Die sonntägliche Betrachtung von Scientology – 14. Woche 2013: NARCONON, Drogen für Sex, Rock Center, Karen de la Carriere, John Travolta, J.R. Ewing, Schweiz, Anne Archer, Kerry Kennedy, Fürst Xenu …

NARCONON-Arrowhead …

NARCONON-Arrowhead …

Die vergangene Woche war von meinem Prozesstag am 4. April geprägt, brachte aber jede Menge News around Scientology

Hauptthema der Vorwoche war NARCONON bzw. deren „Einrichtung“ in Arrowhead.

Claudia Arcabsco, NARCONON …

Claudia Arcabsco, NARCONON …

Da war es z.B. ein geleaktes Mail bzw. die Feststellung des Legal Officers von NARCONON INTERNATIONAL, Claudia Arcabsco, dass unbedingt vermieden werden sollte, über die 70-%-Erfolgsquote von NARCONON zu sprechen, da „wir keinen wissenschaftlichen Beweis dafür haben“.

Die Scientologen werden doch nicht ehrlich?

Hier das Mail von Claudia Arcabsco …

Und als PDF

Und der Blog von Tony Ortega mit weiteren Details dazu …

Ein weiteres geleaktes Mail offenbarte, dass NARCONON-Arrowhead im Jahr 2009 aus Versicherungsleistungen 5.000 Dollar lukrierte und es im Jahr 2010 bereits 2,5 Millionen Dollar waren, die aus der gleichen Position eingenommen worden waren.

Hier wieder der Blog von Tony Ortega mit weiteren Daten dazu …

Rachel Petersen …

Rachel Petersen …

Derweil reichte Rachel Petersen die insgesamt elfte Klage gegen NARCONON-Arrowhead ein. In der Klage geht es um zwei klassische NARCONON-Delikte: Betrug und das „Drogen-für-Sex“-Angebot. Hier die Klagschrift …

Rachel Petersen vs Narconon

Der Vollständgkeit halber die anderen zehn Klagen gegen Arrowhead: Heather Landmeier (Vernachlässigung – sie liegt mittlerweile im Wachkoma), Gabriel Graves (Fahrlässige Tötung), Hillary Holten (Fahrlässige Tötung ), Stacy Dawn Murphy (Fahrlässige Tötung), William Scott (Vernachlässigung), Suea Ann Newman/Dena Shobe (Betrug), Mary Cantu (Betrug), Lisa Gray (Betrug), Gina Nelsen (Betrug) und Vicky White (Betrug).

Und abermals der Blog von Tony Ortega mit weiteren Details dazu …

Aber es sollte für NARCONON noch dicker kommen, als sich am Freitag die NBC-Sendung Rock Center des Themas annahm …

Aber es gab noch eine weitere gute Nachricht in der Vorwoche – aber nicht für Scientology/NARCONON: Die von Senator Ivester eingebrachte Senate Bill 295 passierte mit leichten Veränderungen das Repräsentantenhaus in Oklahoma, geht nun zum Senat zurück, um danach mit der Unterschrift von Gouverneurin Mary Fallin zum Gesetz zu werden.

Danach heißt es “warm anziehen” für NARCONON in Oklahoma!

Hier der Blog von Tony Ortega und die Unterlagen der Sitzung im Repräsentantenhaus …

Stadtrat Dan Holleran (Bildmitte) mit zwei Scientologen ...

Stadtrat Dan Halloran (Bildmitte) mit zwei Scientologen …

Im gleichen Blog schrieb Tony Ortega, dass der New Yorker Stadtrat Dan Halloran gerade vom FBI verhaftet worden war – ich berichtete über ihn am 23. März 2013. Man kann jetzt rätseln, ob ihm die Nähe zu Scientology oder seine eigenen Götter Ty, Feya und Odin dieses schlechte Karma beschert haben?

Karen de la Carriere könnte ihm die Frage beantworten und veröffentlichte letzte Woche zwei weitere Videos, die ich dem geschätzten Publikum natürlich nicht vorenthalten möchte …

Womit wir bei John Travolta wären, dessen Versicherungsgesellschaft im Vorjahr 84.000 Dollar auszahlte – wegen der Anschuldigung von sexueller Nötigung. Mark Higgins und ein Unbekannter waren die „Empfänger“.

