Die Vergleichsausfertigung im Zivilrechtsprozess „Scientology vs. Wilfried Handl“ …

Dr. Johannes Öhlböck und meine Wenigkeit …

Dr. Johannes Öhlböck und meine Wenigkeit …

Das Wesentliche beim Ergebnis dieses Prozesses habe ich bereits mehrfach angesprochen: Die geleakten Mails sind sowohl vom Gericht, als auch von Scientology, zur weiteren Verwendung quasi „autorisiert“ worden – mit kleinen Einschränkungen und zu einem stolzen Preis, den Scientology berappen muss.

Im Detail sah der geschlossene Vergleich folgendermaßen aus: „1.) Der Beklagte [Wilfried Handl] verpflichtet sich gegenüber den klagenden Parteien hinsichtlich geleakter E-Mails (E-Mail-Verkehr von Scientology, der über Anon Austria publiziert wurde und über [.] pastebin [.] abrufbar war) jegliche Namen natürlicher und juristischer Personen samt Initialen, sämtliche Positionsbezeichnungen sowie E-Mail-Adressen (sowohl Empfänger- als auch Senderadressen) zur Gänze und dauerhaft auf sämtlichen vom Beklagten ins Netz gestellten Informationen unkenntlich zu machen.

2.) Die Klägerinnen [die beiden Scientology-Vereine] verpflichten sich zur ungeteilten Hand, dem Beklagten zu Handen des Beklagtenvertreters EUR 6.502,16 (darin enthalten EUR 1.082,89 USt. Und EUR 4,– Barauslagen) binnen 30 Tagen bei sonstiger Exekution zu ersetzen.“

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Und als PDF

Fazit meines Anwalts: „Ein Kritiker konnte nicht mundtot gemacht werden!“

Womit ich beim Strafantrag wäre, den Scientology in der gleichen Angelegenheit gegen mich gestellt hat …

Foto: Archiv

Der Gerichtsprozess im Rückblick: Geleakte Mails dürfen weiter genutzt werden, Scientology bleibt auf den Kosten sitzen und ein verbliebenes Damoklesschwert …

Nach der Verhandlung …

Nach der Verhandlung …

Beim Prozesstermin in der Vorwoche floss wenig bis kein „Blut“ und das Ganze lief vielleicht etwas anders ab, als es sich der eine oder andere erwartet hatte. Ohne über den Prozessinhalt zu sprechen, wurde in der Tagsatzung, die fast eineinhalb Stunden dauerte, nur über Vergleichsmöglichkeiten gesprochen.

Meine Strategie ist dabei einfach erklärt: Obwohl meine Chancen auf ein Abweisen der Klage sehr gut standen, wollte ich das Ganze nicht um jeden Preis durchziehen. Es hätte noch Monate dauern können, bis die Scientology-Klage abgewiesen worden wäre, die Kosten wären derweil weiter gewachsen, immer weniger gedeckt gewesen und die persönliche Belastung, aber auch das Risiko wäre geblieben – frei nach dem Spruch: „Auf hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand!“

Überdies war in der letzten Replik des Scientology-Anwalts herauszulesen, dass “man” ohnehin eine weitere „Schiene“ fuhr, um das zu erreichen, was die beiden OSA-Damen im Vorjahr lautstark verkündet hatten: „Final Handling des Main-Attackers, PR Handling, legal ausgetragen. … Demaskierung und lahm legen von WH [Wilfried Handl]. … Großer PR-Gewinn gegen den Main-Attacker.“

Einfach ausgedrückt: Scientology hatte mich bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt, diese hatte die Untersuchungen gegen mich im Vorjahr eingestellt und nach einem Fortführungsantrag von Scientology wieder aufgenommen

Aus dieser „Doppelmühle“ wollte ich ausbrechen, indem ich den Zivilgerichtsprozess verkürzte.

Zwei Dinge waren mir dabei wichtig: Die Verwendung der geleakten Scientology-E-Mails musste gewährleistet bleiben und die Prozesskosten mussten von Scientology getragen werden.

