Die sonntägliche Betrachtung von Scientology – 20. Woche 2013: Umfangreiche Nachlese zum Portland-Skandal, NARCONON, DER SPIEGEL, Stacy’s Law, Rock Center, Sea Org, Anonymous, Tankstellen-Business, OSA und …

Daily Mail: Links das Scientology-Photoshopping, rechts die Wirklichkeit ...

Daily Mail: Links das Scientology-Photoshopping, rechts die Wirklichkeit …

Scientology-Photoshopping: Die Topmeldung der abgelaufenen Woche betraf zweifellos das betrügerische Photoshopping von Scientology, als die Sekte ihre Anhängerschaft bei der Eröffnung der Portland-Organisation am 11. Mai 2013 um das Vierfache „mutierte“ – statt rd. 600 waren es plötzlich 2.500 …

Die englische Daily Mail berichtete darüber – und musste den Artikel mittlerweile wieder entfernen. Scheinbar waren die Anwälte von Scientology besser als ihre Grafiker – sozusagen In Memoriam ein Bildmotiv des gesperrten Daily Mail-Artikels

Der Standard aus Österreich hält derweil die „Print-Stellung“ und Yahoo brachte ein Video dazu …

Aber nochmals zum Photoshopping-Betrug von Scientology: ESMB (Ex-Scientologist-Message-Board) hat einige Personen „gefunden“, die Scientology in ihr Bild photoshopped hat – hier nochmals die Ausgangsbasis, das Photoshopping-Bild von Scientology mit den durchnummerierten Personen …

19052013 02 Scientology Original-Photoshopping

Hier dann, wo diese Personen in Wirklichkeit „herkamen“ …

19052013 03 Scientology Woher die Leute kamen 1

19052013 04 Scientology Woher die Leute kamen 2

Eine höher auflösende Version der Bilder findet man auf ESMB

Mark Bunker (Xenu-TV) war bekanntlich auch vor Ort und filmte, was er filmen konnte …

In einer längeren Fassung führte Bunker ein Gespräch mit einer Scientologin in Portland …

Mark Bunker drehte aber nicht nur rund um die Portland-Eröffnung, sondern war zum Thema auch in einigen Radiosendungen zu Gast – z.B. in Terry Boyd’s World

Und in der Lars Larson Show

Der Vollständigkeit halber noch das Bunker-Video mit der Rede von David Miscavige in Portland – man versteht so gut wie nichts und sie ist eher für Lippenleser geeignet, da „man“ bei Miscavige den Ton leiser gedreht hat. Aber man kann davon ausgehen, dass er nur den üblichen Scientology-Sermon heruntergebetet hat … ;-)

Zwischendurch musste sich Mark Bunker auch mit John Allender auseinandersetzen. Allender, OT VIII und ein verhaltensauffälliger „Pitbull“ von Scientology, wollte Bunker vom Filmen abzuhalten – in letzter Instanz, indem er versuchte, der Kamera Bunkers habhaft zu werden. Es gibt kein Bildmaterial der Attacke, da Bunker gerade Miscavige filmte, aber akustisch bekommt man mit, was abging …

In den „Drehpausen“ fiel Mark Bunker ein Flyer in die Hände, in dem Scientology allen Ernstes behauptet, aus Portland die “erste Scientology-Stadt machen zu wollen” – nur Werbung oder steckt eine Plan dahinter?

Anklicken zum Vergrößern ...

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Portland Flier Innen

Jeff Hawkins, Ex-Sea Org-Mitglied, war ebenfalls anwesend und drehte auch ein Video …

OTVIIIisGrrr8 wiederum machte einen Vorschlag für zukünftige Veranstaltungen von Scientology: Man sollte Dummies einsetzen …

19052013 03 OTVIIIisGrrr8 crowds-1

Nett bekleidet würden sie eine würdige Kulisse für das Geschwafel von Sektenchef David Miscavige abgeben und auch keine Skandale verursachen …

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Und obwohl OTVIIIisGrrr8 darauf hinwies, dass man derart die Teilnehmerzahlen bis zu unglaublichen 25 Millionen hochschrauben könnte und die „Besucher“ durchaus dem Emotionsniveau eines durchschnittlichen Scientologen entsprachen, kam von Sektenchef David Miscavige keine Reaktion auf diesen Vorschlag …

