Schlagwort-Archiv: Australien

Bryan Seymour sprach in der australischen Talkshow „The Daily Edition“ über den Scientology-Ausstieg von Leah Remini …

http://youtu.be/V3_VfIENR6U

Der australische Journalist Bryan Seymour berichtet üblicherweise in der Sendung TodayTonight über Missbrauchsfälle in Scientology – hier über Shane Kelsey, der im Alter von 6 Jahren in die Sea Org „rekrutiert“ wurde, mit 18 im Scientology-Straflager RPF landete und mit 20 flüchten konnte …

http://youtu.be/78XZEPOhptA

Hier noch mein Blog zum Fall Shane Kelsey …

Und ein aktueller Artikel in der englischen Daily Mail

Man kennt nur wenige Fakten: Dreizehn Selbstmorde, ein Mord und ein mysteriöser Tod in Scientology …

RIP quelle forbes

Gemäß der Seite They should not have died und anderen Quellen gab es eine Reihe von Selbstmorden in Scientology, über deren Hergang usw. sehr wenig bekannt ist …

Australien:

Elaine (Nachname nicht bekannt) beging 1979/80 in Sidney Selbstmord.

Dänemark:

Gitte, Mitarbeiterin der Scientology Mission Lyngby, beging Selbstmord in FLAG.

England:

Rita (Nachname nicht bekannt) wurde depressiv, was unbehandelt blieb, da Scientology Psychiatrie/Psychologie ablehnt. Im März 1987 brachte sie sich um, indem sie die Auspuffgase ihres Autos einatmete.

Frankreich:

Francois (Nachname nicht bekannt) beging im Alter von 30 Jahren Selbstmord, nachdem er zuvor 80.000 FF für Purification Rundown und Auditing bezahlt hatte. Er hinterließ eine Nachricht, dass er noch leben glücklich leben würde, wenn es Scientology nicht gäbe.

Der 25-jährige X (Vor- und Nachname nicht bekannt) schnitt sich die Pulsadern auf – er hinterließ ebenfalls eine Nachricht: „Geh zu Scientology und du wirst alles verstehen!“

Italien:

Oscar A. erhängte sich am 21. September 1987 in Brescia, nachdem er zuvor versucht hat, seine mentalen Probleme mit Scientology zu „lösen“. Nach seinem Ausstieg wurde er u.a. mit Telefonanrufen und psychologischen „Mitteln“ drangsaliert, bevor er Selbstmord beging.

Neuseeland:

Gifford (Nachname nicht bekannt) beging 1978 Selbstmord.

Der 20-jährige Paul Cooper beging am 12. November 1998 in Auckland Selbstmord.

Ross Cooper, nicht verwandt mit Paul, beging Ender der 80er-Jahre in Christchurch Selbstmord.

Schweiz:

Jean-Louis (Nachname nicht bekannt) starb am 3. Dezember 1990 in Paris.

1996 starb der Sohn eines Scientologen, nachdem ihn dieser von einer Klippe gestoßen hatte – Grund: sein Vater konnte sich das Auditing bei Scientology und den Unterhalt seiner Familie nicht mehr leisten. Der Mann ging ins Gefängnis, Scientology gelang es, den Fall zu vertuschen.

USA:

Ernie (Nachname nicht bekannt) beging Ende der 70er-Jahre in Los Angeles Selbstmord.

Der Scientologe X (Vor- und Nachname nicht bekannt) sprang 1978/79 von der Freemont Bridge in Portland.

Der Scientologe X (Vor- und Nachname nicht bekannt) sprang Anfang der 80er-Jahre vom Hanover Bank Building in New York.

Die Scientologin X (Vor- und Nachname nicht bekannt), Tochter von OT VIII Megan Shields und Großspenderin für Scientology-Super Power (250.000 Dollar), erhängte sich um das Jahr 1990 in der Dusche.

