshopped“ …
Die Scientologen glauben bis heute an die „Allmacht“ dieses 50er-Jahre-Kastens, dessen Aussehen sich zwar verändert hat, dessen „Inhalt“ aber immer das blieb, was er schon unter Mathison war: ein Quiz-Meter, ein primitive Ja-Nein-Maschine, die selbst in diesem Bereich eine hohe Fehlerquote hat!
Mathison kommt nicht mehr vor, dabei läge der erste Schritt zur Wahrheit in einem einzigen Foto …
Sollte das animierte GIF nicht funktionieren: Bitte anklicken, dann sollte es gehen …
In den 60er-Jahren ging das fröhliche Photoshopping bei Scientology weiter: Hubbard hatte den Verlust einiger Mitglieder zu beklagen bzw. hatte diese „exkommuniziert“ und wollte das Bild weiterverwenden …
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Der „Meister“ ließ daraufhin in bester Hitler-Stalin-Manier das Foto retuschieren …
Mit David Miscavige begann dann das „Zeitalter des Publikumserfindens“: Am 28. Dezember 1999 ließ er die Menge größer „aussehen“, als sie es war …
Während einem „Besucher“ Haare aufgepappt wurden, fehlt einem anderen der Einfachheit halber der Kopf …
Die Washington Post berichtete am 4. Jänner 2000 darüber …
Die Daily Mail berichtete dann 2009 davon – der Artikel steht immer noch online …
Diverse Autoren modifizierten die scientologischen “Eigenheiten” in netten Bilddateien, die ich dem geschätzten Publikum natürlich nicht vorenthalten möchte!
Das erste Motiv zeigt den „Führer“ von Scientology, David Miscavige, wie er sich bei der „Verkündung seiner Wahrheit“ einsetzt …
Was ihn dabei wirklich antreibt, illustriert eine Figur aus der Herr der Ringe-Trilogie: Davum und „Meeeeeeiiiiiiiiin Schaaaaaaaaaaatz!“…
Im Übrigen gibt sich David Miscavige cool – immerhin ist Tom Cruise sein Busenfreund …
Leichte Unsicherheiten beschlichen den heißgeliebten Führer ob der neuen Photoshop-Pläne seiner eigenen Leute …
Wo ist eigentlich Tommy Davis abgeblieben? Niemand hat auf ihn gezielt …
Aber er hat ja Tom Cruise als Freund und große Pläne …
Auch wenn diese mehr als nur schräg sind, bleiben sie „Best Friends Forever“ – und „Forever“ ist bei Scientology wirklich ernst gemeint …
Slappy David und Tommy-Boy sind zuversichtlich …
Auch wenn die Stimmen bezüglich eines Endes von David Miscavige und Scientology lauter werden …
Miscavige würde dann dort landen, wo er von Haus aus hingehört hätte …
Aber war die ganze Seilschaft nicht sowieso immer unzertrennlich miteinander „verbunden“: Heber [Jentzsch], L. Ron [Hubbard], Mike [Rinder], Marty [Rathbun] und Little David [Miscavige], dem gerade etwas zu verrutschen scheint?
Zum Schluss ein fast offizielles Bild des Scientology-„Rat Packs“: Heber ist im „Loch“, Mike und Marty bei der Konkurrenz, die anderen haben sich alle schick gemacht und Kirstie [Alley] macht auf Gastgeberin …
Fotos: Scientologypublikation und diverse anonyme Autoren (12)
Laura DeCrescenzo vs. Scientology: Die Top-Meldung der vergangenen Woche kommt einmal mehr aus den USA und betrifft den Prozess von Laura DeCrescenzo gegen Scientology. Sie hat die Herausgabe ihrer „PC-Folder“, die u.a. alle Daten ihrer unzähligen SecChecks enthalten, gefordert. Scientology möchte dem nicht nachkommen und ist mittlerweile beim Supreme Court in Kalifornien gelandet, der in letzter Instanz entscheiden muss, ob Scientology diese nun herausrücken muss oder nicht.
Konkret geht es dabei um das Priesterprivileg des sorgsamen Umgangs mit dem Beichtgeheimnis, das Scientology für sich in Anspruch nehmen möchte – was zwar an sich einen schlechten Witz darstellt, in den USA aber eine durchaus strittige Frage ist. Das Urteil des Supreme Courts wird also einen Präzedenzfall schaffen.
Der Stand der Dinge ist im Moment, dass der Supreme Court eine Stellungnahme von De Crescenzo angefordert hat und diese auch bekam – hier ihre Ausführungen …
NARCONON Georgia: Fast schon ein Klassiker sind die Betrugsermittlungen rund um NARCONON geworden, wobei mittlerweile ein Schadenssumme aus der „Position“ Versicherungsbetrug feststehen dürfte: rd. 3 Millionen Dollar.