Beides gelang und nachdem es Vergleiche mit sich bringen, dass auch die andere Seite etwas bekommen muss, bekam Scientology von mir die Zusicherung, dass die Mails völlig anonymisiert werden – weder E-Mailadressen, Namen, Initialen und Postenbezeichnungen sollten darauf zu sehen sein – und Mails ohne Zusammenhang zu Scientology gelöscht werden würden.

Scientology bezahlte meinen Anwalt – alles zusammen rund 8.000 Euro – und in Zukunft werde ich die geleakten E-Mails sozusagen mit Scientology-Einwilligung posten können!

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Man könnte es auch so beschreiben: Die Scientology-„Armeen“ haben die „Burg“ Wilfried Handl ein dreiviertel Jahr belagert und sich dabei eine blutige Nase geholt – frei nach der Devise: „Außer Spesen nix gewesen!”

Unter gröberen Verlusten – ich würde davon ausgehen, dass Scientology die ganze „Aktion“ mindestens 15.000 Euro gekostet hat – und ganz weit entfernt davon, was OSA vorhatte: Mich „auszuschalten“.

Ich werde ganz im Gegenteil die geleakten E-Mails nochmals durchforsten und in den nächsten Wochen eine Zusammenfassung des Inhalts posten – zu den Themen Unterwanderung von Wirtschaft und Behörden, Betrug usw. – die Scientology-Klassiker!

Trotzdem wäre ein Jubel zu früh, da sehr wohl noch ein Damoklesschwert über mir hängt: die staatsanwaltschaftliche Untersuchung. Das Gericht bestätigte letzte Woche, dass Verhöre und kriminaltechnische Untersuchungen ausstehen (was u.a. dazu geführt hätte, dass der Zivilprozess sowieso vertagt worden wäre).

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Das Beunruhigende an Damoklesschwertern ist die Tatsache, dass man nicht weiß, wann der Faden eventuell reißt und was dies dann im Detail bedeutet. Und: Im Gegensatz zum Zivilgerichtsprozess, haben wir es im konkreten Fall um einen von Scientology angestrengten Strafprozess zu tun – um genau zu sein: ich habe damit zu tun!

Das von Scientology der Staatsanwaltschaft „vorgeschlagene“ Vorgehen beinhaltet Hausdurchsuchung, Beschlagnahme von Computern usw.

Dass auch dieser Scientology-„Vorstoß“ wieder mit einer blutigen Nase für selbige enden wird, steht für mich außer Frage – bis es aber soweit ist, könnte es zwischenzeitlich etwas ruppig werden. Mein Anwalt hat mittlerweile Akteneinsicht bei Gericht beantragt und man wird sehen, wie sich die „Dinge“ weiterentwickeln.

Ich werde mir die Wartezeit verkürzen, indem ich jene „Beweise“ unter die Lupe nehme, die als „Grundlage“ des Fortführungsantrags von Scientology zu sehen sind. Womit ich beim „Forensischen Gutachten“ der Firma Ansiworks Limited wäre. Ich habe bereits vor über einer Woche dazu gebloggt, den Beitrag dann wieder vom Netz genommen, da noch weitere Details aufgetaucht sind und werde nächste Woche dazu, aber auch zu Anderem, erneut bloggen.

Frei nach einer weiteren Devise: „The fight is not over yet!“

Hier noch ein Überblick der Presseresonanz: ORF, Der Standard, KURIER, OÖ Nachrichten, NEWS, Wiener Zeitung, Die Presse, Future Zone, Kronenzeitung, Österreich, Heute

Zum Schluss noch etwas anderes: In der letzten Woche habe ich sämtliche von mir geposteten Scientology-E-Mails anonymisiert, indem ich E-Mail-Adressen, Vor- und Zunamen, Initiale und Postenbezeichnungen geschwärzt habe. Einige Blogs habe ich „Under Construction!“ gestellt, sie sehr zeitaufwendig umgestaltet werden müssen – aber sie werden es bzw. in einer Zusammenfassung neu gebloggt.