John Travolta ...

John Travolta …

Hier das Original und der Artikel im Gawker

07042013 6 John Travolta original

Aber Scientology ist auch etwas gelungen: Man kaufte um 5 Millionen Dollar das ehemalige Anwesen des verstorbenen Larry Hagman alias J.R. Ewing. Scientology trat natürlich nicht direkt auf, sondern ließ Social Betterment Properties International den Vortritt.

Und während noch gerätselt wird, ob es dort bald ein NARCONON für Celebrities geben wird, scheint Scientology immer mehr zum Immobilienunternehmen zu werden. Wechselt man die Branche?

Hier der Bericht im VC Star dazu …

Larry Hagmans ehemaliges Anwesen „Ojai Estate“ …

Larry Hagmans ehemaliges Anwesen „Ojai Estate“ …

In der Schweiz wurde unterdessen der nächste Selbsttest unternommen: Die Redakteurin Arianna besuchte eine Scientology-Organisation, machte den obligatorischen Persönlichkeitstest und berichtete davon – hier der Bericht im Magazin Tillate

Arianaa …

Arianaa …

In seinem Sunday Service präsentierte Tony Ortega dann heute u.a. über die geplante „Kaperung“ einer Kennedy: Gemeinsam mit anderen Scientologen (Kelly Preston usw.) plant Anne Archer dies im Rahmen der Scientology-Frontgruppe Artist for Human Rights und lud in ihr Haus ein. Als „Beute“ ist Kerry Kennedy ausersehen, die Tochter des ehemaligen US-Justizministers Robert „Bobby“ Kennedy und Präsidentin des Robert F. Kennedy Center for Justice and Human Rights.

Was würde der besonders den Menschenrechten verpflichtete ehemalige US–Justizminister zu dieser „Verbindung“ mit Scientology sagen?

07042013 9 KerryKennedy

Last but not least ein Bericht der australischen Sendung TodayTonight, wo es um geheime Tonbänder geht und darum, was die Herrn Cruise, Travolta und Hubbard mit UFOs im Allgemeinen und Fürst Xenu im Speziellen verbindet …

Zum Abschluss wie immer das Wort zum Sonntag: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”

Fotos: Scientologypublikationen (3), The Underground Bunker (3), Gawker (2), VC Star, Tillate

Die sonntägliche Betrachtung von Scientology – 13. Woche 2013: David Miscavige, Tom Cruise, John Travolta, Karen Black, Nation of Islam, NARCONON Louisiana, Karen de la Carriere, der Tod von Ed Brewer, das Venn-Diagramm, Zypern und …

David Miscavige, der Führer von Scientology, on his way …

David Miscavige, der Führer von Scientology, on his way …

Die vergangene Woche bot wenig Spektakuläres, aber dann waren einige Splitter doch bemerkenswert …

David Miscavige: Tony Ortega präsentierte ein geleaktes Audio, das Ausschnitte der aktuellen Rede von Scientology-Führer David Miscavige bot – aufgenommen wurde sie am 16. März 2013 …

Kommentare und weitere Informationen auf dem Blog von Tony Ortega …

31032013 2 Tom_Cruise_Oblivion-300x293

Tom Cruise: Von Miscavige ist es nur ein kurzer Weg zu dessen Busenfreund. Der bereist gerade die Welt, um seinen neuen Film Oblivion (Foto) anzupreisen. Auf seiner Rundreise wird ihm in Irland eine Auszeichnung verliehen, er wird in secret zum Honorary Irish gemacht. Warum das Ganze heimlich abläuft oder haben die Iren ihre naheliegenden Bedenken bei Cruise?
Hier ein Artikel im Irish Central dazu …

Nach jahrelanger und kritikloser Starverehrung, hinterlässt die Scientology-Nr. 2-Position von Cruise auch im österreichischen Boulevardblatt Kronenzeitung sichtbare Spuren: „Doch Cruise hat keineswegs nur Freunde unter den Filmbegeisterten. Im Gegenteil, dem Actionstar, der unter Produzenten als sichere Bank für klingende Kino-Kassen gilt, schwappt aus dem Internet viel Antipathie entgegen. Hauptgrund ist natürlich die bedingungslose Anhängerschaft an die als repressiv geltende Sekte der Scientologen. „Jemandem, der als Testimonial für eine menschen- und demokratiefeindliche Gruppe fungiert, die Aufwartung machen? NEVER!!!“, heißt es etwas in einem Posting, oder auch: „Der mag in seinen Filmen jemand sein. Im echten Leben – so viel man eben von ihm weiß – ist er mir jedenfalls zuwider oder zumindest gleichgültig.“ – hier ein Ausschnitt der Ausgabe vom 24. März 2013 …

