Diverse Autoren modifizierten die scientologischen “Eigenheiten” in netten Bilddateien, die ich dem geschätzten Publikum natürlich nicht vorenthalten möchte!
Das erste Motiv zeigt den „Führer“ von Scientology, David Miscavige, wie er sich bei der „Verkündung seiner Wahrheit“ einsetzt …
Was ihn dabei wirklich antreibt, illustriert eine Figur aus der Herr der Ringe-Trilogie: Davum und „Meeeeeeiiiiiiiiin Schaaaaaaaaaaatz!“…
Im Übrigen gibt sich David Miscavige cool – immerhin ist Tom Cruise sein Busenfreund …
Leichte Unsicherheiten beschlichen den heißgeliebten Führer ob der neuen Photoshop-Pläne seiner eigenen Leute …
Wo ist eigentlich Tommy Davis abgeblieben? Niemand hat auf ihn gezielt …
Aber er hat ja Tom Cruise als Freund und große Pläne …
Auch wenn diese mehr als nur schräg sind, bleiben sie „Best Friends Forever“ – und „Forever“ ist bei Scientology wirklich ernst gemeint …
Slappy David und Tommy-Boy sind zuversichtlich …
Auch wenn die Stimmen bezüglich eines Endes von David Miscavige und Scientology lauter werden …
Miscavige würde dann dort landen, wo er von Haus aus hingehört hätte …
Aber war die ganze Seilschaft nicht sowieso immer unzertrennlich miteinander „verbunden“: Heber [Jentzsch], L. Ron [Hubbard], Mike [Rinder], Marty [Rathbun] und Little David [Miscavige], dem gerade etwas zu verrutschen scheint?
Zum Schluss ein fast offizielles Bild des Scientology-„Rat Packs“: Heber ist im „Loch“, Mike und Marty bei der Konkurrenz, die anderen haben sich alle schick gemacht und Kirstie [Alley] macht auf Gastgeberin …
Fotos: Scientologypublikation und diverse anonyme Autoren (12)
Sea Org 1: Die mittlerweile 23-jährige Shelley Ballantyne erzählte erstmals über ihre Kindheit, die keine war. Ganz im Gegenteil wurde sie in jungen Jahren von der paramilitärischen Einheit von Scientology, der Sea Org, rekrutiert. Erst 10 Jahre später gelang ihr die Flucht.
Die Geschichte von Shelley Ballantyne ist schnell erzählt: Ihre Mutter starb, als sie sieben war, ihr Vater ist Mitglied der Sea Org und gleichzeitig der Sea Org-Band Jive Aces, die zu Werbezwecken von Scientology weltweit eingesetzt wird. Es war daher nur „logisch“, dass er sie bereits in diesem jungen Alter in die Sea Org zwang …
Sea Org-Band „Jive Aces“, der Vater von Shelley, Peter Howell ist der dritte von rechts …
Im Alter von siebzehn Jahren gelang Shelley dann die Flucht aus dem Eine-Milliarde-Jahre-Albtraum ihres Vaters …
Hier der Artikel in The Sun mit weiteren Details …
Shelly Miscavige …
Sea Org 2: Einen anderen Aspekt von Scientology beleuchtete Tony Ortega in seinem Blog mit dem Titel „Liebe im Zeitalter von David Miscavige“. Dabei ging es um das Diktatoren-Ehepaar David Miscavige und, seine mittlerweile verschwundene, Frau Shelly, sowie eine enge Mitarbeiterin der beiden, die in das Ganze involviert geworden war.
Eigentlich ging es nur am Rande um diese beiden Scientology-“Größen“, sie waren die “Rahmenbedingungen, vorrangig ging es um das Schicksal einer jungen Frau, die zwischen diese „Mühlsteine“ geriet, es ging um ihre Ehe, die unter das Kapitel “Kollateralschaden” einzuordnen wäre, das „Loch“ (The Hole) und darum wie Liebesdinge bzw. die Ehe in der Sea Org heute „gehandhabt“ werden.
Sea Org 3 – Jason Barclay: Im Rahmen ihres Videokanals Surviving Scientology veröffentliche Karen de la Carriere am Freitag vergangener Woche die ersten drei Videos eines Interviews mit Jason Barclay.
Er wuchs wie Shelley Ballantyne in und mit Scientology auf, unterzeichnete den Eine-Milliarde-Jahre-Vertrag der Sea Org mit vier Jahren, trat seinen „Dienst“ mit 13 Jahren an, flüchtete das erste Mal, um im Alter von 27 nochmals beizutreten, bevor er vor wenigen Monaten endgültig entkommen konnte. Nun spricht er darüber …
L. Ron Hubbard: Tony Ortega grub zwischenzeitlich aber auch ein Hubbard-Fundstück aus. Um ganz genau zu sein: Es ist der Mitschnitt eines Vortrages vom 30. Oktober 1953. Dabei ging es um nichts Geringeres als die Rolle der Erde in der hubbardschen Space Opera.
Im Detail ging es in dem Vortrag um Asteroiden, von denen aus man z.B. zur Space Station 33 (so hieß damals unser Sonnensystem) aufbrechen konnte, von der vierten und fünften Invasorenflotte samt deren Machtkämpfen.
Resümierend hielt Hubbard dann fest, dass die Erde zu einem Gefängnisplaneten verkommen war und jeder der starb, kurz darauf auf den Mars oder die Venus verfrachtet wurde, wo er sogenannte “Zwischen-Leben-Einpflanzungen” verpasst bekam.
Womit er auch schon beim eigentlichen Sinn und Zweck von Scientology angelangt war: Diese Zwischen-Leben-Einpflanzungen von Mars/Venus mussten dringend beseitigt werden, um dem Thetan seine alte Kraft wiederzugeben – und das ginge nur mit Scientology. Ist doch logisch – oder?
1959 änderte er dann sein Konzept etwas – wahrscheinlich aufgrund tiefschürfender Forschung -, indem er den Verstorbenen in seinem Buch Haben Sie vor diesem Leben gelebt? den kürzesten Weg zur nächsten Geburtsstation nahelegte, um sich dort einen neuen Körper zu schnappen.