Klage wegen “Teilnahme” von Mitarbeitern an Scientologykursen: In die Reihe der Kläger hat sich nun die Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) eingereiht, die das Dynamic Medical Services in Miami verklagte. Grund der Klage war, dass dieses Unternehmen, das Dr. Dennis Nobbe gehört, ihre Mitarbeiter dazu „brachte“, an Kursen von Scientology teilzunehmen – hier die Klageschrift …
Jenna Hill-Miscavige: Das Buch über ihre Kindheit bei Scientology bzw. der Sea Org ist mittlerweile auf Deutsch erhältlich und zum Schrecken von Scientology bzw. OSA ist sie nach wie vor in den US-Medien zugange – hier bei Anderson Live am 6. Mai 2013 …
Census 2011 in Kanada: Neben den USA, England und Australien gehört Kanada zu den „Kernländern“ von Scientology, die von L. Ron Hubbard seit 1950 „beackert“ wurden. Während es gemäß Census 2011 in ganz England noch 2.418 und in Australien 2.163 Scientologen gibt, sind es in Kanada gerade noch 1.745 „Glaubensschwestern/-brüder“.
Die ebenfalls gezählten 1.050 Satanisten wären da auf dem Vormarsch – und wenn man bedenkt, dass die Dunkelziffer bei ihnen hoch ist, haben sie die Scientologen vielleicht schon überholt. Aber vielleicht hat man ja schon aufgrund der gemeinsamen Wurzeln eine Fusion angedacht?
Dazu passend auch ein Artikel in der englischen Daily Mail, nachdem sich Celebrities zunehmend an den Satanisten interessiert zeigen – Devise: „Scientology ist out, Satan ist in!“
Dokumente von/über L. Ron Hubbard: Der mittlerweile 70-jährige Sektenführer Hubbard war seit dem Ende der 70er-Jahre im Untergrund – in erster Linie, um derart gerichtliche Vorladungen zu vermeiden, derer er sich u.a. im Fall Schneewittchen (Snow White) vergegenwärtigen musste. So lud ihn z.B. der Superior Court in Riverside 1983 vor, um derart die Frage abzuklären, ob Hubbard noch lebt oder nicht. Schlussendlich gab sich das Gericht dann mit einer schriftlichen Erklärung von Hubbard zufrieden, in der er u.a. über seine Pläne schwadronierte.
Ich habe die letzten beiden Seiten dieser Eidesstattlichen Erklärung unlängst gepostet, hier nun das komplette Dokument, wobei die Frage nicht beantwortet wird, warum Hubbard nicht vor Gericht erschien, wo er do so fit war …
“Colbert Report” über Battlefield Earth und Mitt Romney …
Rocky Mountain News: Ebenfalls 1983 kam das Lieblingsbuch des ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney auf den Markt, L. Ron Hubbards Battlefield Earth. Dazu ist ein Artikel in den Rocky Mountain News (Arizona/Denver) überliefert, in dem es um Hubbard und das Buch ging.
Die Rocky Mountain News sind erst 2009 verblichen – ob aufgrund des Hubbard-Artikels ist nicht bekannt -, aber u.U. haben wir es beim 1983er-Artikel mit einem der ersten gekauften Scientology-Elaboraten zu tun, die seitdem die Welt zu überschwemmen versuchen. Hier ist dieser historische Artikel …
Scientology-Musical: Das von den South Park-Erfindern Matt Stone und Trey Parker geplante Scientology-Musical wird immer konkreter – hier ein Youtube-Clip dazu …
Scientology-„Angebot“ 1: Wer sich schon immer einmal ein spezielles Scientology-E-Meter kaufen wollte, hat jetzt die ultimative Gelegenheit, eines zu erwerben.
Die Scientology-Werbung preist den ziemlich sinnlosen Lügendetektor auf dem technischen Stand der 50-er-Jahre um schlappe 5.500 Dollar an und vergisst dabei nicht, auf die Steuerersparnis von 2.250 Dollar hinzuweisen …
Scientology-„Angebot“ 2: Wer sich gar in der Notlage befindet, 25.863 Dollar sinnlos investieren zu wollen, kann diese Summe bei Wahrnehmung eines weiteren Scientology-„Angebot“ übereignen. Angeboten wird die Stufe OT VIII, unter Insidern auch als „Völlig sinnlos, dafür ist man danach garantiert ärmer“-Stufe bekannt, weiter zwei Intensive (=25 Stunden) Gehirnwäsche vom Feinsten und die Unterbringung auf dem Scientology-Schiff Freewinds.