David Miscave, der etwas lädiert aus dem Anzug blickte …

David Miscave, der etwas lädiert aus dem Anzug blickte …

NARCONON Gulf Coast: Diesbezüglich gibt es eine neue Klage zu vermelden. Heidi und Nathaniel Gore verklagten NARCONON Gulf Coast – Grund der Klage: Ihnen gegenüber wurde der Umstand verschwiegen, dass NARCONON zu Scientology gehört, während ihnen 40.000 Dollar abgenommen wurden. Als sie dies herausfanden und das „Programm“ beendeten, wurde ihnen versprochen, dass sie ihr Geld zurückerhalten würden, was nie geschah. Hier die Klagschrift …

Und als PDF

NARCONON Georgia: DER SPIEGEL und FOCUS brachten diese Woche Berichte dazu. DER SPIEGEL schrieb unter der Überschrift „Sturm auf die Festung Scientology“ u.a.: „Es war Ende April, ein Freitag, als die Ermittler am frühen Morgen vor der Entzugsklinik in Norcross anrückten, ein kleiner Ort nördlich von Atlanta. Eine Razzia ist immer überraschend, diese kam aber besonders unerwartet. Das letzte Mal, dass Behörden in den USA eine mit Scientology verbandelte Einrichtung mit einem Durchsuchungsbefehl konfrontierten, ist 36 Jahre her.

Ermittler des FBI waren 1977 in Washington und Los Angeles in Büros der Sekte eingedrungen, weil sie Beweise für eine geheimdienstliche Operation gegen die Regierung der Vereinigten Staaten suchten. Der damalige Verdacht: Mitarbeiter von Scientology hätten Bundesbehörden infiltriert und Dokumente gestohlen. In Folge der Razzia wurden elf Führungskräfte der Organisation wegen Einbruchs in Regierungsgebäude, Diebstahls von Dokumenten und illegaler Abhörmaßnahmen verurteilt, darunter Mary Sue Hubbard, Ehefrau des Sektengründers L. Ron Hubbard.

Seither schienen sich Polizisten von Scientology fern zu halten, als umgebe die Organisation ein Schutzschild gegen weltliche Interventionen. Doch schon seit einiger Zeit ermitteln Beamte gegen Narconon Georgia, die Klinik außerhalb von Atlanta.“

Hier der ganze SPIEGEL-Artikel

Stacy’s Law in Oklahoma: Zum neuen Gesetz rund um die Zulassungsbedingungen von Einrichtungen in wie NARCONON beschäftigte sich der Sender KJRH mit der Thematik …

19052013 06 Rock Center Brian Williams Quelle Huffington Post

Aus für Rock Center: Die Huffington Post berichtete, dass NBC ihr Format Rock Center mit Brian Williams (Foto) einstellt. Keine Ahnung warum, aber die Berichterstattung rund um NARCONON war exzellent. Hier zwei Beispiele dafür …

19052013 07 recruitment

Sea Org-Werbung: Tony Ortega brachte bei seinen Sunday-Funnies ein Werbesujet (Foto oben) der paramilitärischen Sea Org, das richtig zahm daherkommt, wenn man an den Background dieses „Militärordens“ denkt. Zuvor präsentierte man sich „zünftiger“ …

19052013 08 SeaOrg Photoshopped

Uups, jetzt wird doch nicht der pöse, pöse Photoshopping-Dämon beim Text zugeschlagen haben?

Anonymous gegen Scientology: Bei den monatlichen Protestveranstaltungen ist zunehmend Kreativität zu sehen – so z.B. am 11. Mai 2013 in Frankfurt …Anonymous gegen Scientology: Bei den monatlichen Protestveranstaltungen ist zunehmend Kreativität zu sehen – so z.B. am 11. Mai 2013 in Frankfurt …

19052013 10 Frankfurt

Oder am gleichen Tag in Berlin, wo ein Dance Mob stattfand …

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Tankstellen-Business: Nachdem sich bei Scientology Fiasko an Fiasko reiht, wurde OTVIIIisGrrr8 der Entwurf einer Tankstelle zugespielt, die in Kombination mit einer „Idealen Org“ von Scientology bzw. deren Sea Org betrieben werden soll …

The End: Zum Abschluss der heutigen Betrachtung ein Video, das einen Scientologen zeigt, der gerade „Bananas“ geht und Anti-Scientology-Demonstranten attackiert …

Einer geht doch noch: Ein Fundstück aus dem Internet, das veröffentlich werden wollte …

Piss auf OSA

Womit ich auch diesen Sonntag beim Wort zum Sonntag angelangt wäre: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”