Foto: Forbes

Die sonntägliche Betrachtung von Scientology – 12. Woche 2013: Irland, Holland, Deutschland, USA, Kanada, Taiwan, der geplante Betrug …

In Anbetracht der Tatsache, dass mittlerweile derartig viele Meldungen über Scientology und deren Machenschaften gebloggt werden und ich nicht nachkomme, diese ebenfalls zu bloggen, werde ich zukünftig die aus meiner Sicht wesentlichen Dinge am Sonntag zusammenfassen und dann mit einem „Wort zum Sonntag“ schließen. Man könnte auch sagen, dass ich dies in Anlehnung an das Sunday Service von Scientology und jenes von Tony Ortega mache – die einen äffen einen Gottesdienst nach und geben vor, derart eine „Kirche“ zu sein, während Ortega fröhlich deren Interna bloggt. Bedingt durch die Zeitverschiebung, kann ich den Blog von Tony Ortega nur in einem Update berücksichtigen.

Aber jetzt zur heutigen Sonntagsbetrachtung …

Scientology Dublin - noch im ersten Stock ...

Scientology Dublin – noch im ersten Stock …

Irland: Kevin Stevens verklagte Scientology auf 100.000 Euro (hier der Link dazu) und die Scientology-„Mission“ in Dublin steht kurz vor dem Ruin – ebenfalls der Links dazu

The Phoenix über die „Geschäftsgebarung“ von Scientology in Dublin …

The Phoenix über die „Geschäftsgebarung“ von Scientology in Dublin …

Holland: Die allerhöchstens 300 bis 500 Scientologen in Holland werden sich bald nach einer neuen Organisation umsehen müssen, denn jene in Amsterdam kämpft mit permanenten Mietrückständen und es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis sie implodieren wird. Gleichzeitig hält man Ausschau nach einer großen „Idealen Org“ – derartiges Vorgehen kennt man z.B. auch aus Wien. Hier der Artikel dazu …

Scientology Amsterdam ...

Scientology Amsterdam …

Deutschland: Im Todesfall von Konrad Aigner spielten Gabi B. und Rosy F., beide Scientology-OT-VIII, eine bedeutende Rolle. Religio hat deren „Wissenberichte“ über Nötigung, Betrug usw. in eine lesbare Form gebracht – hier jener von Gabi B. …

Und als PDF

Rosy F. im Sekten-Hauptquartier „Flag“ …

Rosy F. im Sekten-Hauptquartier „Flag“ …

Und der „Wissensbericht“ von Rosy F. …

Und als PDF

USA: In Oklahoma berichteten die McAlester News über eine Klage von NARCONON-Arrowhead, wo Mitarbeitet Drogen für Sex anboten – hier der Artikel …

Channel 2 News Tulsa interviewte Gary Richardson, den Anwalt, der fünf weitere Klagen gegen NARCONON einbrachte …

In den USA veröffentlichte ein jüngst ausgestiegenes Sea Org-Mitglied einige Zahlen und Fakten über die „Idealen Orgs“ von Scientology, speziell jener in Los Angeles, dem „Kernland“ von Scientology.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang eine Zahl: Die L.A.-Org macht im Schnitt 30.000 Dollar Wocheneinkommen (GI – Gross Income), das sind rund 23.000 Euro. In Anbetracht der Größe der Organisation und der unmittelbaren Nähe zum scientologischen Hauptquartier samt „Abstellung” von Sea Org-Mitgliedern für den „Tagesbetrieb“, ist das ein mehr als nur bescheidener Betrag.