Die Scientology-Werbung verspricht den „Beginn einer neuen Zivilisation“ und einen entscheidenden „Schritt in Richtung Unsterblichkeit“ – eigentlich ein Angebot, das man gar nicht ablehnen kann …
Und auch diesen Sonntag schließe ich mit dem Wort zum Sonntag: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
EIN UPDATE …
Brian Culkin …
Luis und Rocio Garcia vs. Scientology: Scientology reichte in diesem gegen sie angestrengten Betrugsprozess einen Antrag ein, um den Anwalt der Garcias, Theodore Babbitt, vom Prozess bzw. der Klagevertretung auszuschließen. Man wirft Babbitt u.a. vor, sich bei der Klage auf einen ehemaligen Anwalt von Scientology, Robert Johnson, und zwei ehemaligen Scientology-Funktionären, Marty Ratbun und Mike Rinder, gestützt zu haben. „Kronzeuge“ von Scientology ist dabei Brian Culkin, der bis vor einigen Wochen selbst Geld von Scientology zurück verlangt hat und der nun eine Art von Klagekartell gegen Scientology „bestätigt“.
Der Yogalehrer Culkin war 2009/2010 weniger als ein Jahr Mitglied bei Scientology, „spendete“ in dieser kurzen Zeit 350.000 Dollar für Scientology-Kurse/-Audting, die er nach seinem Ausstieg zurückverlangte, und half im Herbst 2011 der Tampa Bay Times beim Scientology-Special The Money Machine. Dann berichtete er Toni Ortega vor einiger Zeit, dass ihm Scientology einen Deal angeboten hatte, wie er zu seinem Geld kommen könnte und bat Tony, im Moment nichts darüber zu bloggen, bis er Klarheit hätte, was ihm Scientology anbot.
Offensichtlich bekam Culkin sein Geld und noch einiges mehr, denn nun tritt er als „Kronzeuge“ für Scientology und gegen die Garcias bzw. Theodore Babbitt auf – Scientology hatte Culkin “gekauft” bzw. umgedreht!
Mark Bunker wollte die Eröffnung der neuen Idealen Org in Portland filmen – und sah sich von Haus aus, allem Möglichen gegenüber. Zuerst untersuchte ein Polizist seine Tasche …
Dann „ließ“ man ihm keinen günstigen Drehort finden, bis Bunker das Dach der Silverado Bar bestieg, die gegenüber lag …
Von dort musste er ebenfalls bald wieder weg, da Scientology behauptete, eine 4-Block-Regel in Anspruch nehmen zu können, um derart nähere Aufnahmen exklusiv zu besitzen. Die ganze Zeit „dabei“: Der OSA-„Handler“ von Mark Bunker …
Mark-Bunker-OSA-„Handler“ …
Nach einigem Suchen fand Bunker einen Platz, der zwar etwas weiter weg lag, aber doch einen Einblick versprach. …
„Ersatzdrehort“ …
Aber Scientology bzw. OSA bzw. die Polizei sollten das dann nicht so sehen …
Dann war es auch schon vorbei und die Scientologen gingen ins Vereinshaus – sorry: in Amerika firmieren die „Brüder“ und „Schwestern“ ja als „Church“, also muss man korrekt sagen, dass sie in die „Church“ gingen, wo Slappy Miscavige, aufmerksame Geldeintreiber (auch als Registrare bekannt) und Häppchen auf sie warteten …
Relativ trocken gibt die Krankengeschichte von L. Ron Hubbard einen Teil seines Lebens wieder. Die „Reise“ beginnt mit dem Zahnstatus, setzte sich über dessen evidenter Sehschwäche fort und mündete vorerst in einem Zwölffingerdarmgeschwür.
Später sollten dann Satanismus, Bigamie, die Gründung einer Psychosekte, Fürst Xenu und einige, diesmal wirklich ernste, Krankheiten folgen – hier die Originaldokumente der ersten Etappe im Leben von L. Ron Hubbard …
Videos: Zwischenzeitlich sind einzelne Youtube-Videos über die Totenfeier von L. Ron Hubbard wieder aufgetaucht – schau ma mal, wie lange es dauert, bis sie wieder gelöscht werden – hier diese Auswahl …
NARCONON Oklahoma: Die Top-Meldung kommt diesmal aus Oklahoma, genauer gesagt aus dem dortigen Senat, wo die Senate Bill 295 im letzten Umlauf einstimmig mit 43 zu 0 angenommen worden war. Damit ist die letzte Hürde genommen, bevor Gouverneurin Mary Fallin das entsprechende Gesetz erlässt.