31032013 3 Kronenzeitung 24 März 2013 Tom Cruise

John Travolta: Nachdem Travolta den Science-Fiction-Schinken Battlefield Earth von L. Ron Hubbard, zu dem sich eigentlich nur US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney öffentlich bekennt, im Jahr 2000 verfilmte, wurde dieser im Kampf um die Goldene Himbeere in sieben Kategorien acht Mal nominiert. Travolte räumte ab und Battlefield Earth wurde mit den Auszeichnungen Schlechtester Film, Schlechtester Hauptdarsteller (John Travolta), Schlechtester Nebendarsteller (Barry Pepper, nominiert war außerdem Forest Whitaker), Schlechteste Nebendarstellerin (Kelly Preston), Schlechtestes Leinwandpaar (Travolta mit „jedem der mit ihm zu sehen ist“), Schlechteste Regie (Roger Christian) und Schlechtestes Drehbuch (Corey Mandell und J. D. Shapiro) „geehrt“ – hier Wikipedia dazu …

„Ausgezeichneter“ John Travolta (Bildmitte) …

„Ausgezeichneter“ John Travolta (Bildmitte) …

2005 reichten die Juroren anlässlich des 25-Jahrjubiläums der Goldenen Himbeere den „Ehrenpreis“ Schlechtestes Drama unserer ersten 25 Jahre nach. Bereits ein Jahr davor wurden die Produzenten von Battlefield Earth wegen Budgetbetrugs zu Strafzahlungen von 121 Millionen Dollar verurteilt. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt, aber irgendwie erinnert mich das an Scientology an sich und deren Prozess wegen bandenmäßigen Betrugs in Frankreich …

Davon unbeeindruckt plant Scientology nun, das ganze „Epos“ als Comic wiederauferstehen zu lassen – hier der entsprechende Artikel in Topless Robot

31032013 5 Karen_Black quelle TUB

Karen Blake: Absolut tragisch ist das Schicksal von Karen Black (Foto), US-Schauspielerin (Five Easy Pieces uvm.), jahrelanges Scientology-Celebrity-Mitglied, Scientology-OT-V, die an Krebs erkrankt ist und Geld sammelt, um sich eine Behandlung leisten zu können – hier ihre GoFundMe-Seite

Louis Farrakhan, Nation of Islam …

Louis Farrakhan, Nation of Islam …

Nation of Islam: Die Vereinigung zwischen der Nation of Islam (NOI) und Scientology dürfte erfolgt sein, wie ein Mail, das Mike Rinder auf seinem Blog leakte, zeigt. Damit hat Scientology einen effektiven und vor allem lukrativen Zugang zur afroamerikanischen US-Bevölkerung gefunden – hier das Mail, bei dem die Begriffe Sister und Brother die Zugehörigkeit zur NOI zeigen, da diese nur dort und nicht bei Scientology verwendet werden …

Und als PDF

NARCONON Louisiana …

NARCONON Louisiana …

NARCONON Louisiana: Nach Oklahoma (Arrowhead) und Georgia beginnen sich nun auch in Louisiana ehemalige Mitarbeiter an Reaching the Tipping Point zu wenden, um über die Praktiken in diesen „Drogenrehabilitationszentren“ zu sprechen – hier der Bericht eines ehemaligen Mitarbeiters von NARCONON Louisiana …

Und als PDF

Karen de la Carriere: Gemeinsam mit Angry Gay Pope hat de la Carriere, die Mutter des unter mysteriösen Umständen verstorbenen Alexander Jentzsch, den Videokanal Surviving Scientology eingerichtet – hier ihr erstes Video: Scientology killed my son

Der Tod von Ed Brewer: Es dürfte irgendwann um die Jahrtausendwende geschehen sein, als Ed Brewer nach einem Autounfall verstarb. Brewer war Scientology-Mitarbeiter, als er mit anderen Mitarbeitern während eines Unfalls verletzt wurde.