Die Mails betrafen den Zeitraum Juni bis September 2012 und es könnte vorgekommen sein, dass ich die Schwärzung einer E-Mailadresse oder eines Namens bzw. Namensinitials übersehen habe – wie es so schön heißt: Zweckdienliche Angaben bitte an gdpa@wilfriedhandl.com … ;-)

Der Gerichtsvergleich sieht nämlich vor, dass ein Vergehen dagegen beim Bezirksgericht landen würde, wo Geldstrafen usw. verhängt werden, wenn den Vergleichsinhalten nicht Genüge getan werden. Und die Freude vergönne ich Scientology nicht!

Tonys Blog

UPDATE: Ich vergaß zu erwähnen, dass die Kunde der missglückten und teuren Scientology-OSA-„Belagerung“ auch über den Atlantik geschwappt ist und derart auch im englischen Sprachraum nachzulesen war.

Scientology-Österreich war es also nicht gelungen, ihr „Abschneiden“ vor Gericht unter der Decke zu halten, als mich Tony Ortega, Betreiber des Anti-Scientology-Blogs The Underground Bunker in den USA zum Prozess-Ausgang interviewte – hier der Link zum Blog (man muss ein wenig runter scrollen) …

Fotos: Screenshots (2), Englishdictionaryfree, Wikipedia

Die Blogs mit geleakten Mails müssen überarbeitet bzw. anonymisiert werden und daher …

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Mit den geleakten Mails passiert dabei eigentlich relativ wenig – der Inhalt bleibt bestehen, lediglich die Namen, Positionsbezeichnungen und E-Mailadressen müssen geschwärzt und die dazugehörigen Blogs in diesem Sinne etwas umgeschrieben werden.

Damit man sich vorstellen kann, wie die geleakten Mails danach aussehen, ein Beispiel am Mailverkehr zwischen einem Arzt und Scientology, wo es um die Weitergabe von vertraulichen Patientendaten geht – die schwarzen Balken markieren jene Schwärzungen, die bereits bestanden, die roten die neu hinzugefügten (Zum Vergrößern anklicken!) …

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Und als PDF …

Da dies schnell abgeschlossen werden soll und das Ganze mehr Arbeit ist, als ich dachte, bringt dies eine Pause bei den aktuellen Blogs mit sich.

Morgen gibt es auf jeden Fall die Sonntagsbetrachtung der 14. Woche und ab nächsten Mittwoch sollte es wieder in gewohntem Manier weitergehen – begonnen mit einem Prozessrückblick …

Foto: Spaightalk

L. Ron Hubbard zur Prozesstaktik von Scientology: „Der Zweck von Prozessen ist es, zu quälen und zu entmutigen, nicht so sehr zu gewinnen.“

Justizpalast in Wien, wo u.a. das Landesgericht für Zivilrechtsachen untergebracht ist …

Justizpalast in Wien, wo u.a. das Landesgericht für Zivilrechtsachen untergebracht ist …

Zur morgigen Verhandlung im Zivilprozess „Scientology vs. Wilfried Handl“ hat L. Ron Hubbard die „Vorgabe“ geliefert. In seinem Schriftstück A Manual on the Dissemination of Material, das er im März 1955 verfasst hat, schrieb er:

„Der Zweck von Prozessen ist es, zu quälen und zu entmutigen, nicht so sehr zu gewinnen.

Das Gesetz kann sehr leicht dafür benutzt werden, um zu quälen. … Wenn möglich, das ist gar keine Frage, ruinieren sie ihn völlig.“

In diesem Sinne berichte ich morgen nach der Verhandlung, wie die „Umsetzung“ dieser Zeilen Hubbards ausgesehen hat …

UPDATE: Wenn jemand Zeit, Lust und Laune hat, den Prozessauftakt zu verfolgen – Donnerstag 4. April 2013, 11.30 bis 12.30 Uhr, im Saal 8, 1. Stock, Landesgericht für Zivilrechtssachen, 1011 Wien, Schmerlingplatz 11.

Foto: Archiv

Der Stand der Dinge im Prozess: Scientology 0 Wilfried Handl 2

Winston Churchill triumphierte über die Nazis …

Ich muss ehrlichweise zugeben, dass mir in der Vorwoche ein ziemlich großer Stein vom Herzen gefallen ist, als das Schreiben der Staatsanwaltschaft Wien bei mir im Briefkasten lag, indem diese die Einstellung des von Scientology angestrengten Strafverfahrens bekannt gab.