Andererseits passt er sehr gut in das Bild der anderen leeren „Idealen Orgs“ von Scientology – hier eine Tour durch die L.A.-Org, wie sie Scientology offiziell anbietet …

http://youtu.be/c2R7g7D0qyw

Kanada: Hier versucht NARCONON gerade, ihren „Betrieb” in Ontario wiedereröffnen zu dürfen – hier der Artikel im Examiner und David Love dazu …

http://youtu.be/dZ5Wr8oecaE

In Montreal wurde derweil am 23. März 2013 im Rahmen der Operation Chanology gegen Scientology demonstriert …

http://youtu.be/2lf1Bl7qd5s

Taiwan: In das Bild der “Idealen Orgs” passt auch die Geschichte jener in Taiwan. 2005 gekauft, harrt sie bis heute der Eröffnung und ist eine Baustelle mit ungewissem Ausgang geblieben, für die wahrscheinlich nur emsig „Spenden“ eingetrieben werden. Sieht mir nach glattem Betrug aus, wie man ihn vom Super-Power-Gebäude usw. kennt …

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Zum Thema „Ideale Orgs“ noch ein Kommentar von OTVIIIisGrrr8

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Tony Ortega am Sonntag: In seinem heutigen Sunday Service hat Ortega zwei Dinge festgestellt. Erstens, dass der Geburtstag von Sektengründer L. Ron Hubbard schon am 13. März war, aber erst gestern offiziell gefeiert wurde – neue Zeitrechnung bei Scientology und keiner hat’s gemerkt? Dafür konnte man sich im Shrine Auditorium zu Los Angeles auf die Verkündung des Goldenen Zeitalters der Technologie, Phase 2 gefasst machen. Jetzt heißt es aber warm anziehen … ;-)

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Das Zweite betraf die neuesten Betrugspläne, äääh, ich meinte natürlich PR-Pläne, von Scientology: Nachdem – so Scientology – nun sämtliche Bibliotheken der Welt mit der Biographie Hubbards ausgestattet worden waren, sollten nun 135.000 Meinungsführer folgen. Sie alle sollen ein Paket bekommen, das den gesammelten Hubbard beinhaltet.

Während die Bibliotheken-Hubbards wahrscheinlich geschummelt oder sonst wie entsorgt wurden, plant Scientology nun einen Betrug mit Anlauf – und zwar so: 135.000 Adressaten ergeben ein „Auftragsvolumen“ von 107,000.000 Dollar (82 Millionen Dollar). Die rund 100.000 Scientologen, die es weltweit höchstens gibt, werden nun zur Kassa gebeten, um diesen Betrag aufzubringen.

Danach werden die Buch-Pakete entsorgt, äääh, ich meinte: verschickt. Und dann wird die nächste Runde eingeläutet: Polizeichefs, staatliche Drogenkoordinatoren, Lehrpersonal. Schaut nach einem „Goldenen Zeitalter“ für jene Scientologen aus, die an der Hauptkassa sitzen.

Hier das geleakte Scientology-Werbematerial dazu …

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RonSeries 2
RonSeries 3

Und als PDF

Und der Blog von Tony Ortega dazu …

Zum Abschluss noch das Wort zum Sonntag: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”

Foto: Flickr, Religion News Blog, Scientologypublikationen (4), The Underground Bunker

„Darth Xander“ in Flag, Scientologen in Nazi-Uniformen und „The Losing Game“ mit deutschen Untertiteln …

Darth Xander war vergangenen Sonntag in der scientologischen Hochburg Flag unterwegs, wo gerade der Geburtstag von L. Ron Hubbard gefeiert wurde. Er brachte das neue Buch von Jenna Miscavige-Hill mit und …

http://youtu.be/on43DPUHbck

Eine historische Aufnahme stellt jener Bericht der Associated Press (AP) dar, der am 6. Mai 1997 anlässlich des Besuches des damaligen deutschen Kanzlers Helmut Kohl in Australien gedreht wurde. Rund 30 Scientologen demonstrierten gegen die deutsche Regierung – teilweise in Nazi-Uniformen …

http://youtu.be/KU1mNzX3YFU

Ein Artikel in den AAP News mit weiteren Informationen dazu …

Und dann noch das Video von The Losing Game mit deutschen Untertiteln …

http://youtu.be/_Ze5HvxeG6M

In Australien versucht es Scientology in Kindergärten, in Schweden mit einer Schule und die „Idealen Orgs“ sind derweil leer …

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Tony Ortega wird immer mehr zur weltweiten Anlaufstation in Sachen Scientology und so berichtete er gestern über Australien, Schweden und Südafrika.