Symbolfoto …

Symbolfoto …

Anstatt Hilfe zu holen, liefen die anderen Scientologen in die Org, um das Office of Special Affairs (OSA) davon zu verständigen und zu fragen, was zu tun wäre. Bei der Rückkehr am Unfallort fand man Ed Brewer nur mehr tot auf – er war verblutet!

Es gibt nur sehr wenige Spuren im Fall Brewer. Eine davon ist ein Mail von Holy Smoke und die andere ein Interview von Jesse Prince (vormals Nummer 2 von Scientology) mit Factnet. Marty Rathbun und Mike Rinder sollten davon ebenfalls wissen – wieso haben sie bisher nie darüber gesprochen?

Die „Handhabung“ des eventuellen PR-Flops war Scientology wichtiger als ein Menschenleben!

31032013 9 Venn Diagramm

Das Venn-Diagramm des irrationalen Schwachsinns: In der Mitte der vielfältigsten Anschauungen findet man Scientology – wobei ich nicht jede Auflistung der Autoren unterschreibe.

Was ich sehr wohl unterschreibe: Die Formel des Autors, die dementsprechend „Religiöser Schwachsinn + esoterischer Schwachsinn + pseudowissenschaftlicher Schwachsinn + paranormaler Schwachsinn = Scientology!“ lautet …

31032013 10 Bank of Cyprus

Zypern: Richtig teuer könnte es im Zuge der Wirtschaftskrise in Zypern auch für Scientology werden. Denn das Land war und ist wahrscheinlich noch immer ein beliebter Platz für die Scientologen, um ihr Geld zu parken. Nachdem jetzt bis zu 60% bei Konteninhabern mit hohem Guthaben von der Bank einbehalten werden, könnte das auch Scientology treffen …

31032013 11 Babysitter-Hubbard

Abschließend ein Foto, bei dem ich nicht weiß, ob ich weinen oder lachen soll: Ein Kleinkind beim Betrachten eines Propaganda-Videos in einer Scientology-Organisation – sozusagen: Hubbard-Sermon als Babysitter …

Und das Wort zum Sonntag: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”

UPDATE: Tony Ortega präsentierte im Rahmen seines Sunday Service einige Goodies:

Scn2

Eine neue Internetseite – Chanology Leaks – veröffentlichte ein interessantes „Jobangebot“ von Scientology: Statist in einem Scientology-Film – oder haben Sie geglaubt, dass die Scientologen dafür geeignet sind?

Vor allem, wenn es um Success-Testimonials geht, also um Personen, die den „Erfolg“ von Scientology dokumentieren, würde sich wahrscheinlich kein „Echter“ finden und so preist Scientology zwischen 100 und 200 Dollar Tagesgage für jedermann aus, wenn diese(r) seinen/ihren „Gewinn“ vor der Kamera erzählt …

Denver/Colorado ...

Denver/Colorado …

Großraum Ohio - Kentucky - Cincinnati ...

Großraum Ohio – Kentucky – Cincinnati …

Scientology dürfte in den USA auf Bus-Werbung setzen, wie zwei Beispiele zeigen …

Portland "Ideale Org" ...

Portland “Ideale Org” …

Und die Ideale Org in Portland sieht auch nicht so aus, als wenn sie, wie angekündigt, in ein paar Wochen eröffnen würde …

Hier der heutige Blog von Tony Ortega …

Fotos: Anonymous, Scientologypublikation, Kronenzeitung, Back Doc, The Underground Bunker (5), Topless Robot, Rian, The Blaze, Crispian Jago

Zur Abrundung des Tages „Die Welt“ von heute: „Die Geheimnisse eines gefährlichen Glaubens“ …

28012013 Die_Welt_Logo

In ihrer heutigen Ausgabe schrieb Die Welt: „Leidenschaftslosigkeit als Erkenntnisprinzip: Lawrence Wright hat ein sensationelles, materialreiches und mutiges Buch über Scientology und Hollywood geschrieben. Juristen waren immer an seiner Seite.