Langer Rede, kurzer Sinn – hier das hubbardsche „Juwel“ …
Tom Cruise: Was wäre eine sonntägliche Betrachtung von Scientology ohne den Popcorn-Boy der Psychosekte. Diesmal ist ein Artikel in The Independent, dessen Überschrift bereits Programm ist: „Ground Control an Major Tom – wann hat Tom Cruise zuletzt einen Normalen gespielt?“
Derzeit bereist Cruise gerade die Welt, um seinen Film Oblivion zu präsentieren, in dem er den letzten Menschen spielt – spielt?
Nächstes Jahr kommt All You Need Is Kill in die Kinos, wo die Menschheit im Krieg mit Außerirdischen, den Mimics, steht. Basierend auf dem Film Und täglich grüßt das Murmeltier durchlebt Cruise wenig originell immer wieder den gleichen Tag, um die Mimics zu bekämpfen.
Letzte Woche wurde nun bekannt, dass Cruise im Film Yukikaze mitspielen wird, der auf den Science Fiction-Romanen von Chohei Kambayashi basiert. Es ist diesmal weder die sechste oder siebente Invasorenflotte, von denen sein Guru zu berichten wusste, sondern diesmal sind Außerirdische mit dem Namen JAM zu bekämpfen, die sich die Erde unter den Nagel gerissen haben – und Tommy-Boy wird ganz sicher nicht mehr zu halten sein.
Isabella Cruise: Und während Papa Cruise sich mit allerlei Außerirdischem herumschlägt, scheint Adoptivtochter Isabella dem Psychokult Scientology den Rücken zu kehren. Die australische Zeitung The Telegraph berichtete darüber, dass ihr Freund Eddie Frencher die Sea Org verlassen hatte, deswegen gemieden wird und sie viel lieber heiraten wolle, als bei einem Psychokult zu sein – wahrscheinlich wäre das die beste Idee in ihrem noch jungen Leben.
Anonymous Berlin: An dieser Stelle sei einmal die ebenfalls sonntägliche Arbeit von Anonymous Berlin gewürdigt und bedankt. Sonntag für Sonntag besucht man den Stressteststand von Scientology, um derart zu verhindern, dass der Sekte die anvisierte Beute ins Netz geht – hier das Video der letztwöchigen Aktion im Rahmen der Operation Chanology …
Scientology Ideale Orgs: Im Rahmen des Ideale Orgs-Kozept lässt Scientology nichts unversucht, um die dafür nötigen Spendengelder von ihren Mitgliedern einzutreiben, wie ein Video aus Buffalo zeigt. Derart soll der Verkauf von speziellen bzw. ledergebundenen Ausgaben des Buches Diantik beworben werden …
In Phoenix ist es der fast schon legendäre Dede, der zu den Waffen, ääh, ich wollte sagen, zum Griff in die Brieftaschen rief …
Wobei der Ruf zu den Waffen gar nicht so weit hergeholt wäre, wie ein Blick auf die schottische Scientology-Abteilung erkennen lässt …
David Miscavige: Und dann muss natürlich auch noch der aktuelle Sektenführer selbst herhalten, um einen wesentlichen Aspekt des Systems Scientology etwas zu beleuchten und gleichzeitg seine Lieblingsbeschäftigung zu zeigen …
David Miscavige beim …
L. Ron Hubbard: Last, but not least, ein Originalzitat vom verblichenen Chef von Miscavige …
“Irgendwer wird vielleicht eine Tages sagen, dass es gesetzeswidrig sei. Aber seien Sie beruhigt, die Orgs [Scientology-Organisationen] werden bestimmen, was gesetzeswidrig ist und was nicht!”
L. Ron Hubbard am 4. Jänner 1966
David Miscavige in/und L. Ron Hubbard …
Womit ich bei meinem Wort zum Sonntag wäre: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
UPDATE …
Jennifer Gorman …
Sexueller Missbrauch bei Scientology: Die Geschichte liegt zwar schon einige Jahre zurück, zeigt aber einen weiteren – besonders widerlichen– Aspekt von Scientology. Jennifer Gorman war um die Jahrtausendwende Scientology-Mitarbeiterin und wurde im Rahmen dieses „Dienstverhältnisses“ in weiterer Folge von einem Scientology-Kollegen, Gabriel Williams, rund einhundert Mal vergewaltigt – Jennifer war damals 16 Jahre alt.
Von Scientology wurde nicht eingegriffen, Williams genoss „Ethikschutz“ und so konnte er Jennifer damit erpressen, dass sie „exkommuniziert“ (SP-Declare) werden würde, wenn sie nicht den Mund hielt. Eine “Exkommunikation” hätte u.a. bedeutet, dass sie von ihrer Familie „disconnecten“ hätte müssen bzw. diese von ihr – und so konnte sie Williams derweil unter “Ethikschutz” weiter vergewaltigen. Erst viel später ging sie zur Polizei und Gabriel Williams wurde zu einem Jahr unbedingten Gefängnis und weiteren 5 Jahren auf Bewährung verurteilt.
Zum sogenannten „Ethikschutz“ von Scientology bzw. was L. Ron Hubbard dazu vorgibt: „Kurz gesagt, kann ein Mitarbeiter Mord davon kommen, wenn seine Statistiken hoch sind. … Wenn jemand damit beginnt, über eine Person mit hohen Statistiken [Wissens-]Berichte zu verfassen, ist das Einzige, dass Sie untersuchen sollten, die Person, die diese Berichte verfasst.“
L. Ron Hubbard am 1. September 1965, Ethikschutz
Hier der Blog von Tony Ortega mit der ganzen Geschichte, der damals noch für die Village Voice bloggte …
Fotos: The Sun, Jive Aces Homepage, Karen de la Carriere, The Independent, The Telegraph, Scientologypublikationen (7), Anonymous, Village Voice
Matt Stone und Trey Parker, die South Park-Macher, planen ein Scientology-Musical …
Scientology-Musical: Zu Beginn der Meldungsübersicht eine ganz spezielle, nämlich dass Matt Stone und Trey Parker dabei sind, ein Scientology-Musical zu machen. Tom Cruise soll sich darüber nicht sonderlich erfreut gezeigt haben, da er ziemlich folgerichtig vermutet, wieder einmal in den Fokus der beiden South Park-Macher zu rücken, wie schon in der legendären South Park-Folge Schrankgeflüster. In der 2005-Folge ging es um eine Inkarnation von L. Ron Hubbard, Fürst Xenu, dem Coming-out bzw. den Scientology-Eigenheiten im Allgemeinen – hier der Link der deutschsprachigen Folge …
Dass Stone und Trey etwas vom Musicals verstehen, beweisen sie gerade mit jenem, das den Namen The Book of Mormon trägt und am Broadway läuft. Inhalt des Musicals sind folgerichtig die Mormonen und deren “Eigenheiten”. Dabei ist weder gesichert, dass sich Mitt Romney (Ex-US-Präsidentschaftskanidat) schon eine Vorstellung gesehen hat, noch, dass er bereits für das Scientology-Musical Karten vorbestellt hat. Wahrscheinlich lässt ihn die Lektüre seines Lieblingsautors L. Ron Hubbard und dabei dessen Buch Battlefield Earth, nicht los …
Tom Cruise: Der „Lieblingsjünger“ von David Miscavige hat im Moment überhaupt wenig Grund zur Freude. Sein neuer Film Oblivion wird von der Pressekritik nicht sonderlich geliebt.