Nicht dass ich Angst davor gehabt hätte, dass dabei etwas herauskommen hätte können – aber es ist kein angenehmes Gefühl, unter diesem Damoklesschwert zu leben. Insofern hat Scientology ihr Ziel erreicht, indem ich fast zwei Monate unter diesem Generalverdacht stand.

Es ging, wie auch in meinem Zivilprozess, um die gleichen Paragraphen, die gleiche „Verwirklichung strafrechtlicher Tatbestände“ nach § 118, 119 usw. und ich wurde zum heimlichen Anführer von Anonymous stilisiert, der u.a. den E-Mail-Hack der Scientology-Mails in Auftrag gegeben hat.

OSA-Angelika T. und der Scientology-Anwalt Mag. Nikolaus V. wurden nicht müde, dies immer wieder zu betonen.

Und dann kam die Staatsanwaltschaft Wien und stellte das Ganze ein, „weil kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung besteht“.

Und so entwickelte sich die Angelegenheit zu einem Eigentor erster Güte für und durch Scientology!

Ich für meinen Teil freue mich einfach über diesen „Zwischenstand“ und hoffe doch stark, dass die OSA-Schergen weiter eifrig den Schuss ins eigene Tor trainieren.

Im Übrigen steht als nächstes nach wie vor der Zivilprozesstermin an, von dem aber noch kein Datum bekannt ist, und ich werde mich in den nächsten Tagen mit dem Vorbereitenden Schriftsatz von Scientology beschäftigen, der es auch in sich hat.

Foto: Tagesspiegel

Das Resultat meiner Vernehmung: Scientology hatte Hausdurchsuchung, Beschlagnahmung der Computer und Strafverfolgung „angedacht“ …

Manchmal haben Vernehmungen auch ihr Gutes. In meinem Fall konnte ich feststellen, wer eigentlich hinter der ganze “Aktion” steckte.

Es war aber keine große Überraschung: Scientology.

Etwas überraschend war dann doch, dass Scientology bereits seit Anfang Juli 2012 versucht, mich zu kriminalisieren und sich dabei des Rechtstaats bedient, der nun mit Steuergeldern deren Rachegelüste nachgehen muss. Ende Juni 2012 traf bekanntlich die Entscheidung des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien ein bzw. der Beschluss des Gerichts, die Einstweilige Verfügung abzulehnen.

Und während Scientology noch die schwärende Wunde leckte, formulierte man eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien, die aus mir endgültig den „Initiator“ des E-MailLeaks machen sollte – ab sofort wurde ich nur mehr als Verdächtiger angesprochen. Die Sachverhaltsdarstellung trägt das Datum 5. Juli 2012.

Inhaltlich ist sie über weite Strecken deckungsgleich mit der Unterlassungsklage und die Paragraphen sind die gleichen (§118a Abs 1 StGB, § 119a Abs 1 StGB, § 120 Abs 2a StGB und 3 51 DSG), bevor „man“ zusammenfassend „feststellte“:

„Der Verdächtige erfüllt durch seine Vorgangsweise jedenfalls die Tatbestände. … Dies insbesondere als Beitragstäter. …

Der Verdächtige hatte in der Vergangenheit immer wieder intensiven Kontakt zu Mitgliedern der Hackergruppe Anonymous. Der Verdächtige hat gemeinsam mit Mitgliedern dieser Gruppe Demonstrationen gegen die Einschreiter [Scientology] organisiert und an diesen Demonstrationen als prominentes Mitglied teilgenommen. …

Der Verdächtige war in der Vergangenheit auch immer an Informationen über Tätigkeiten der Einschreiter interessiert, insbesondere auch an Informationen, die nicht allgemein zugänglich waren. …

Es besteht sohin der dringende Verdacht, dass der Verdächtige selbst oder aber durch Mitglieder der Hackergruppe Anonymous sich Zugang zu den Daten und dem E-Mail-Verkehr der Einschreiter verschafft hat. Insbesondere besteht der dringende Verdacht, dass der Verdächtige als Beitragstäter erheblichen Anteil an den allenfalls von Unbekannten verübten Straftaten hat. …