Der Messias mit dem Titel eines Commodore, der Anfang der Siebzigerjahre mit einer kleinen Flotte und einer Schar von Jüngern das Mittelmeer auf der Suche nach einem Exil durchkreuzte, war von plumper Gestalt.
Er wog 100 Kilogramm, war schwerhörig, sah schlecht, die Finger seiner Hände, seit einer Kinderlähmung zitternd, waren vom Kettenrauchen bräunlich verfärbt wie seine Zähne: Lafayette Ronald Hubbard (1911–1986), im folgenden LRH genannt, wie unter Scientologen üblich, macht in dem Buch von Lawrence Wright Going Clear: Scientology, Hollywood, and the Prison of Belief weder als sagenhaft reicher Religionsstifter noch als untergetauchter Heiliger bella figura.
LHR liebte Autos, Motorräder und seine Rolex, er schlug Frauen, entführte eine Tochter, ließ Matrosen wegen Verfehlungen über Bord werfen. Viele hielten LRH schon vor 1950, als er sein Wissenschaftspamphlet Dianetics veröffentlichte und zum Bestseller-Autor aufstieg, für einen Lügner und Betrüger. Mindestens zwei von drei Ehefrauen nannten ihn verrückt.

Lebenshilfe für die Besten
Doch unzählige Geliebte und Millionen Anhänger in aller Welt wollen nicht irren. Sie verehren in LHR einen brillanten Denker und Seelenfischer, den Entdecker weltheilender Kosmologien und unerhörter sozialtherapeutischer Konzepte: ‘Die Fähigen mehr befähigen’ (Make the able more able) war die Mission.
Lebenshilfe für die Besten. Die Kirche der Scientologen beharrt darauf, dass ihre Religion Menschen von Drogen befreit und zu ihrem wahren inneren Wert führt. Sie mag glauben, was sie will. Heikel wird es für jede Religion, wenn sie beansprucht, Wissenschaft zu sein.
LRH glaubte an seine übersinnlichen Kräfte intergalaktischer Spiritualität und an Geld. ‚Macht Geld! Macht mehr Geld!‘, soll er seine Jünger angewiesen haben. ‚Lasst andere noch mehr Geld für euch machen!‘ Dass ein Psychiater bei ihm ‘paranoide Schizophrenie’ diagnostizierte, seriöse Wissenschaftler ihm Scharlatanerie vorwarfen, beirrte ihn nicht.

Totalitäre Auslese-Religion?
Kritiker beschuldigen Scientology der Entführung, der Versklavung ‘krimineller’ Mitglieder, der Erpressung und einer misogynen, schwulenfeindlichen Auslese-Religion mit totalitären Zügen. Böswilliger, ahnungsloser Unsinn, erwidert ihnen die Kirche.
Als LHR im Januar 1986 starb, ein Eremit in einem Wohnwagen in Kalifornien, hinterließ er einen mächtigen, geheimnisumwitterten Kult, der Starjünger wie Tom Cruise und John Travolta umschmeichelt und Gegner wie Abtrünnige mit Prozessen verfolgt. Deshalb legt der Autor dieses Artikels Wert auf die Feststellung, dass alle hier als Fakten geschilderten Begebenheiten auf Lawrence Wrights Buch gründen.
Umso mehr muss man Wright bewundern, der 372 Seiten Text, 45 Seiten mit Erläuterungen und 21 Seiten Index von Anwaltsteams prüfen lassen musste, um sich nicht zu ruinieren. Seine Referenzen als Redaktionsmitglied des New Yorker und Buchautor sind erstklassig. Er verwandte Jahre auf die Recherche über Scientology. Wer liest, welchen Repressalien Sektenkritiker ausgesetzt sind, weiß seinen Mut zu schätzen.

Leidenschaftslos und ironiefrei
Klug wählt Wright einen ironiefreien, leidenschaftslosen Ton und übt sich in strikter Fairness: ‘Das knirschende Geräusch, das Sie hören, ist Lawrence Wright, der sich verrenkt, um fair zu Scientology zu sein’, lautet der treffende Einstiegssatz einer (rühmenden) Rezension in der Buchbeilage der New York Times.
Das Wissen über den Geheimkult, so Wright, leide an hysterischer, schlampig belegter Kritik und Hörensagen. Er nennt Quellen für jede Anekdote über LRH und erst recht alle Vorwürfe krimineller Machenschaften. Wright beschreibt ein Treffen im September 2010 mit führenden Scientologen und zwei Anwaltsteams, bevor sein Porträt des abtrünnigen Scientologen und Drehbuchautors Paul Haggis (Crash) im New Yorker erscheint.
Die Sprecher der Kirche erscheinen mit 48 Ringbüchern voller eidesstattlicher Erklärungen und Dokumente, die Haggis und Wright der Lüge und Verleumdung überführen sollen. Der Artikel erscheint unter dem Titel The Apostate. Haggis lebt seither als einer der prominentesten Verfemten. Er erwartet laut Wright die Vergeltung durch irgendeinen Skandal, der ihn in Hollywood zum Paria erniedrigen soll.