Australien: Die Scientology-Tarngruppe Citizens Commission of Human Rights (CCHR) schrieb gezielt Kindergärten in Australien an, um darauf “hinzuweisen”, dass die Kinder bei Gesundheits-Checks dem „Risiko“ von Psychopharmaka ausgesetzt sind.

Hier der Artikel im Sydney Morning Herald dazu …

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Schweden: Die Zeitung Expressen berichtete über die Schule Albatrossen, die einerseits eine Applied Scholastics-Schule ist und andererseits seit 2006 staatliche Förderungen in der Höhe von 85 Millionen Schwedenkronen (rd. 10 Millionen Euro) kassiert hat.

Das staatliche Gesetz in Schweden schreibt aber vor, dass geförderte Schulen nach den Schwedischen Schulstandards geführt werden müssen – woran sich die Scientology-Frontgruppe Applied Scholastics natürlich nicht hielt. Ein versteckt aufgenommenes Video zeigt, dass die Albatrossen-Schule trotz gegenteiliger Beteuerungen weiterhin auf den Scientology-Vorgaben operiert (Nachdem nicht jeder Schwedisch spricht: weitere Details im Blog von Tony Ortega) …

Hier der Artikel im Expressen

Eröffnung der „Idealen Org“ in Pretoria am 23. Februar 2013 …

Eröffnung der „Idealen Org“ in Pretoria am 23. Februar 2013 …

Pretoria: Am 23. Februar 2013 eröffnete Scientology in Pretoria, der Hauptstadt von Südafrika, eine sogenannte Ideale Org. In einer Eigendarstellung kann man sich deren „Inhalt“ ansehen, wobei es durchaus förderlich ist, dass das Video in französischer Sprache gehalten ist, dann muss man sich den scientologischen Gedankenmüll nicht anhören – die Bilder sind deutschsprachig … ;-)

http://youtu.be/k7aDSqtd-2k

Tatsächlich hat Scientology aber nur eine weitere „Hülle“ eröffnet, denn unabhängig der architektonischen Goodies verirrt sich kaum ein Scientologe in die neuen Hallen, was ein aktuelles Bild folgerichtig festhält …

Akademie der „Idealen Org“ in Pretoria …

Akademie der „Idealen Org“ in Pretoria …

Wie schon zuvor in London, Malmö, Berlin usw. ging es, wie immer bei Scientology, nur um die Millionen, die im Vorfeld der Eröffnung des neuen Kastens eingetrieben wurden!

Hier der Blog von Tony Ortega mit weiteren Infos …

Fotos: Global Research, Sydney Morning Herald, CDN 24, The Underground Bunker

UPDATE: Die ABC-Lateline-Sendung über die „Isolationsverwahrung“ eines Scientology-Mitglieds in Australien …

Alice Wu war Mitglied der paramilitärischen Sea Org von Scientology und wurde nach einem mentalen Zusammenbruch „verwahrt“ – wahrscheinlich im „Rahmen“ des Introspection Rundowns, was absolute Isolation bedeutete. Hier der ABC-Lateline-Bericht dazu …

http://youtu.be/NyHQeLU6C_E

Aktuell: Scientology hat in Australien eine Frau gegen ihren Willen in „Isolationsverwahrung“ gehalten …

behind-bars 4 BP Blogspot

Die 22-jährige Taiwanesin Alice Wu hatte im vergangenen März einen mentalen Zusammenbruch erlitten und wurde danach gegen ihren Willen von Scientology in „Isolationsverwahrung“ genommen – soweit die Anschuldigungen, die von Scientology selbstredend bestritten werden.