Hier nochmals die Senate Bill 295, mit der Scientology bzw. NARCONON wenig bis keine Freude haben wird, wenn sie erst einmal Gesetz geworden ist, was jetzt feststeht und ein Artikel in den McAlester News dazu …
Polizeirazzia von NARCONON Georgia …
NARCONON Georgia: Und nachdem dieser Anblick so erfreulich war, noch eine Foto der Polizeirazzia bei NARCONON Georgia, wo es um das scientologische Leib- und Leitthema „Betrug“ ging …
Laura DeCrescenzo vs. Scientology: In der Klage der ehemaligen Scientologin Laura DeCrescenzo vor dem Los Angeles Superior Court geht es u.a. darum, dass DeCrescenzo mit 9 Jahren Scientology-Mitarbeiterin “wurde” und mit 12 Jahren der paramilitärischen Sea Org “beitrat”, bevor sie mit 17 Jahren auf Druck von Scientology eine Abtreibung durchführen lassen musste. Weite Klagepunkte: Permanenter Überwachung, „Einkerkerung“ (sie war im RPF, dem Straflager von Scientology), dem Nichterhalt einer schulischen Ausbildung und einer erzwungenen Arbeitszeit von 100 Stunden/Woche.
Das Gericht hatte nun Scientology dazu verpflichtet die sogenannten „PC-Folder“ von DeCrescenzo, in denen alles verzeichnet ist, vorzulegen. Scientology wollte das auf keinen Fall und berief dagegen beim Court of Appeal (Berufungsgericht), nachdem zwei untergeordnete Instanzen der „Argumentation“ von Scientology gefolgt waren.
Das interne Hauptargument von Scientology war dabei, dass durch die Herausgabe der geheimen PC-Folders ein Präzedenzfall geschaffen werden würde, der beitragen könnte, Scientology das Genick zu brechen. In diesen Folders steht alles – und ich meine: alles – drinnen, was einem im Lauf eines Scientology-”Lebens” widerfährt: jeder SecCheck, O/W-Write-ups (scientologisches Selbstbezichtigungsrituale), jedes Auditing usw. – die Katze wäre damit aus dem Sack!
Scientology argumentierte wie immer mit Religionsfreiheit und Beichtgeheimnis, der Court of Appeal sah dieses nicht gegeben, da eine Vielzahl von Personen Zugang zu diesen Daten haben und sie nicht, wie z.B. bei einem katholischen Priester an eine Person gebunden ist und wies Scientology ab.
Jetzt bleibt nur mehr das Höchstgericht, der Supreme Court of California, als letzte Instanz über, bevor Scientology eines ihrer strengst gehüteten Geheimnisse preisgeben müsste – oder ein dicker Geldkoffer wechselt den Besitzer und der Fall würde „gesettled“ werden. Ich hoffe, dass DeCrescenzo diesem „Angebot“ wiederstehen kann!
Hier die Petition von Scientology an den Court of Appeal …
Scientology-Werbungskosten: Jeder der über Scientology recherchiert, bekommt Werbung von Scientology „vorgesetzt“ – vor allem Google ist dabei sehr umtriebig. Das Magazin Vice ging nun der Frage nach, wie viel Scientology dafür bezahlt, wenn nun jemand ein solches „Angebot“ anklickt.
Gemäß der Google-Preisliste sind es 6,91 Dollar beim Begriff „Scientology Religion“, 6,50 Dollar bei „Dianetik“, 6,18 Dollar bei „Scientology“ und die Frage „Was ist Scientology“ gibt es um günstige 5,46 Dollar.
Im Gegensatz dazu bezahlen die Baptisten 2,77 Dollar, wenn jemand ein gekauftes Keyword anklickt und die Katholiken 0,92 Dollar.
Wenn man jetzt davon ausgeht, dass rund 1,5 Millionen Personen pro Monat Scientology googeln und einige dabei bezahlte Inhalte anklicken, kann eine ziemlich dicke Rechnung für Scientology zustande kommen. Wundert sich noch irgendwer über den unersättlichen Geldbedarf von Scientology?
L. Ron Hubbard, der Mars und die Venus: Eigentlich war L. Ron Hubbard nicht nur ein schamloser Plagiator, sondern ein noch viel größerer „Erfinder“. In einem Vortrag, den er 1963 gehalten hat, ging es um das „Leben zwischen Geburt und Tod“ und damit verbundenen „Einpflanzungen“.
Er berichtete über Mars und Venus, wo diese „Einpflanzungen“ vorgenommen werden, und selbstverständlich schaute er auch auf einen Sprung vorbei, um zu berichten, dass es gar nicht so kalt war, wie man angenommen hatte. Und überhaupt hatte er eine Menge an „Schnurren“ zu erzählen, was diese beiden Planeten, den Tod, das Leben “dazwischen” usw. betrifft.