Fotos: Scientologypublikationen (5), Daily Mail, Screenshot, OTVIIIisGrrr8 (4), Huffington Post

Der „Fortführungsantrag“ von Scientology im Detail (3): Ein Re-Blog über Anonymous und ein aktuelles Video über selbige …

Scientology versucht im Fortführungsantrag an die Staatsanwaltschaft alles, um mich als Auftraggeber bzw. Mitbeteiligten des E-Mail-Hacks im Vorjahr „zu präsentieren“. Entsprechend der schrägen Scientology-„Logik“, wurde dabei mein Kontakt zur Gruppe Anonymous bei den Anti-Scientology-Demonstrationen bzw. meine entsprechenden Blogs als „Beweis“ angeführt. Aber auch, dass ich bei der ersten Anonymous-Demo 2008 in Wien dabei war, jemand gepostet hatte, dass ich Flyer für die Demos bereitstellen würde usw.

Als besonderes Goodie wurden dann von Scientology ein Blog aus dem Dezember 2011 präsentiert, in dem ich meinen persönlichen Dank an Anonymous aussprach und einen prominenten Mitkämpfer präsentierte: Mahatma Gandhi.

Nachdem ich in der Vergangenheit immer wieder Blogs löschen musste, um derart Platz in meinem limitierten Webspace zu schaffen, hatte ich u.a. diesen Blog gelöscht. Im Rahmen der jetzigen „Beweisführung“ von Scientology, ist es mir aber eine Ehre, den Blog aus dem Dezember 2011 nochmals zu bloggen …

Mahatma Gandhi …

Mahatma Gandhi …

„Mein Persönlicher Dank an Anonymous und ein weiterer Unterstützer …

Das Jahr neigt sich zu Ende, ein Jahresrückblick jagt den anderen und es ist ja auch wirklich Zeit, einen Blick zurückzuwerfen.

Dabei ist es eine Gruppe, die seit 2008 kontinuierlich gegen Scientology auftritt, Monat für Monat demonstrierte und mit ihren Guy-Fawkes-Masken schon zu einem Markenzeichen im Protest gegen Scientology geworden ist. Diese Masken dienten u.a. dem persönlichen Schutz vor der Verfolgung durch den scientologischen Geheimdienst Büro für Spezielle Angelegenheiten (OSA), die bei jeder Demo fotografieren und filmen, um danach Einzelne zu verfolgen, zu desavouieren usw.

Anonymous hält dabei das hoch, was Mahatma Gandhi vorgab: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du!“

Vielen Dank dafür, dass jeder einzelne Anonymous dem Protest ein Gesicht gibt und jedem Opfer von Scientology eine Stimme!

Es war daher auch nur logisch, dass Mahatma Gandhi die Ehrenmitgliedschaft annahm – und die Maske aufsetzte …“

Soweit der Blog aus dem Dezember 2011.

Im April 2013 beschäftigte sich das Magazin FAN mit der Thematik Anonymous und deren Kampf gegen Scientology – hier der Bericht dazu …

Foto: Anonymous

EILMELDUNG: Scientology beginnt Mitglieder von Anonymous bis in deren persönliches Umfeld zu verfolgen!

Anonymous Berlin bei einem „Flash-Raid“ vor einem Scientology-Stand in Berlin …

Anonymous Berlin bei einem „Flash-Raid“ vor einem Scientology-Stand in Berlin …

Dass Scientology keine Freude damit hat, wenn Anonymous in Berlin vor einem ihrer sogenannten „Stresstest-Stände“ auftaucht, kann man sich vorstellen: Sie sind derart Garant dafür, dass der Stand leer bleibt und die Einzigen, die Stress haben, die Scientologen sind.

Man kann es auch so sagen: Anonymous sorgt mit diesen Aktionen dafür, dass niemand in die Falle namens Scientology tappt.

Stresstest-Stand von Scientology in Berlin ...

Stresstest-Stand von Scientology …

Aus Scientology-Sicht bedeutet dies natürlich eine permanente „Geschäftsstörung“ und es ist letztendlich auch nicht verwunderlich, dass Sabine Weber, Präsidentin von Scientology Berlin, in ihrem OSA-„Nähkästchen“ kramte und aus ihrer OSA-Sicht „fündig“ wurde.

Scientology bzw. OSA verteilt(e) einen Flyer über einzelne Anonymous-Mitglieder in Berlin, wo deren persönliche Daten veröffentlicht werden!