Stellvertretend der Moviepilot dazu: „Ein neuer Film mit Tom Cruise heißt immer auch eine neue Werbetour für Scientology. Dass es zwischen Film- und Sektenstar nicht zu unterscheiden gilt, demonstriert er selbst am Deutlichsten. Wenn nämlich Blockbuster-Unterhaltung dem Sektenwohl dient.“
Tom Cruise führt derweil ein “Enemy List” – wie sie auch der seinerzeitige US-Präsident Richard Nixon geführt hatte. Während es bei Nixon Kommunisten waren, landet bei Cruise jeder drauf, der gegen Scientology oder ihm anders „negativ“ aufgefallen ist. Bei der Premiere von Oblivion waren z.B. diesmal die US-Magazine US-Weekly, Life & Style, In Touch und Hollywood Reporter ausgesperrt, da unbotmäßig – hier der Artikel im Magazin TMZ dazu …
R.J. Ellory: Der Engländer R.J. Ellory (Foto) ist Autor, der gerne seine eigenen Bücher auf Amazon positiv und diejenigen seiner Autorenkollegen negativ rezensiert – von wem er das wohl hat? – und gleichzeitig ziemlich emsiger Scientology in Birmingham. Für seine diversen Tätigkeiten wurde ihm von Scientology die Honor Roll-Auszeichnung verliehen – diese bekommt man, wenn man sehr viele Menschen dazu bewegt, für die IAS (International Association of Scientologists) zu „spenden“.
Zu ersterem noch ein Artikel im englischen Guardian …
Tony Ortega und Jonny Jacobsen haben sich der wundersame Welt von Ellory in ihren Blogs angenommen – hier The Undergrond Bunker von Ortega und Infinite Complacency von Jacobsen …
Damit Sie sich selbst ein Bild über die Scientology-Organisation in Birmingham und deren Fundraising machen können, zwei Youtube-Videos, wobei offen bleibt, welche der beiden eine Parodie ist – eines ist aber definitiv echt …
Die „Isolation” von Alice Wu durch Scientology: Das Magazin Vice nahm sich unter dem Titel Scientology hasst die Psychologie, vor allem wenn es sich dabei um jemanden aus Taiwan handelt, der in Australien lebt dem Schicksal von Alice Wu an, die von Scientology „isoliert“ wurde – ich bloggte dazu.
Hier der Artikel im Magazin Vice und die australische Sendung, in der darüber berichtet wird …
NARCONON: Über einen neuen Gerichtsfall berichtete in der Vorwoche Reaching the Tipping Point. David G. Ure verklagte NARCONON Vista Bay in Kalifornien – hier die Klagschrift …
Tom Cruise als Applied Scholastics-„Botschafter“ …
Applied Scholastics: Ein Artikel im Magazin Takepart stellte die Frage, ob „Scientology nicht heimlich, still und leise das Klassenzimmer betreten hat?“
Unter der Tarnung Applied Scholastics wird vermehrt über „Aktivitäten“ in amerikanischen Schulen berichtet. Damit gelangt die sogenannte „Studiertechnologie“ des Sektengründers L. Ron Hubbard in das Bildungswesen und Tom Cruise, der so oft es geht für die Scientology-Tarnorganisation wirbt, dürfte etwas Freude mit dieser Tatsache haben.
Vor allem das Filmmaterial stellt dabei einen “Türöffner” dar – Scientology hat sich nicht umsonst ein eigenes Filmstudio zugelegt. Machen Sie sich selbst ein Bild …
Citizens Commission of Human Rights (CCHR): Eine weitere Scientology-Tarnorganisation – CCHR, firmiert hierzulande auch als KVPM (Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte) – kann auch hierzulande kleine Gewinne einfahren. Daten von CCHR, die als rabiate Psychiatrie- und Psychologie-Gegnerin auftritt, wurden relativ blauäugig von Der Standard übernommen. Der Schock fuhr den Redakteuren in die Glieder, als der Bild-Blog den wesentlichen Umstand aufdeckte, dass es sich dabei um eine Tarnorganisation von Scientology handelt. In der Printausgabe war nichts mehr zu retten, nur online konnte man noch ein Update platzieren.
Ein verstörendes Bild: Ein Foto aus der Scientology-Organisation in Tampa/Florida lässt einige Schlüsse zu, die aber alle Besorgnis auslösen …
Nation of Islam (NOI): Ein enger Verbündeter von Scientology, die NOI mit ihrem Führer Louis Farrakhan (Foto), rückt langsam aber sicher in die Nähe eines Cults – was in den USA einiges bedeutet.
Aus europäischer Sicht war die „Nation“ nie etwas anderes – hier der Artikel von World Cult Watch …
Scientology und das Internet: In der Vorwoche machte der Verfassungsschutz auf die Tatsache aufmerksam, dass Scientology vermehrt im Internet auf Kundefang begibt – hier ein Artikel in der WAZ/Der Westen …
Ich bin gerade am Recherchieren und werde in den nächste Wochen mehr dazu bloggen.