Aber hören Sie sich Hubbard himself an, Scientologen machen es auf dem Saint Hill Special Briefing Course (SHSBC), damit Sie eine Idee bekommen, welche „Ideen“ Scientologen haben …
L. Ron Hubbard-Dokumente: 1983 war der Sektenführer schon einige Jahre von der Bildfläche verschwunden und lebte versteckt und wahrscheinlich schwer krank im Untergrund. David Miscavige war seine einzige Verbindung zum restlichen Psychokult. In einer Eidesstattlichen Erklärung bestätigte er, dass er noch lebt und dass David Miscavige sein langjähriger guter Freund sei. Unterschrieben und mit seinen Fingerabdrücken versehen – hier die letzten zwei Seiten daraus …
Die „Todesfeier“ von L. Ron Hubbard: Lange Zeit stand auf Youtube die komplette „Todesfeier“ von Hubbard, nun ist sie verschwunden bzw. wurde von Youtube gelöscht – Broeker, Miscavige & Co nahmen intergalaktisch Abschied und boten einen Einblick in die bizarre Welt von Scientology.
Weiß irgendwer, wo die Videos noch irgendwo herumstehen?
Bis dahin der verblieben Rest des historischen Abends mit der Rede von David Miscavige und was sich dieser wirklich dabei denkt …
Deutsche Dokumentation von Scientology: Ob Scientology nun wirklich eine deutsche Doku dreht oder nicht, kann ich nicht sagen. Zumindest werden Statisten gesucht – und fürstlich bezahlt: 500 Dollar soll es pro Tag geben, wenn man nach dem Scientology-„Drehbuch“ mitspielt.
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Indies in Offenbach/Main: Seit vergangener Woche haben die Independent Scientologists ihr erstes Zentrum in Deutschland eröffnet. In Offenbach/Main steht das dieses und trägt den Namen „Lehre des Wissens“. Ich nehme an, dass OSA schon die Messer gewetzt hat, um demnächst in voller Stärke anzumarschieren – könnte in den nächsten Monaten lustig werden, wenn der „Krieg“ zwischen Scientologen und Scientologen entbrennt.
Hier das Foto von deren Eröffnungsfeier …
Die Indies blicken hoffnungsfroh in die Zukunft, von Stettler & Co ist (noch) nichts zu sehen …
Deep Throat Austria: Die meisten unter Ihnen kennen die Watergate-Affäre, die den damaligen US-Präsidenten Nixon zu Sturz brachte. Carl Bernstein und Bob Woodward von der Washington Post deckten den Skandal auf, ohne dabei zu vergessen, dass Deep Throat ihre wichtigste Quelle beim Zusammensetzen des Puzzles war.
Erst im Februar 2005 wurde bekannt, wer der Insider war, der Anfang der 1970er-Jahre hinter Deep Throat stand: der damals bereits 91-jährige Mark Felt.
Bei Scientology in Österreich hat sich nun ebenfalls eine Quelle angeboten, die über großes Insiderwissen zu verfügen scheint – nennen wir sie der Einfachheit halber Deep Throat Austria. Ich bin gerade dabei, einzelne Informationen zu überprüfen und werde demnächst dazu bloggen. Die Informationen betreffen dabei nicht nur Österreich, sondern den ganzen deutschsprachigen Raum.
Damit OSA nicht zu viel zu rätseln hat: Es ist nicht Mark Felt …
Mark Felt …
In diesem Sinne das Wort zum Sonntag: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
UPDATE:Und ein weiteres Video von Karen de la Carriere und Jason Barclay über Scientology-„Eigenheiten“ …
Fotos: Wikipedia, The Underground Bunker (2), Scientologypublikationen (4), Der Treffpunkt, The Guardian
Scientology betont bei jeder sich bietenden Gelegenheit, nicht vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden.
Im Fortführungsantrag an die Staatsanwaltschaft griff Scientology diesen Punkt selbstverständlich auf, um zu schlussfolgern, dass ich diesbezüglich und möglicherweise auch wo anders die Unwahrheit gesagt bzw. gelogen habe – hier der Auszug daraus …
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Aber werfen wir einmal einen Blick auf die Fakten dazu. Da gäbe es einmal die Beilage I, die der Scientology-Anwalt seinen Gerichts-Anträgen beizulegen pflegt. In der Beilage wird die Feststellung eines für Scientology zuständigen Chefinspektors des Landesamtes für Verfassungsschutz (LVT) zitiert …
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Als nächstes findet man einen Artikel in der österreichischen Zeitschrift Die Presse vom 7. Juli 2012, in dem u.a. der angesprochene Chefinspektor dazu interviewt wurde – Ausschnitt aus dem Artikel: „Ulrich Hlava schätzt die Zahl auf 2000 bis 3000 Scientologen allein in Wien. Er ist Chefinspektor im Wiener Landesamt für Verfassungsschutz, das Scientology, anders als oft kolportiert, seit Langem beobachtet.Hlava verfolgt seit 16 Jahren die Aktivitäten der Sekte, wertet Literatur aus, steht mit führenden Scientologen in Kontakt. Die führenden Scientologen Österreichs, das sind nach außen Sonja Henkel, die Sprecherin, und Angelika Thonauer von der OSA, dem Office of Special Affairs, einer Mischung aus Pressestelle und internem Geheimdienst. …
Wie Hlava die Gefahr einschätzt? ‚Die Lehren Hubbards haben verfassungsgefährdende Aspekte. Werden die Richtlinien angewendet, ist das gefährlich. Aber wir haben keine Beweise.‘“
Hier der komplette Artikel in der Zeitschrift Die Presse …
Was wie ein Widerspruch aussieht, ist keiner: Der Verein Scientology wurde vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) nie unter Einsatz aller möglichen nachrichtendienstlichen Mitteln überwacht.