Scheinbar hatte man einzelne Mitglieder von Anonymous nach ihren Protestaktionen gegen Scientology beschattet und derart deren Adressen und Namen „ausfindig“ gemacht.

Die schwarz abgedeckten Teile beinhalten die persönlichen Daten der einzelnen Anonymous-Mitglieder und sind deshalb abgedeckt, da eine behördliche Ermittlung läuft. Sie beinhalten u.a. Namen, ein Bild ohne Maske, Berufsbezeichnungen, Adressen, Lebensumstände von Einzelnen.

Mehr in Kürze – hier einmal der Scientology-Flyer …

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Fotos: Anonymous

Guy Fawkes: Remember, remember the Fifth of November …

Der heutige 5. November hat zwar mit Guy Fawkes (Foto) zu tun, aber nicht unbedingt im Sinne unreflektierter Guy Fawkes-Fans. An diesem Tag im Jahr 1605 wurde nämlich das Sprengstofflager, das Fawkes und seine Mitverschwörer unter dem englischen Parlament angelegt hatten, entdeckt und er wurde verhaftet.

Ein Tag zum Feiern ist es seitdem vor allem im protestantischen/anglikanischen England, das die Bonfire Night mit Fackelzügen und Feuerwerken begeht – das Kinderlied Remember, remember the Fifth of November lauter daher auch:
„Remember, remember the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I know of no reason why gunpowder treason
Should ever be forgot.“

Die historische Figur Guy Fawkes ist weder eine positive noch eine negative, sondern er ist ein Kind seiner Zeit. Im 16. und 17. Jahrhundert fand in Europa die Reformation (Protestanten) und Gegen-Reformation (Katholiken) statt, die im 30-jährigen Krieg mündete. Fawkes war Katholik, die Mehrheit der Engländer Protestanten, was aus seiner Sicht zur Verschwörung samt Sprengstoffattentat führte. Dabei ging es um Macht bzw. dem Wiederlangen von Macht, Fawkes verlor und wurde am 31. Jänner 1606 gehängt.

Eine völlig andere Bedeutung bekam Guy Fawkes durch den Film V wie Vendetta, wo es um die Bekämpfung eines faschistischen Systems ging und wo Guy-Fawkes-Masken im Kampf gegen dieses das erste Mal auftauchten – hier ein Filmausschnitt …

Der 5. November wurde im Film der Wachowski-Brüder (Matrix) als jener Tag auserkoren, an dem die Revolution bzw. die Beseitigung des totalitären Systems stattfinden sollte.

2008 formierte sich dann das Internet-Kollektiv Anonymous und griff die Guy-Fawkes-Masken als Erkennungszeichen bzw. Symbol, aber auch zum Schutz der eigenen Identität auf. Wie schon im Film ging es gegen faschistische Bestrebungen und Organisationen und eine der ersten war diesbezüglich Scientology.

Hier boten die Masken neben der Symbol- die angesprochene Schutzfunktion der Demonstranten, da der scientologische Geheimdienst Büro für Spezielle Angelegenheiten (OSA) von der ersten Minute an ebenfalls „aktiv“ war.

Es sind vor allem die monatlich stattfindenden Demonstrationen im Rahmen der Operation Chanology, die nunmehr seit fast 5 Jahren einen Stachel im Fleisch von Scientology darstellen – hier ein Link zu einem Blog über Anonymous …

Scientology liebt Listen aller Art und diese wahrscheinlich besonders: Ehemalige Scientologen, die sich gegen den Psychokult aussprechen …

Why-we-protest hat die Namen all jener zusammengetragen, die Scientology verlassen haben und darüber sprechen – mittlerweile sind es 2004 Personen, die sich öffentlich dazu bekennen und sich dem Kult entgegenstellen.

Wobei es nicht ganz stimmt, da viele den „offiziellen“ Psychokult, der momentan von David Miscavige geführt wird, verlassen haben und zur Abspaltung von Marty Rathbun gewechselt sind.

Aber immerhin haben sie einmal der Hardcore-Abteilung von Scientology den Rücken gekehrt und bieten einen Einblick in deren „Tagesgeschäft“.