Jenna Miscavige-Hill: Ab 15. April 2013 gibt es das Buch von Jenna Miscavige-Hill auf Deutsch zu kaufen – hier ein Beitrag von RTL dazu …
Und einmal auf Youtube, wenn das Original nicht funtionieren sollte …
Last, but not least, ein weiteres Fundstück aus dem Internet, das Lord Xenu darstellt, wie er gerade in den „Kanon“ von Scientology übernommen wird?
Und zum Abschluss wie immer das Wort zum Sonntag: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
Fotos: The Wall Street Journal, The Daily Beast, Chicago Theater Beat, Eric von Steunenberger, The Underground Bunker (2), Scientologypublikation, World Cult Watch, WAZ/Der Westen
David Miscavige, der Führer von Scientology, on his way …
Die vergangene Woche bot wenig Spektakuläres, aber dann waren einige Splitter doch bemerkenswert …
David Miscavige: Tony Ortega präsentierte ein geleaktes Audio, das Ausschnitte der aktuellen Rede von Scientology-Führer David Miscavige bot – aufgenommen wurde sie am 16. März 2013 …
Kommentare und weitere Informationen auf dem Blog von Tony Ortega …
Tom Cruise: Von Miscavige ist es nur ein kurzer Weg zu dessen Busenfreund. Der bereist gerade die Welt, um seinen neuen Film Oblivion (Foto) anzupreisen. Auf seiner Rundreise wird ihm in Irland eine Auszeichnung verliehen, er wird in secret zum Honorary Irish gemacht. Warum das Ganze heimlich abläuft oder haben die Iren ihre naheliegenden Bedenken bei Cruise?
Hier ein Artikel im Irish Central dazu …
Nach jahrelanger und kritikloser Starverehrung, hinterlässt die Scientology-Nr. 2-Position von Cruise auch im österreichischen Boulevardblatt Kronenzeitung sichtbare Spuren: „Doch Cruise hat keineswegs nur Freunde unter den Filmbegeisterten. Im Gegenteil, dem Actionstar, der unter Produzenten als sichere Bank für klingende Kino-Kassen gilt, schwappt aus dem Internet viel Antipathie entgegen. Hauptgrund ist natürlich die bedingungslose Anhängerschaft an die als repressiv geltende Sekte der Scientologen. „Jemandem, der als Testimonial für eine menschen- und demokratiefeindliche Gruppe fungiert, die Aufwartung machen? NEVER!!!“, heißt es etwas in einem Posting, oder auch: „Der mag in seinen Filmen jemand sein. Im echten Leben – so viel man eben von ihm weiß – ist er mir jedenfalls zuwider oder zumindest gleichgültig.“ – hier ein Ausschnitt der Ausgabe vom 24. März 2013 …
John Travolta: Nachdem Travolta den Science-Fiction-Schinken Battlefield Earth von L. Ron Hubbard, zu dem sich eigentlich nur US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney öffentlich bekennt, im Jahr 2000 verfilmte, wurde dieser im Kampf um die Goldene Himbeere in sieben Kategorien acht Mal nominiert. Travolte räumte ab und Battlefield Earth wurde mit den Auszeichnungen Schlechtester Film, Schlechtester Hauptdarsteller (John Travolta), Schlechtester Nebendarsteller (Barry Pepper, nominiert war außerdem Forest Whitaker), Schlechteste Nebendarstellerin (Kelly Preston), Schlechtestes Leinwandpaar (Travolta mit „jedem der mit ihm zu sehen ist“), Schlechteste Regie (Roger Christian) und Schlechtestes Drehbuch (Corey Mandell und J. D. Shapiro) „geehrt“ – hier Wikipedia dazu …
„Ausgezeichneter“ John Travolta (Bildmitte) …
2005 reichten die Juroren anlässlich des 25-Jahrjubiläums der Goldenen Himbeere den „Ehrenpreis“ Schlechtestes Drama unserer ersten 25 Jahre nach. Bereits ein Jahr davor wurden die Produzenten von Battlefield Earth wegen Budgetbetrugs zu Strafzahlungen von 121 Millionen Dollar verurteilt. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt, aber irgendwie erinnert mich das an Scientology an sich und deren Prozess wegen bandenmäßigen Betrugs in Frankreich …
Davon unbeeindruckt plant Scientology nun, das ganze „Epos“ als Comic wiederauferstehen zu lassen – hier der entsprechende Artikel in Topless Robot …
Karen Blake: Absolut tragisch ist das Schicksal von Karen Black (Foto), US-Schauspielerin (Five Easy Pieces uvm.), jahrelanges Scientology-Celebrity-Mitglied, Scientology-OT-V, die an Krebs erkrankt ist und Geld sammelt, um sich eine Behandlung leisten zu können – hier ihre GoFundMe-Seite …
Louis Farrakhan, Nation of Islam …
Nation of Islam: Die Vereinigung zwischen der Nation of Islam (NOI) und Scientology dürfte erfolgt sein, wie ein Mail, das Mike Rinder auf seinem Blog leakte, zeigt. Damit hat Scientology einen effektiven und vor allem lukrativen Zugang zur afroamerikanischen US-Bevölkerung gefunden – hier das Mail, bei dem die Begriffe Sister und Brother die Zugehörigkeit zur NOI zeigen, da diese nur dort und nicht bei Scientology verwendet werden …
NARCONON Louisiana: Nach Oklahoma (Arrowhead) und Georgia beginnen sich nun auch in Louisiana ehemalige Mitarbeiter an Reaching the Tipping Point zu wenden, um über die Praktiken in diesen „Drogenrehabilitationszentren“ zu sprechen – hier der Bericht eines ehemaligen Mitarbeiters von NARCONON Louisiana …
Karen de la Carriere: Gemeinsam mit Angry Gay Pope hat de la Carriere, die Mutter des unter mysteriösen Umständen verstorbenen Alexander Jentzsch, den Videokanal Surviving Scientology eingerichtet – hier ihr erstes Video: Scientology killed my son …
Der Tod von Ed Brewer: Es dürfte irgendwann um die Jahrtausendwende geschehen sein, als Ed Brewer nach einem Autounfall verstarb. Brewer war Scientology-Mitarbeiter, als er mit anderen Mitarbeitern während eines Unfalls verletzt wurde.