Scientology wurde vom LVT aber 16 Jahre lang im Hinblick auf sämtliche öffentlich zugänglichen Quellen auswertend überwacht bzw. beobachtet.
Aus meiner Sicht ist daher die Feststellung, dass Scientology vom Verfassungsschutz beobachtet bzw. überwacht wurde, ein Faktum, wobei mir schon klar ist, dass eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz nicht unbedingt zum angestrebten Image einer „weltweit agierenden bzw. rasant wachsenden Religionsgemeinschaft“ passt. Aber das ist wiederum eine andere Geschichte …
In Deutschland fällt bzw. fiel die Beobachtung schärfer aus und die deutschen Scientology-”Schwestern” und -”Brüder” hatten vor einigen Jahren gegen die Beobachtung durch den Verfassungsschutz geklagt – und 2008 in letzter Instanz verloren. Hier der Vollständigkeit halber das lesenswerte Gerichtsurteil …
UPDATE: Zur Abrundung des Themas bzw. der Aussage, dass „die Lehren Hubbards … verfassungsgefährdende Aspekte [haben]. Werden die Richtlinien angewendet, ist das gefährlich.“, ein gestern im Internet veröffentlichtes Dokument, in dem es u.a. um die „Anwendung“ des Prozesses R2-45 ging – weitere Details zum angesprochenen Prozess R2-45 finden Sie hier …
Vereinfacht ausgedrückt rief L. Ron Hubbard, der Sektenführer, im Punkt 7 der „Ethikorder“ zum Mord auf: „Jedes Sea Org-Mitglied, das einen der Aufgelisteten sieht, ist dazu aufgefordert, den Auditing-Prozess R2-45 anzuwenden“ – hier das Dokument dazu …
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Ron Hubbard zum Prozess R2-45: „Ein enorm effektiver Prozess zur Exteriorisation, aber sein Gebrauch wird von der jetzigen Gesellschaft abgelehnt!“
Als Extoriorisation wird in Scientology das „Heraustreten“ des “Thetans” aus dem Körper verstanden – landläufig kann man diesen in Verbindung mit einer abgefeuerten Pistole des Kalibers 45 als Mord bezeichnen …
Sea Org 1: Die mittlerweile 23-jährige Shelley Ballantyne erzählte erstmals über ihre Kindheit, die keine war. Ganz im Gegenteil wurde sie in jungen Jahren von der paramilitärischen Einheit von Scientology, der Sea Org, rekrutiert. Erst 10 Jahre später gelang ihr die Flucht.
Die Geschichte von Shelley Ballantyne ist schnell erzählt: Ihre Mutter starb, als sie sieben war, ihr Vater ist Mitglied der Sea Org und gleichzeitig der Sea Org-Band Jive Aces, die zu Werbezwecken von Scientology weltweit eingesetzt wird. Es war daher nur „logisch“, dass er sie bereits in diesem jungen Alter in die Sea Org zwang …
Sea Org-Band „Jive Aces“, der Vater von Shelley, Peter Howell ist der dritte von rechts …
Im Alter von siebzehn Jahren gelang Shelley dann die Flucht aus dem Eine-Milliarde-Jahre-Albtraum ihres Vaters …
Hier der Artikel in The Sun mit weiteren Details …
Shelly Miscavige …
Sea Org 2: Einen anderen Aspekt von Scientology beleuchtete Tony Ortega in seinem Blog mit dem Titel „Liebe im Zeitalter von David Miscavige“. Dabei ging es um das Diktatoren-Ehepaar David Miscavige und, seine mittlerweile verschwundene, Frau Shelly, sowie eine enge Mitarbeiterin der beiden, die in das Ganze involviert geworden war.
Eigentlich ging es nur am Rande um diese beiden Scientology-“Größen“, sie waren die “Rahmenbedingungen, vorrangig ging es um das Schicksal einer jungen Frau, die zwischen diese „Mühlsteine“ geriet, es ging um ihre Ehe, die unter das Kapitel “Kollateralschaden” einzuordnen wäre, das „Loch“ (The Hole) und darum wie Liebesdinge bzw. die Ehe in der Sea Org heute „gehandhabt“ werden.