Hier also die Liste – der scientologische Geheimdienst OSA wird sie garantiert heiß und innig lieben – mit jeder Menge Links und Informationen …

Und als PDF

„The Colbert Report“: Scientology-Special über Xenu, Wikipedia, Anonymous, Tom Cruise, Mitt Romney, „Battlefield Earth“ …

Mitt Romney, vielleicht der nächste US-Präsident und sein Lieblingsbuch: „Battlefield Earth“ von L. Ron Hubbard …

The Colbert Report ist eine US-amerikanische Late-Night-Comedyshow, die seit 2005 auf Comedy Central läuft. Moderator ist Stephen Colbert.

Am 10. September 2012 nahm sich Colbert in seiner Sendung Scientology im Allgemeinen und Xenu, Wikipedia, Anonymous, Tom Cruise, Mitt Romney, sowie dessen Lieblingsbuch, Battlefield Earth von L. Ron Hubbard, im Speziellen vor – machen Sie sich selbst ein Bild davon …

Ein erster Rückblick: “The Master”, Anonymous, ARD, Debbie Cook, Lindsay Lohan und …

Philip Seymour Hoffman als L. Ron Hubbard in "The Master" …

Der Film The Master von Paul Thomas Anderson: Obwohl offiziell noch immer nicht davon gesprochen wird, ist es im zweiten Trailer zum Film immer klarer, um wen es geht. Wie im wirklichen Leben sagt u.a. Philip Seymour Hoffman, dass er „Schriftsteller, Mediziner, Nuklearphysiker und Philosoph“ sei – Worte, mit denen sich L. Ron Hubbard auch beschrieb. Hier der zweite Trailer des Films, der im Herbst/Winter 2012 in die Kinos kommen soll …

Kurz zum Inhalt: Im Film geht es darum, dass nach dem 2. Weltkrieg ein „Schriftsteller, Mediziner, Nuklearphysiker und Philosoph“ (Lancester Dood – Hoffman) einen religiösen Kult startet, dessen Ehefrau zufälligerweise wie jene von Hubbard auch Mary Sue heißt. Ein Landstreicher (Joaquin Phoenix) wird zu seiner rechten Hand – und beginnt daran zu zweifeln, als der Kult immer fanatischer wird.

Und hier der Link zur Village Voice, wo Einzelnes noch detaillierter beschrieben wird.

Dann gab es noch einen guten Artikel über Anonymous und deren Kampf gegen Scientology in der Welt-Online – Tenor: „In Deutschland bekämpfen Anonymous-Aktivisten aber auch ihren Erzfeind Scientology – mit simplen Mitteln und bemerkenswerten Erfolgen.“

Und dann nähert sich die nächste dunkle Wolke für OSA/Stettler/Busch/Thonauer usw. – konkret: im ARD läuft am 26. Juni 2012, 22.45 Uhr, die 90-minütige Dokumentation „Die Spitzel von Scientology“.

Gegenüber dem ARTE-Film wurden einige Teile ausgetauscht und durch andere Inhalte ersetzt, die Scientology ins rechte Licht rücken – ein Pflichttermin!

Debbie Cook …

Dann gab es noch News von Debbie Cook. Sie erinnern sich, das war jene Dame, die zuerst Jahrzehnte im Rahmen der paramilitärischen Sea Org für Scientology gearbeitet hat, dann kurz zu einer Art Dissidentin wurde und letztendlich wieder in den Schoß von Scientology zurückgekehrt ist, nachdem sie zuvor eine satte Millionenabfindung erhalten hat. Sie schweigt seitdem eisern – war die Bedingung für die Millionen – und ist jetzt in die Karibik ausgewandert. Schade, sie hätte noch einiges über das Innenleben von Scientology erzählen können – hier ein Artikel dazu …

Last, not least eine Exklusiv-Nachricht von Promiflash, dass sich die Skandalschauspielern Lindsay Lohan mit dem Gedanken tragen soll, Scientology beizutreten – boshaft könnte man jetzt sagen: Scientology scheint „aufzurüsten“. Nachdem Luka Magnotta nun im Gefängnis sitzt, soll ihn Lohan ersetzen – oder sitzt die auch gerade? Richard „Mörtel“ Lugner würde dies auf jeden Fall freuen. Nachdem er erfolglos versucht hat, Lohan für den Wiener Opernball einzukaufen, könnte man sich vielleicht bei der einen oder anderen Scientology-Veranstaltung sehen – hier der Link

Lindsay Lohan ...

Und dann gibt es ja noch den Stettler für den Monat Juni, der wiederum, obwohl das Monat noch nicht vorbei ist, bereits vergeben wird, da das Ergebnis derartig eindeutig ist, dass dies zum Zwang führt. An der Spitze des Votings stehen aber zwei Personen und daher wurde die endgültige Wahl noch um einen Tag verlängert. Daher wird es morgen wieder heißen: „And the Stettler goes to …“

Der "Stettler" ...