Symbolfoto …
Anstatt Hilfe zu holen, liefen die anderen Scientologen in die Org, um das Office of Special Affairs (OSA) davon zu verständigen und zu fragen, was zu tun wäre. Bei der Rückkehr am Unfallort fand man Ed Brewer nur mehr tot auf – er war verblutet!
Es gibt nur sehr wenige Spuren im Fall Brewer. Eine davon ist ein Mail von Holy Smoke und die andere ein Interview von Jesse Prince (vormals Nummer 2 von Scientology) mit Factnet. Marty Rathbun und Mike Rinder sollten davon ebenfalls wissen – wieso haben sie bisher nie darüber gesprochen?
Die „Handhabung“ des eventuellen PR-Flops war Scientology wichtiger als ein Menschenleben!
Das Venn-Diagramm des irrationalen Schwachsinns: In der Mitte der vielfältigsten Anschauungen findet man Scientology – wobei ich nicht jede Auflistung der Autoren unterschreibe.
Was ich sehr wohl unterschreibe: Die Formel des Autors, die dementsprechend „Religiöser Schwachsinn + esoterischer Schwachsinn + pseudowissenschaftlicher Schwachsinn + paranormaler Schwachsinn = Scientology!“ lautet …
Zypern: Richtig teuer könnte es im Zuge der Wirtschaftskrise in Zypern auch für Scientology werden. Denn das Land war und ist wahrscheinlich noch immer ein beliebter Platz für die Scientologen, um ihr Geld zu parken. Nachdem jetzt bis zu 60% bei Konteninhabern mit hohem Guthaben von der Bank einbehalten werden, könnte das auch Scientology treffen …
Abschließend ein Foto, bei dem ich nicht weiß, ob ich weinen oder lachen soll: Ein Kleinkind beim Betrachten eines Propaganda-Videos in einer Scientology-Organisation – sozusagen: Hubbard-Sermon als Babysitter …
Und das Wort zum Sonntag: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
UPDATE:Tony Ortega präsentierte im Rahmen seines Sunday Service einige Goodies:
Eine neue Internetseite – Chanology Leaks – veröffentlichte ein interessantes „Jobangebot“ von Scientology: Statist in einem Scientology-Film – oder haben Sie geglaubt, dass die Scientologen dafür geeignet sind?
Vor allem, wenn es um Success-Testimonials geht, also um Personen, die den „Erfolg“ von Scientology dokumentieren, würde sich wahrscheinlich kein „Echter“ finden und so preist Scientology zwischen 100 und 200 Dollar Tagesgage für jedermann aus, wenn diese(r) seinen/ihren „Gewinn“ vor der Kamera erzählt …
Denver/Colorado …
Großraum Ohio – Kentucky – Cincinnati …
Scientology dürfte in den USA auf Bus-Werbung setzen, wie zwei Beispiele zeigen …
Portland “Ideale Org” …
Und die Ideale Org in Portland sieht auch nicht so aus, als wenn sie, wie angekündigt, in ein paar Wochen eröffnen würde …
Das Thema des gestrigen Blogs von Tony Ortega war der 50-Millionen-Dollar-Prozess zwischen Tom Cruise und der Bauer Media Group. Er berichtete über die “Einvernahme” von Tom Cruise in dieser Causa.
Das Kreuzverhör ist fiktiv und die Aussagen von Tom Cruise sind überzeichnet, aber im Grunde genommen könnten sie von jedem “fortgeschrittenen” Scientologen stammen – aber lesen Sie selbst …
Anwalt: Sagen Sie uns bitte ihren Namen.
Tom Cruise: Thomas Cruise Maphother IV, Euer Ehren.
Ich bin nur ein Anwalt, Mr. Cruise. Sie müssen nicht Euer Ehren zu mir sagen.
Whew. OK. Ganz kurz dachte ich, dass ich in wirklichen Schwierigkeiten wäre.
Versuchen Sie sich zu beruhigen. Können sie mir sagen, wie alt ihre Tochter ist?
In WOG-Jahren (1)?
Entschuldigung, was?
Gut, Sie wurde von dieser Suppressive Person 2006 „geboren“, aber gemäß ihrer Gesamtzeitspur, wissen sie, dass ist was Hubbard dazu sagt, ist sie Billiarden Jahre alt …
Milliarden?
Ganz sicher, sie ist steinalt. Sie mag bei diesem Zyklus „meine Tochter“ sein, aber einige Zyklen vorher war sie vielleicht ihre Mutter. Wer weiß das schon …
Sie haben ausgeführt, dass Scientology glaubt, dass wir inkarniert sind und dass unser Thetan zuvor schon viele Male in unterschiedlichen Körpern in einer endlosen Serie von Zyklen gelebt hat …
Wunderbar, sie haben also das Buch gelesen. Haben sie die Sauna auch absolviert?
Mr. Cruise, wir wollen sicherstellen, dass wir dieses Konzept verstehen. Sie sagen, dass Suri Cruise ihre Tochter ist, aber sie denken über sie, dass sie ein uralter, gestaltwandelnder Geist, der älter als alle bekannten Galaxien ist, während sie gleichzeitig eine 6 Jahre altes Mädchen ist?
Sie wird im April sieben Jahre. Aber ich denke, ihr Thetan wird sich über eine Ducati 1098 R als Geburtstagsgeschenk freuen. Solange sie zulässt, dass sich ihr alter Herr das Geld dafür ausborgt – denke ich mal? [Hysterisches Lachen]
Sind sie sich bewusst, Mr. Cruise, dass Scientologen sehr oft unzulängliche Eltern sind, die z.B. ihren Kindern erlauben, mit 12 oder 13 Jahren(2) der paramilitärischen Sea Org beizutreten? Begründet wird dies damit, was Scientology glaubt: dass Kinder eigentlich keine Kinder sind, sondern alte Seelen in einer kleinen Ausführung.
Schauen sie, es war nie beabsichtigt, dass Suri der Sea Org beitritt. Dave sagte, dass es viel besser sei, wenn sie auf den Covers der Zeitungen vorkommt.
Wenn sie Dave sagen, meinen sie damit Mr. David Miscavige, den Führer von Scientology?
Das können sie annehmen. Der Vorstandsvorsitzende. Großer Mann. Dave’s the man.
Wann haben sie Mr. Miscavige das erste Mal getroffen?