Die Einschreiter stellen darüber hinaus den Antrag, beim Verdächtigen eine Hausdurchsuchung durchzuführen, dessen Computersystem zu beschlagnahmen, um insbesondere auch einen Datenabgleich durchzuführen … bzw. zu welchen unbekannten Tätern der Verdächtige Kontakt hat bzw. hatte.“

Inwieweit die Staatsanwaltschaft Wien den „Ausführungen“ des Scientology-Anwalts folgen wird, bleibt abzuwarten …

Brad Pitt, Juliette Lewis, Yolanda Pecoraro, Laura Ann DeCrescenzo und der Tod von Stacy Dawn Murphy …

Juliette Lewis und Brad Pitt …

Tom Cruise und Katie Holmes sind nicht die ersten, deren Beziehung aufgrund der Scientologyzugehörigkeit eines Partners scheitert. In den Neunzigern waren Juliette Lewis und Brad Pitt vier Jahre lang liiert und Lewis brachte Pitt u.a. ihren „Glauben“ nahe. Pitt absolvierte ihr zuliebe sogar zwei Kurse, bevor er sich von Scientology und Lewis trennte, wie OMG Yahoo schrieb. Juliette Lewis ist noch immer fanatische Anhängerin von Scientology …

Tom Cruise und Yolanda Pecoraro …

Und während Tom Cruise mit Suri Helikopterausflüge macht, Katie Holmes ihre neue Modelinie vorstellt, scheint Scientology die nächste Frau für Cruise zu casten. Im Mittelunkt der „Überlegungen“ scheint Yolanda Pecoraro zu stehen, die schon Scientologin ist und nicht erst zu einer gemacht werden müsste. Darüber hinaus hat sie hispanische Wurzeln, was wiederum perfekt in die Strategie von Scientology passen würde: Neben der afroamerikanischen Gemeinde in den USA stellt die hispanische Bevölkerung ein weiteres „Zielgebiet“ dar …

Laura Ann DeCrescenzo ...

Ihren Horror-Trip in Scientology hat die 33-jährige Laura Ann DeCrescenzo bereits hinter sich: Mit 12 Jahren wurde sie in die paramilitärische Sea Org rekrutiert, mit 16 Jahren verheiratet, mit 17 zur Abtreibung gezwungen, bevor sie 2004 die Sea Org verlassen „durfte“ – zuvor musste sie noch eine Anzahl an „Schweigeverträgen“ unterzeichnen.

Mittlerweile spricht sie trotzdem darüber und hat Scientology verklagt.

U.a. wegen erzwungener Abtreibung, permanenter Überwachung, „Einkerkerung“ (sie war im RPF, dem Straflager von Scientology), dem Nichterhalt einer schulischen Ausbildung und einer erzwungenen Arbeitszeit von 100 Stunden/Woche. Die Daily Mail und Village Voice berichteten darüber …

Hier ein Video dazu …

Die 20-jährige Stacy Dawn Murphy war wiederum die dritte Tote, die seit Oktober des Vorjahres im Flaggship-NARCONON (einer „Art“ von Drogentherapie von Scientology) entdeckt wurde.

Stacy Dawn Murphy …

Der neueste Todesfall in der Scientology-Einrichtung Arrowhead in Oklahoma wurde bei den Behörden angezeigt. Ob diese etwas dagegen unternehmen, bleibt abzuwarten – in Kanada wurde eine NARCONON-Einrichtung wegen „unwissenschaftlicher Methoden“ mittlerweile geschlossen.

Hier der Artikel in der Village Voice, in den McAlesterNews und ein Video dazu …

UPDATE: Der neueste Trailer des Anderson-Films THE MASTER, bei dem es offiziell nicht um Scientology geht, während der gesamte Inhalt sich darum dreht, hier …

Fotos: OMG Yahoo, IN Starmagzin, Hispanicallyspeakingnews, Tampa Bay News/Screenshot, Village Voice