4,4 Millionen jährlich angeworben
Es ist unmöglich, der Detailfülle von Wrights Buchs annähernd gerecht zu werden. Der Autor beklagt, dass die Kirche ihm Zugang zur Führung verweigere und nicht einmal Zahlen über ihre Mitglieder- und Finanzstärke veröffentliche. Von 4,4 Millionen jährlich geworbenen neuen Mitgliedern weltweit ist in einer Werbung Scientologys die Rede.
In den USA bezeichnen sich laut anderen Quellen 25.000 Menschen als Scientologen. Wright spricht von etwa einer Milliarde Dollar in flüssigen Mitteln, neben ungezählten Liegenschaften und Zentren in Kalifornien und Florida. Das Geld fließt aus Spenden und Tantiemen aus 18 Millionen verkauften LRH-Büchern, wie die Kirche verbreitet. In den USA genießt Scientology den Schutz der in der Verfassung garantierten Religionsfreiheit, Steuerbegünstigung inklusive.
Zu den Glanztaten des Führers (und Tom-Cruise-Trauzeugen) David Miscavige zählt die erfolgreiche Abwehr einer US-Steuerschuld in Milliardenhöhe. Miscavige, der mit fünfzehn den erleuchteten Clear-Status erlangte und mit Anfang zwanzig in einem Machtkampf um die Nachfolge LRHs siegte, ist ein gefürchteter Mann. ‚Little Napoleon‘ nannte Hubbards Ehefrau Mary Sue ihren Widersacher, bevor sie 1979 zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Geopfert, so scheint es, um den Propheten zu schützen.

Tom Cruise: Held der letzten 200 Seiten
Tom Cruise tritt erst auf Seite 201 des Buchs auf; verlässt die Story aber nie mehr. Seine Ehen mit Nicole Kidman und Katie Holmes werden von der Kirche begleitet, wenn nicht gestiftet, und zerstört, als die Frauen in Ungnade fallen. Cruise’ Anwälte kommen in Fußnoten regelmäßig zu Wort.
Sie bestreiten alles, was ihrem Mandanten nicht passt. Das bedeutet: fast alles, was Wright schreibt. Dem Star wurden nie ausgewählte Frauen zugeführt, es gab keine Manipulationen und Vorteilsnahmen.
Tom Cruise hat der Kirche Millionen Dollar gespendet. Als er 2003 in Washington bei Spitzenpolitikern dafür lobbyiert, etwas gegen die Angriffe auf ihn und die Kirche im Ausland zu unternehmen, kehrt er zufrieden nach Los Angeles zurück: ‚Wenn fucking Arnold [[Schwarzenegger] Gouverneur werden kann, kann ich Präsident werden‘, prahlt er.

John Travolta gilt als schwierig
So jedenfalls will es ein Zeuge gehört haben. Wendete sich der Filmstar eines Tages von der Kirche ab, wäre das eine Katastrophe, vielleicht das Ende ihrer Macht.
John Travolta, der schon auf Seite 150 als unsicherer, Halt suchender Schauspieler eingeführt wird, gilt wegen des Verdachts, seine Homosexualität zu verbergen, als schwierig. Lawrence Wright berichtet von vorsorglichen Materialsammlungen der Kirche über Travolta für den Ernstfall, dass man sich von ihm distanzieren müsse. Miscavige habe offen Schwulenwitze über den Schauspieler gerissen. Travolta, der als Pilot mit eigener Boeing 707 der Kirche gern zu Diensten war, schweigt.
Könnte Scientology gewalttätig werden, fragt Wright, wie 1995, als der japanische Kult Aum Shinrikyo den mörderischen Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn und weitere Morde verübte? Die Antwort bleibt offen.“