Fotos: Promiflash, Village Voice (2), Screenshot, Die Welt

Der Geburtstag von L. Ron Hubbard, Elli und Jeremy Perkins …

Das Siegerbild beim „Hubbard-Gedenkturnier“: Hannibal Hubbard und David Miscavige ...

An diesem höchsten „Feiertag“ der Scientology-Sekte bleibt einem eigentlich nur eines über: Man veranstaltet ein Hubbard-Gedenkturnier, bei dem die besten Hubbard-Fotomontagen gekürt werden, die Anonymous produziert hat und kramt dann noch ein historisches Filmdokument aus dem Jahr 1967 hervor, in dem Hubbard ganz ehrlich auf die Frage „Haben Sie jemals daran gedacht, verrückt zu sein?“ mit „Oh, ja …“ antwortete.

Aber zuerst das Ranking im Hubbard-Gedenkturnier

Wie gesagt, unangefochten auf Platz 1 – fast 41% stimmten dafür: Hannibal Hubbard und „Slappy“ Misavige

Mit Respektsabstand (22 %) folgt dann die Nummer 2: Not so bad – isn’t it?

Auf Platz 3 (13 %) dann Münchhubbard: Unglaublich und ganz sicher erlogen

Und hier die angesprochene Dokumentation über L. Ron Hubbard und Scientology aus dem Jahr 1967 – sehenswert …

Was mir sonst noch zu diesem „Festtag“ einfallen sollte?

Man kann sich über Hubbard und Scientology lustig machen, aber deren „Tagesgeschäft“ produziert eine immer länger werdende Liste von Opfern, die einem jedes Lachen schon im Ansatz erstickt!

Und daher zur eigentlichen „Feier“ des 101. Geburtstags:

Elli Perkins wurde am 13. März mit 77 Messerstichen ermordet …

Die Geschichte von Elli und Jeremy Perkins ist die Tragödie einer Scientologenfamilie – so wie sie täglich passieren könnte, wenn verschiedene Faktoren zusammentreffen. Opfer sind eigentlich alle Beteiligten – Täter ist nur einer: Scientology.

Auf der einen Seite stand die Mutter, Elli Perkins, Geschäftsfrau und hochrangige Scientologin in Buffalo, New York. Ihr Mann und ihre anderen Kinder waren ebenfalls Scientologen und teilten u.a. die „Einstellung“ von Scientology gegenüber der Psychologie und Psychiatrie.

Dies betraf vor allem den Sohn von Elli, Jeremy, der an Schizophrenie litt – und gemäß der Scientologydoktrin jede psychologische/psychiatrische Behandlung ablehnte. Jeremy „hielt“ sich ausschließlich an die Scientology-Vorgaben – Auditing, Vitamine usw.

Jeremy Perkins …

Darüber hinaus wollte er der scientologischen Sea Org beitreten, dem paramilitärischen Arm von Scientology. Die Sea Org nahm ihn aufgrund seiner psychischen Probleme nicht auf und er ging in weiterer Folge zu einem scientologischen Osteopathen, Dr. Conrad Maulfair, der ihm weitere Vitamine verschrieb.

Jeremy lehnte auch diese schließlich ab und am 13. März 2003, dem Geburtstag von L. Ron Hubbard und höchsten „Feiertag“ von Scientology, ermordete er seine Mutter mit 77 Messerstichen.

Er wurde verurteilt und wird seitdem im Rochester Psychiatric Center behandelt – vielleicht seine erste wirkliche Chance im Leben.

Und wie reagierte Scientology darauf?

Innerhalb weniger Tage wurde versucht, jede Verbindung zwischen Jeremy und Scientology zu vertuschen. Die ganze Familie Perkins sagte sich – gemäß den Vorgaben von Scientology – von Jeremy los. Scientologischer Fachausdruck: Disconnection.

Zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, trat Danielle Perkins in einem Video von Scientology auf – und pries deren „Vorgaben“, die zuvor ihren Bruder zum Mörder werden ließen …

Der US-Sender CBS versuchte nach dem Mord an Elli Perkins die Hintergründe in diesem Drama auszuleuchten – hier die Videos dazu …

Hier noch ein Link zum Weiterlesen

Fotos: Anonymous (3), Screenshot ABC/CBS, Buffalo News