Das ganz erste Mal? Whoa. Lassen sie mich nachdenken. Ich glaube, dass das vor 37 Billionen Jahren auf einem Gefängnisplaneten war, der unmittelbar außerhalb des Orionnebels lag. Er hat mein Leben gerettet. Oder ich seines. Ich kann mich nicht genau erinnern. Aber das [scientologische] E-Meter hat bestätigt, dass wir seitdem beste Freunde sind. Beide keine 170 cm groß. Seit damals treten wir auch den bösen Psychs in den Arsch.
Sie sprechen über Erfahrungen von vergangenen Leben, die Scientologen machen, während sie die Sensoren dieses E-Meters in der Hand haben? Dieses E-Meter misst den psychogalvanischen Hautwiderstand – ist das korrekt?
Hautwiderstand? Shit, dieses Ding misst deine Gedanken, Bruder. Sie können nichts vor diesem Baby geheim halten.
Tom Cruise und David Miscavige …
Gehen wir in die Gegenwart zurück. Wann haben sie Mr. Miscavige in diesem Leben getroffen?
Nachdem mich Mimi reingebracht hat. So 1988. Nicht lange bevor ich Nic kennenlernte.
Sie haben also vor dem Ende ihrer Ehe mit Mimi Rogers, die sie in Scientology gebracht hat, und bevor sie Nicole Kidman kennengelernt haben, Mr. Miscavige getroffen. Können sie uns sagen, warum sie keine Kinder aus ihren ersten beiden Ehen hatten?
Ich berufe mich diesbezüglich auf den „Fünften“(3). Ein Fünftel Scotch. Liege ich da nicht richtig. [Hysterisches Lachen]
Sie haben gemeinsam mit Nicole Kidman zwei Kinder adoptiert, die jetzt Scientologen sind – ist das richtig?
Gerade aus und dann nach oben. Ich meine, dass sie es bis jetzt nicht vermasselt haben.
Das ist ein Ja, wenn wir es richtig verstehen. Sie verwenden den archaischen Militär-Slang von L. Ron Hubbard, der scheinbar in Scientology vorherrschend ist. Können sie uns sagen, was Mr. Hubbard über sie sagt und darüber, wie ihre Beziehung zu ihren Kindern aussieht?
Oh, ist das eine Fangfrage? Was Hubbard über mich sagt? Ich würde meinen: haben sie die Medaille gesehen, die ich verliehen bekommen habe? Sie hat die Größe eines Tellers. Dave gab sie mir, da ich der beste Freunde von Hubbard auf der ganzen Welt bin. Wissen sie, welcher Menschenfreund Hubbard war? Welches Genie? Wie das größte Genie, das jemals gelebt hat? Wissen sie, dass er sich die Nuklearphysik ausgedacht und den zweiten Weltkrieg gewonnen hat? Momentan ist er gerade dabei, „Target Zwei“ zu erfüllen und die bösen Psychs auszurotten.
Bedeutet das, dass sie sagen, dass L. Ron Hubbard nicht nach einem interessanten und menschlichen Leben am 24. Jänner 1986 gestorben ist?
Sie haben wahrscheinlich Entheta(4)-Seiten gelesen. Es ist eine wissenschaftliche Tatsache, dass L. Ron Hubbard seinen Körper freiwillig verließ, um Forschungen zu unternehmen, von denen sie nur träumen können, und die nur ohne Körper machbar sind. Es war Dave, der dies allen Scientologen 1986 im Palladium verkündet hat. Ich wünschte, ich wäre dabei gewesen.
Als Mr. Miscavige dies verkündete, trug er eine Navy-Uniform. Können sie uns sagen, was sie über die quasi militärische Struktur von Scientology und die Besessenheit im Hinblick auf Disziplin und Verhöre denken?
Das ist die Sea Org. Der Rest von uns bekommt keine Uniform. Ich wollte der Sea Org beitreten, aber mein Anwalt, Bert Fields, flippte aus, als der den Sea Org-Vertrag las und machte mir klar, dass dann eine Milliarde Jahre keine Tantiemen zu erwarten seien. Ich denke, dass er recht hat, aber die Uniformen von Dave sind wirklich knackig.
Sind sie sich dessen bewusst, dass Sea Org-Mitglieder nicht nur einen Arbeitsvertrag über eine Milliarde Jahre unterschrieben haben, sondern unglaubliche Arbeitszeiten fast ohne Bezahlung leisten müssen – oft 100 Stunden in der Woche und für einen Stundenlohn von 40 Cents?
Ich war oft in deren Hauptquartier nahe Hemet, Und es waren Sea Org-Mitglieder, die mein Auto hergerichtet und meinen Flugzeughangar gestrichen haben. Und auch mein Haus umgebaut und ein Weihnachtsessen gekocht haben. Sie sind wirklich ein hingebungsvoller Haufen.
Berührt es sie nicht, dass diese Leute sich dabei überarbeiten und dabei keine Zeit und keinen Kontakt zu ihren Familien haben – manchmal über Jahre hinweg?
Mann, sie hängen in der Gegenwart fest. Sie müssen einen ganzzeitlichen Blick auf die Dinge bekommen. Jenes Sea Org-Mitglied, das 14 Stunden lang Toiletten mit einer Zahnbürste putzt, gebot vor vierzig- oder fünfzigtausend Leben über einen Vergnügungsplaneten mit Sexsklaven. Uns allen blüht das, was wir in der Vergangenheit gemacht haben. Wir alle müssen büßen und es wieder gutmachen. Denken sie einmal an die Jahrhunderte der Buße, die ich vor mir habe, damit ich mit diesem Shit durchkomme!
Ist dies ihre Rechtfertigung für das Gesetz der Disconnection von Scientology, durch das Familien auseinandergerissen werden, wenn ein Mitglied beschließt, Scientology zu verlassen, dann zur Suppressive Person (SP) erklärt und seine Eltern oder Brüder und Schwestern, die noch bei Scientology sind, müssen jeden Kontakt mit ihm abbrechen?
Der SP hat es sich selbst „hereingezogen“. Alles was er jetzt tun muss: die Schritte A bis E (5) zu machen.
Wenn wir den Scientology-Jargon richtig verstehen: Dieser SP ist also selber daran schuld und hat sich das Dilemma selbst „hereingezogen“? Und dass dies alles wieder zurückgenommen wird, wenn die Schritte A bis E absolviert werden?