Zu den Fakten: Ende des Jahres 2011, nur kurze Zeit, nachdem sie Scientology kennengelernt hatte, wurde die Studentin für die paramilitärische Sea Org in Australien „angeworben“ und unterschrieb deren Standardvertrag über 1 Milliarde Jahre.

Im März 2012 dann der mentale Zusammenbruch von Alice Wu und die anschließende „Verwahrung“ durch Scientology – es ist anzunehmen, dass sie den Introspection Rundown machen musste.

Der Anwalt von Scientology meinte, dass sie im “Krankenrevier” gewesen sei – Krankenrevier nennt sich der Introspection Rundown jetzt?

Hier der Link zur gestrigen ABC-Lateline-Sendung dazu (Video und Transkript) …

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Weitere Infos folgen …

Foto: 4 BP Blogspot

Census 2011: In Australien gibt es exakt 2.163 Scientologen …

Der Census 2011 ergab in Australien, einem der Kernländer von Scientology, die Zahl von 2.163 Scientologen. Hier ein Bericht von Lateline bzw. ABC News dazu …

http://youtu.be/cFqp4TQKrEg

Hier noch der Link zum Census 2011 in England, einem weiteren Kernland von Scientology …

Warum sollte die „Al Capone-Taktik“ nicht auch bei Scientology anwendbar sein?

Al Capone …

Alphonse Gabriel Capone war in den 20er- und 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts eine große Nummer der Mafia und wurde zum Archetypen des amerikanischen Gangsterbosses. Seine zahlreichen Morde und andere „Aktivitäten“ konnten ihm nie nachgewiesen werden, dafür brachte ihn ein scheinbares Bagatelldelikt der Steuerhinterziehung für 11 Jahre hinter Gitter und leitete die Zerschlagung seiner „Organisation“ ein.

Was ich damit sagen möchte?

Im Zusammenhang mit Scientology, wird vor allem im deutschen Sprachraum, immer wieder davon gesprochen, Scientology zu verbieten. Capone hätte man sicher auch gerne verboten, genauso wie schlechtes Wetter und Mundgeruch.

Zu Fall brachte Capone dann eine scheinbare Lappalie, nicht die Forderung danach, den Verbrecher-Tycoon aus dem Verkehr zu ziehen.

Warum sollte das bei Scientology nicht auch funktionieren?

Und es gäbe viele Ansatzpunkte: Frankreich ist dabei, einen solchen gerichtlich festzuschreiben, indem Scientology u.a. der unerlaubten Ausübung der Pharmazie im Rahmen des Reinigungsprogrammes (Purification Rundown) angeklagt ist.

In Australien wurde im Herbst 2011 ein anderer Aspekt aufgegriffen, als der Fair Work Ombudsman der Regierung zu Wort kam und im Rahmen einer Studie die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen der Scientology- und NARCONON-Mitarbeiter dokumentierte.

Dieser Ansatz ist sehr gut nachvollziehbar, wenn man alleine die Scientology-Mitarbeiterverträge betrachtet – hier der Link zum entsprechen Blog.

ABC bzw. Lateline brachten Berichte über das Ergebnis des Fair Work Ombudsman

Scientology reagierte natürlich auch darauf …

Dazu ein Artikel in The Australien

Im Februar 2012 ging Scientology dann zum „Gegenangriff“ über und forderte das Recht, ihre Mitarbeiter geringfügiger als staatlich vorgesehen zu bezahlen – sprich: sie auszubeuten.

Hier ein Artikel der australischen News dazu …

Wie es weitergeht?

Es wird nicht einfach, aber es ist ein guter Ansatz und man darf nicht vergessen, dass es auch Jahre dauerte, um Al Capone aus dem Verkehr zu ziehen.

Hier noch die Studie des australischen Fair Work Ombudsman

Und als PDF

Foto: The Biography Channel

Australien: Shane Kelsey, James Parker und Tom Cruise …

James Packer, Tom Cruise und Erica Baxter (von hinten) ...