Sea Org 3 – Jason Barclay: Im Rahmen ihres Videokanals Surviving Scientology veröffentliche Karen de la Carriere am Freitag vergangener Woche die ersten drei Videos eines Interviews mit Jason Barclay.
Er wuchs wie Shelley Ballantyne in und mit Scientology auf, unterzeichnete den Eine-Milliarde-Jahre-Vertrag der Sea Org mit vier Jahren, trat seinen „Dienst“ mit 13 Jahren an, flüchtete das erste Mal, um im Alter von 27 nochmals beizutreten, bevor er vor wenigen Monaten endgültig entkommen konnte. Nun spricht er darüber …
L. Ron Hubbard: Tony Ortega grub zwischenzeitlich aber auch ein Hubbard-Fundstück aus. Um ganz genau zu sein: Es ist der Mitschnitt eines Vortrages vom 30. Oktober 1953. Dabei ging es um nichts Geringeres als die Rolle der Erde in der hubbardschen Space Opera.
Im Detail ging es in dem Vortrag um Asteroiden, von denen aus man z.B. zur Space Station 33 (so hieß damals unser Sonnensystem) aufbrechen konnte, von der vierten und fünften Invasorenflotte samt deren Machtkämpfen.
Resümierend hielt Hubbard dann fest, dass die Erde zu einem Gefängnisplaneten verkommen war und jeder der starb, kurz darauf auf den Mars oder die Venus verfrachtet wurde, wo er sogenannte “Zwischen-Leben-Einpflanzungen” verpasst bekam.
Womit er auch schon beim eigentlichen Sinn und Zweck von Scientology angelangt war: Diese Zwischen-Leben-Einpflanzungen von Mars/Venus mussten dringend beseitigt werden, um dem Thetan seine alte Kraft wiederzugeben – und das ginge nur mit Scientology. Ist doch logisch – oder?
1959 änderte er dann sein Konzept etwas – wahrscheinlich aufgrund tiefschürfender Forschung -, indem er den Verstorbenen in seinem Buch Haben Sie vor diesem Leben gelebt? den kürzesten Weg zur nächsten Geburtsstation nahelegte, um sich dort einen neuen Körper zu schnappen.
Langer Rede, kurzer Sinn – hier das hubbardsche „Juwel“ …
Tom Cruise: Was wäre eine sonntägliche Betrachtung von Scientology ohne den Popcorn-Boy der Psychosekte. Diesmal ist ein Artikel in The Independent, dessen Überschrift bereits Programm ist: „Ground Control an Major Tom – wann hat Tom Cruise zuletzt einen Normalen gespielt?“
Derzeit bereist Cruise gerade die Welt, um seinen Film Oblivion zu präsentieren, in dem er den letzten Menschen spielt – spielt?
Nächstes Jahr kommt All You Need Is Kill in die Kinos, wo die Menschheit im Krieg mit Außerirdischen, den Mimics, steht. Basierend auf dem Film Und täglich grüßt das Murmeltier durchlebt Cruise wenig originell immer wieder den gleichen Tag, um die Mimics zu bekämpfen.
Letzte Woche wurde nun bekannt, dass Cruise im Film Yukikaze mitspielen wird, der auf den Science Fiction-Romanen von Chohei Kambayashi basiert. Es ist diesmal weder die sechste oder siebente Invasorenflotte, von denen sein Guru zu berichten wusste, sondern diesmal sind Außerirdische mit dem Namen JAM zu bekämpfen, die sich die Erde unter den Nagel gerissen haben – und Tommy-Boy wird ganz sicher nicht mehr zu halten sein.
Isabella Cruise: Und während Papa Cruise sich mit allerlei Außerirdischem herumschlägt, scheint Adoptivtochter Isabella dem Psychokult Scientology den Rücken zu kehren. Die australische Zeitung The Telegraph berichtete darüber, dass ihr Freund Eddie Frencher die Sea Org verlassen hatte, deswegen gemieden wird und sie viel lieber heiraten wolle, als bei einem Psychokult zu sein – wahrscheinlich wäre das die beste Idee in ihrem noch jungen Leben.