Sehen sie, es ist einfach zu verstehen. Und wir haben keine Zeit, über SPs Tränen zu vergießen. Wir haben einen Planten zu clearen. Und das bedeutet, dass wir das Wort hinaus bekommen müssen, indem wir Bücher in jede Bibliothek der Welt bekommen, für eine teure Werbeeinschaltung während der Super Bowl bezahlen müssen und während der Grammy-Verleihung und anderen Fernsehsendungen. Diese Scheiße funktioniert. Haben sie gesehen wie viele Organisationen Dave in den letzten Jahren eröffnet hat? Scientology hat in den letzten fünf Jahren stärker expandiert als in den letzten fünfzig. Das ist eine wissenschaftliche Tatsache.
Ja, wir wissen, dass Scientology behauptet, mehr als 10 Millionen aktive Mitglieder auf der Welt zu haben. Aber wenn das der Fall sein sollte, warum ist es dann nicht möglich, mehr als einige tausend Leute bei den jährlichen Veranstaltungen zusammenzubekommen? Auch auf Facebook und Twitter sind es nur einige tausend? Und dass sich in den USA nur 25.000 Personen zu ihrer Zugehörigkeit zu Scientology bekennen? In Großbritannien und Australien sind es etwas mehr als 2.000?
Die Super Bowl. Wir hatten eine Werbeeinschaltung während der allseits beliebten Super Bowl. Sie hätten den Neid der Mormonen sehen sollen.
Lassen sie uns das Thema wechseln. Wir wollen sie über Nazanin Boniadi befragen.
Nie von ihr gehört.
Hat Scientology sie nicht 2004 für eine Rolle in einem Film von ihnen ausgewählt? Und dann als ihre Freundin nach Penelope Cruz?
Schau ich wie ein Kerl aus, der ein Auswahlverfahren für eine Freundin braucht?
Ein halbes Dutzend ehemaliger Scientology-Mitglieder sagte aus, dass diese Auswahl stattgefunden hat, dass Boniadi drei Monate mit ihnen gelebt hat, bevor sie von Scientology-Sprecher Tommy Davis entsorgt wurde.
Da läutet keine Glocke.
Und dass sie mit ihr unglücklich waren, da sie wollten, dass ihr Schneidezahn herunter gefeilt werden sollte?
Jetzt läutet etwas. War diese Tussi aus dem Nahen Osten?
Scientology hat aber nicht nur ein Auswahlverfahren abgehalten, sondern Mr. Miscavige, ihr bester Freund, hat auch geheim während des Auditings aufgenommene Videos, in denen sie über intime Details ihres Sexuallebens sprechen, zur Unterhaltung anderer vorgespielt. Ehemalige Spitzenkräfte von Scientology bestätigen das. Wussten sie, dass Mr. Miscavige ihr Vertrauen derart missbrauchte?
Wenn ich dieses Gerücht glauben würde, wäre dies gleichbedeutend damit, dass ich die letzten 25 Jahre meines Lebens einer dicken Lüge aufgesessen wäre. Ganz nebenbei gesagt: Dave lässt mich die Mütze von Commodore Hubbard aufsetzen, wann immer ich das möchte.
Heißt das, dass es sie nicht irritiert, dass Scientology von einer Krise in die nächste taumelt? Ein Massenexodus von Langzeitmitgliedern, der Kollaps ihre Drogenentzugsprogrammes NARCONON, das PR-Fiasko, das durch eine Reihe jüngst erschienener Bücher entstand und ihre eigene Scheidung? Sind sie sich nicht bewusst, dass Scientology mehr einem großen Autowrack ähnelt?
Autowrack? Hey, ich weiß, was man mit einem Autowrack macht. Tatsächlich ist es so, dass Scientologen die Einzigen sind, die etwas im Falle eines Unfalls tun können – wussten sie das? Und bald wird meine uralte Tochter lernen, was ich exakt meine. Ich nehme sie jetzt in die Disney World oder ins Legoland mit und damit weg von ihrer SP-Mutter. Sind wir hier fertig? Dave und die Privatdetektive haben eine ganze Menge an Informationen darüber für mich.
Ich denke wir haben genug gehört. Zumindest für dieses Leben.
Zum Abschluss noch jenes interne Video (mit deutschen Untertiteln), das Scientology 2008 zensieren wollte und nach wie vor „Auskunft“ über das Denken eines Scientologen gibt …
Und dann ein Video der Verleihung der Freedom Medal of Valor an Tom Cruise – ebenfalls ein internes Video …
Und die Erklärungen: (1) WOG ist die Scientology-Bezeichnung für alle Menschen, die nicht Scientology-Mitglieder sind.
(2) Tony Ortega spricht in seinem Text an, dass 6- oder 7-jährige der Sea Org beitreten. Dies betrifft aber nur Kindern von Sea Org-Mitgliedern. Für die anderen Scientologen – Publics genannt – gilt ein höheres Aufnahmealter. Offiziell wird von rd. 15 Jahren gesprochen, inoffiziell werden bereits 12- und 13-jährige angeworben.
(3) Mit dem „Fünften“ meinte Cruise den Fünften Verfassungszusatz der USA, der besagt, dass niemand eine Aussage tätigen muss, wenn diese ihn selbst belastet.
(4) Jede Kommunikationsform, die Negatives über Scientology enthält.
(5): „A bis E“ sind eine Schrittfolge aufgrund der Scientology-Ethik-Doktrin, die ein sogenannter SP absolvieren muss, um wieder Mitglied bei Scientology werden zu können.
Ausgangspunkt war ein Bericht über die Vernachlässigung von Suri durch ihren Vater Tom Cruise und dass dieser Scientology über deren Glück gestellt hatte. Erschienen war dieser Artikel in den Klatschblättern In Touch und Life & Style. Cruise klagte daraufhin im Oktober 2012 die Bauer Media Group, der die beiden Blätter gehören, auf 50 Millionen Dollar.
Hier die Klage …
In der zweiten Runde des 50-Millionen-Prozesses wurde vom Anwalt von Cruise, Bertram Fields, u.a. die Bigotterie und der Hass auf Mitglieder von Minderheitsreligionen durch die Bauer Media Group ins Treffen geführt.