Rund um den Shane-Kelsey-Scientology-Ausstieg wurde auch etwas anderes publik, dass in Europa eher nicht bekannt ist: der australische Milliardär James Packer war/ist Scientologe – dank Tom Cruise.

Shane hatte während seiner Zeit in der Sea Org mit James Packer nur indirekt Kontakt: er kochte das Essen, wenn Packer in der Scientology-Zentrale in Sidney weilte und musste dabei aufpassen, keinen Fehler zu begehen, um nicht im Straflager RPF zu landen.

James Packer war wichtig für Scientology – sehr wichtig!

Der 45-jährige James Packer ist nicht nur Milliarden schwer, sondern in Australien auch ein absoluter Big Name. Sein Vater, der 2005 verstorbene Kerry Packer, hatte – in Konkurrenz zu Rupert Murdoch – in Australien ein Medienimperium aufgebaut, zu dem u.a. die TV-Anstalt Nine Network gehörte, die bis 2006 die größte TV-Anstalt Australiens war – mittlerweile ist es Network 7 (TodayTonight usw.). Kerry Packer galt zu Lebzeiten als reichster und einflussreichster Mann Australiens.

In der Strategie von Scientology stellte James Packer ein klassisches Angriffsziel nach der scientologischen Doktrin „Kontrollübernahme oder Ergebenheit der Leiter oder der Eigentümer aller Nachrichtenmedien“ dar – vor allem, nachdem ihm sein Vater 1998 die Leitung des Imperiums übertrug.

Es lag an Tom Cruise, die Scientologystategie umzusetzen, was gelang: 2002 wurden Packer und Cruise Freunde und Packer besuchte regelmäßig Kurse und Auditing in der Scientology-Zentrale in Sidney – und ließ sich die Mahlzeiten von Shane schmecken, ohne darüber nachzudenken, dass dieser sklavenähnlich lebte.

James Packer ...

Nach dem Tod seines Vaters – Tom Cruise war mit Katie Holmes beim Begräbnis -, begann Packer das Medienimperium umzubauen und er verlegte sich darauf, ein anderes Imperium aufzubauen: im Glückspielbereich. Diese neue Strategie machte ihn seit 2006 um 3 Milliarden ärmer, mit den vorhandenen 4,2 Milliarden Dollar ist er immer noch der sechstreichste Australier.

2007 heiratete James Packer Erica Baxter – und mit dabei waren nicht nur Tom Cruise und Katie Holmes, sondern auch Tommy Davis und damit das Büro für Spezielle Angelegenheiten bzw. OSA. Scientology überließ offensichtlich nichts dem Zufall.

Tommy Davis, James Packer, Katie Holmes, Tom Cruise und Erica Baxter (verdeckt) auf der Yacht von Packer ...

Womit Scientology dann allerdings nicht gerechnet hat: dass ihre Nummer 2 zunehmend jede „Relation“ verlor – zuerst sprang Cruise auf Couches herum und dann wurden zwei Videos geleakt, die den wahren Tom Cruise zeigten, woraufhin sich u.a. Paramount von ihm trennte, die zuvor seine Mission Impossible-Filme produziert hatte.

James Packer zog ebenfalls die Konsequenz, indem er sich 2008 von Scientology distanzierte – dabei betonte er aber, dass er es als „sehr hilfreich erlebte hatte“. Anders ausgedrückt: er befindet sich seitdem aus meiner Sicht im Stand-by-Modus.
Auch Cruise trat seit 2008 nicht mehr öffentlich für Scientology in Erscheinung, mittlerweile nahm ihn Paramount wieder auf und produzierte mit ihm Mission Impossible IV.

Man kann davon ausgehen, dass er bald wieder für Scientology „einstehen“ wird – mit James Packer, dessen Milliarden und Einfluss im Schlepptau?

Es ist nämlich nichts darüber bekannt, dass die Freundschaft zwischen Cruise und Packer ebenfalls abgekühlt ist.

Fotos: Diamondring, Sidney Morning Herald, Couriermail