Anonymous Berlin: An dieser Stelle sei einmal die ebenfalls sonntägliche Arbeit von Anonymous Berlin gewürdigt und bedankt. Sonntag für Sonntag besucht man den Stressteststand von Scientology, um derart zu verhindern, dass der Sekte die anvisierte Beute ins Netz geht – hier das Video der letztwöchigen Aktion im Rahmen der Operation Chanology …
Scientology Ideale Orgs: Im Rahmen des Ideale Orgs-Kozept lässt Scientology nichts unversucht, um die dafür nötigen Spendengelder von ihren Mitgliedern einzutreiben, wie ein Video aus Buffalo zeigt. Derart soll der Verkauf von speziellen bzw. ledergebundenen Ausgaben des Buches Diantik beworben werden …
In Phoenix ist es der fast schon legendäre Dede, der zu den Waffen, ääh, ich wollte sagen, zum Griff in die Brieftaschen rief …
Wobei der Ruf zu den Waffen gar nicht so weit hergeholt wäre, wie ein Blick auf die schottische Scientology-Abteilung erkennen lässt …
David Miscavige: Und dann muss natürlich auch noch der aktuelle Sektenführer selbst herhalten, um einen wesentlichen Aspekt des Systems Scientology etwas zu beleuchten und gleichzeitg seine Lieblingsbeschäftigung zu zeigen …
David Miscavige beim …
L. Ron Hubbard: Last, but not least, ein Originalzitat vom verblichenen Chef von Miscavige …
“Irgendwer wird vielleicht eine Tages sagen, dass es gesetzeswidrig sei. Aber seien Sie beruhigt, die Orgs [Scientology-Organisationen] werden bestimmen, was gesetzeswidrig ist und was nicht!”
L. Ron Hubbard am 4. Jänner 1966
David Miscavige in/und L. Ron Hubbard …
Womit ich bei meinem Wort zum Sonntag wäre: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
UPDATE …
Jennifer Gorman …
Sexueller Missbrauch bei Scientology: Die Geschichte liegt zwar schon einige Jahre zurück, zeigt aber einen weiteren – besonders widerlichen– Aspekt von Scientology. Jennifer Gorman war um die Jahrtausendwende Scientology-Mitarbeiterin und wurde im Rahmen dieses „Dienstverhältnisses“ in weiterer Folge von einem Scientology-Kollegen, Gabriel Williams, rund einhundert Mal vergewaltigt – Jennifer war damals 16 Jahre alt.
Von Scientology wurde nicht eingegriffen, Williams genoss „Ethikschutz“ und so konnte er Jennifer damit erpressen, dass sie „exkommuniziert“ (SP-Declare) werden würde, wenn sie nicht den Mund hielt. Eine “Exkommunikation” hätte u.a. bedeutet, dass sie von ihrer Familie „disconnecten“ hätte müssen bzw. diese von ihr – und so konnte sie Williams derweil unter “Ethikschutz” weiter vergewaltigen. Erst viel später ging sie zur Polizei und Gabriel Williams wurde zu einem Jahr unbedingten Gefängnis und weiteren 5 Jahren auf Bewährung verurteilt.
Zum sogenannten „Ethikschutz“ von Scientology bzw. was L. Ron Hubbard dazu vorgibt: „Kurz gesagt, kann ein Mitarbeiter Mord davon kommen, wenn seine Statistiken hoch sind. … Wenn jemand damit beginnt, über eine Person mit hohen Statistiken [Wissens-]Berichte zu verfassen, ist das Einzige, dass Sie untersuchen sollten, die Person, die diese Berichte verfasst.“
L. Ron Hubbard am 1. September 1965, Ethikschutz
Hier der Blog von Tony Ortega mit der ganzen Geschichte, der damals noch für die Village Voice bloggte …
Fotos: The Sun, Jive Aces Homepage, Karen de la Carriere, The Independent, The Telegraph, Scientologypublikationen (7), Anonymous, Village Voice
Das älteste Schriftstück stammt von „Commodore“ L. Ron Hubbard aus dem Jahr 1972, in dem er die NARCONON-Aktivitäten besonders belobigt. Sie wurden damals vom Guardian Office, dem Geheimdienst von Scientology, geleitet. Nachdem mehrere Führungskräfte des Guardian Office ins Gefängnis wanderten (unter ihnen auch die Frau von Hubbard), heißt dieser Geheimdienst heute Office of Special Affairs (OSA), „führt“ NARCONON aber nach wie vor im Rahmen von deren “Sozialprogrammen”.
Das nächste Dokument stammt aus dem Jahr 1974 und beschreibt die Rolle von NARCONON innerhalb von Scientology: Türöffner zu sein, um jemanden auf die Scientology-„Brücke“ zu hieven …
Als nächstes ein Brief von David Miscavige, dem Führer von Scientology, in dem dieser Gary Smith (Foto), dem Chef von NARCONON-Arrowhead, zu dessen „Aktivitäten “ gratuliert (Arrowhead hieß damals noch Chilocco New Life Center) …
Miscavige ließ es sich nicht nehmen, im mittlerweile umgetauften NARCONON-Center Arrowhead selbst seine Aufwartung zu machen – sozusagen off the records und in zivil …
David Miscavige (weißes Hemd) und Gary Smith (zweiter von rechts) …
Mittlerweile wird David Miscavige Oklahoma an sich und NARCONON-Arrowhead im Speziellen eher meiden und das „Versteckspiel“ ist ausgesetzt – die Senate Bill 295 ist eher nicht als Einladung an Scientology gedacht …