Der Hollywood Reporter schlussfolgerte nun, dass Cruise/Fields vor allem die Bigotterie des deutschen Verlages aufs Korn genommen haben – hier der Artikel in The Hollywood Reporter …
Diese wird offensichtlich durch einen Artikel in The Wrap bestätigt, wo spekuliert wird, dass Bauer Media sowohl „für Nazis, als auch die Pornoindustrie bzw. beide tätig ist“ – hier der Artikel in The Wrap …
Ich bin ganz sicher kein Fan der „Produkte“ der Bauer Media Group, die alle ziemlich tief fliegend daherkommen, aber was andererseits im Prozess Cruise vs. Bauer Media daherkommt, ist die alte „Verteidigungsstrategie“ von Scientology bzw. OSA: Deutschland bedeutet Nazis, in Kombination mit Porno fällt der Cocktail noch besser aus – das „Rezept“ kennt man seit den 90er-Jahren, als die „Nazi-Keule“ auf Helmut Kohl bzw. Deutschland niedersauste. Hier ein Artikel in DER SPIEGEL und die Dokumentation auf der Seite von Ingo Heinemann dazu …
Wie’s weitergeht? Weder Cruise noch Bauer Media ziehen zurück bzw. streben ein Settlement an. Andererseits wäre es wünschenswert, wenn die Verbindung von Tom Cruise und Scientology beleuchtet werden würde bzw. deren „Auswirkung“ auf das Verhalten von Cruise. Dahingehend bin ich mir allerdings nicht so sicher, dass die eher „leichtgewichtige“ Bauer Media Group dies anstrebt.
Schau ma mal …
UPDATE: Die Bauer Media Group (Heinrich Bauer-Verlag) und Scientology „kennen“ einander aus den 70er-Jahren, wo man sich untern dem Einsatz von beträchtlichen Geldmitteln ebenfalls vor Gericht traf. Damals prozessierte man in Deutschland und Scientology hatte u.a. nicht nur den Heinrich Bauer-Verlag geklagt, sondern auch das Bundeskriminalamt und die Deutsche Zentralstelle zur Bekämpfung der Schwindelfirmen e.V. geklagt.
Die Klage wurde vom Gericht abgewiesen, Scientology blieb auf ihren Anwalts- und Gerichtskosten bzw. jenen der Gegenseite sitzen.
Man munkelte bereits länger darüber, aber jetzt sickerten erste Informationen durch, die ich dem geschätzten Publikum natürlich nicht vorenthalten möchte: Tom Cruise wird demnächst den „Geistlichen“ des Außerirdischen-Psychokults Scientology geben …
Tony Ortega hat in seinem Blog aus dem Underground Bunker ein wahres Juwel hervorgezaubert: Connor Cruise, Sohn des Leider-nicht-größer-Toms, unternahm seinen zweiten Schritt im Film-Business im Remake von Red Dawn (Die rote Flut).
Während es im 1984-Original noch Russen und Kubaner waren, die in den USA einmarschierten, sind es diesmal, ja, es sind diesmal Nord-Koreaner, die bekämpft werden müssen – und das ab Ende November in den US-Kinos.
Warum der 17-jährige Connor im Film so jung aussieht, ist auch leicht erklärt: Eigentlich hätte der Film schon 2010 in die Kinos kommen und ihm derart seinen zweiten Flop nach Seven Pounds (2008 – Sieben Leben) einbringen sollen, aber MGM bekam Finanzprobleme und so musste er bis bis jetzt auf seinen Auftritt warten.
Mit diesem „gnadenlosen“ Film hat er aber seine Goldene Himbeere (Razzie Award) so gut wie in der Tasche und ist damit Klubkollege von John Travolta, der für die Verfilmung von Hubbards Battlefield Earth dabei auch groß abräumte.
Und während wir uns noch freuen, dass der Battlefield Earth-Fan Mitt Romney nicht US-Präsident wurde, der Trailer des Streifens …
Und natürlich der Blog von Tony Ortega dazu – mit einigen anderen Scientology Sunday Funnies …
Nach ihrer Scheidung vom Pin-up von Scientology dachte Katie Holmes wahrscheinlich, dass Tom Cruise nicht mehr so präsent in ihrem Alltag sein würde. Dabei hat sie nicht mit „Findigkeit“ von Scientology gerechnet.
Holmes wohnt in New York in der Nähe der Subway-Station in der West 23nd Street, benutzt die dortige Subway und dort wurden nun von der New York Post drei Plakate gesichtet, die für Scientology werben – Slogan: „Suchen Sie nach Antworten im Leben?“ –, an denen Katie Holmes nicht vorbei kann, ohne sie zu sehen.
Tom Cruise ist dabei auf den Plakaten zu sehen, wie er aus welchen Gründen auch immer das Empire State Building im Visier zu haben scheint.
In anderen New Yorker Subway-Stationen finden sich die Plakate auch – aber nur eines pro Station.
Tom Cruise und Psychokult-Führer David Miscavige …
In den letzten Wochen war darüber spekuliert worden, ob Tom Cruise den Psychokult verlässt oder nicht. Verschiedene Indizien deuteten darauf hin, dass dies möglicherweise der Fall sein könnte.
Doch dann kam der 20. Oktober 2012, Scientology feierte sich anlässlich des ISA-Jahrestages selbst und Tom Cruise nahm am gleichzeitig stattfindenden Patron’s Dinner der International Association of Scientologists teil.
In Begleitung einer dunkelhaarigen Dame, so ein Gast, und stolz seine ihm vor Jahren verliehene „Freiheitsmedaille für Mut“ tragend, nahm Cruise am Dinner teil, für das Scientologen bis zu 2.000 Pfund auf den Tisch des Hauses blätterten. Dafür durften sie abschließend dem Hollywoodianer die Hand schütteln.
Zur Abrundung ein Ausschnitt jener denkwürdigen Verleihung der „Freiheitsmedaille für Mut“, die Tom Cruise von seinem Buddy, Sektenführer David Miscavige, verliehen bekam bzw. der anschließenden “Dankesrede” – samt Medaille und seiner Frage „Wollen wir diesen Ort säubern?“ …
Und der entsprechende Artikel in der englischen Daily Mail dazu …