Ein weiterer Auszug aus dem Lawrence Wright-Buch, diesmal der Boulevard: „Travolta in Sektenhölle gefangen wegen Homosexualität? – Angst vor Outing?“

18012013 Kronenzeitung Travolta

Die österreichische Kronenzeitung brachte in ihrer heutigen Printausgabe folgenden Artikel, der vieles um John Travolta und seiner Mitgliedschaft in Scientology erklärt und der sich auf das Buch Going Clear von Lawrence Wright bezieht:

„Musste John Travolta tatsächlich gegen seinen Willen Mitglied der ‚Church of Scientology‘ bleiben? Laut dem Enthüllungsbuch Going Clear: Scientology, Hollywood & the Prison of Belief von Autor Lawrence Wright trug es sich genauso zu. John war bereits Anfang der 80er-Jahre von der Sekte desillusioniert gewesen und wollte austreten. Doch der Star wurde massiv unter Druck gesetzt, beschreibt der Autor die ausweglose Situation: ‚Travolta hatte Angst, dass Scientology ihn als schwul outet.‘

In einer sogenannten ‚Auditing‘-Sitzung enthüllte der damals prominenteste Scientologe seine Homosexualität und wollte danach die Sekte verlassen und seinen Lover heiraten. Er verwarf die Idee aber nach kurzer Zeit. Travolta heirate 1991 Kelly Preston und ist noch immer Mitglied.“

Foto: Facebook/Ausschnitt Kronenzeitung

Aktuell: Am 17. Jänner 2013 erscheint das Buch „Going Clear – Scientology, Hollywood and the Prison of Belief“ von Pulitzer-Preisträger Lawrence Wright …

Lawrence Wright …

Mit seinem akribisch recherchierten Artikel in THE NEW YORKER (The Apostate) über den Scientology-Ausstieg von Paul Haggis begann sich Lawrence Wright für das Thema Scientology zu interessieren. Es war aber nicht nur die Geschichte des Oscar gekrönten Hollywood-Regisseurs und Drehbuchautors Haggis (L.A.-Crash), die Wright aufarbeitete, sondern die Geschichte von Scientology an sich, die er minutiös belegte.

Hier der THE NEW YORKER-Artikel …

Danach recherchierte Wright weiter und herauskam jenes Buch, das nunmehr am 17. Jänner 2013 erscheinen wird: „Going Clear – Scientology, Hollywood and the Prison of Belief“.

Nach Der Tod wird euch finden (The Looming Tower: Al-Qaida and the Road to 9/11), in dem er sich mit Osama bin Laden und al-Qaida auseinandergesetzt hat und für das er 2007 den Pulitzer-Preis erhielt, sind es in seinem neuen Buch L. Ron Hubbard, David Miscavige und Scientology.

Im Rahmen von über 200 Interviews mit gegenwärtigen und früheren Mitgliedern von Scientology, jeder Menge anderer Quellen usw., behandelt(e) Wright das Thema Scientology.

Dabei beschäftigte er sich neben der finanziellen Situation von Scientology u.a. auch mit der US-Steuerbefreiung und der damit einhergehenden gesellschaftlichen Anerkennung des Psychokults in den USA, sowie mit der „Funktion“ von Tom Cruise, John Travolta und anderer Scientology-Celebrities.

Und nachdem jener Verlag, der das Buch im Jänner herausbringt, Alfred A. Knopf, zum Mediakonzern Bertelsmann gehört, kann man davon ausgehen, dass es bald in einer deutschen Version erscheinen wird – die englische Version ist schon auf Amazon zum Vorbestellen und wird auch als E-Book erscheinen.

Hier noch der Blog von Tony Ortega und Artikel in The Telegraph, New York Daily News und Radar-Online, sowie von Reuters

Foto: Walking-off-the-Big-Apple

John Travolta und der “Dianetik-Gedenktag” 2012 …

Was John-Boy mit dem zweithöchsten „Feiertag“ der Scientologen zu tun hat? Er ist einer der glühendsten Anhänger des auf dem Machwerk Dianetik aufbauenden Kults Scientology. Dabei kam er heuer nicht wirklich dazu, dieses „Fest“ auch zu genießen.

Denn während sich immer mehr Masseure an die Details der jeweiligen Massage mit ihm erinnerten, dann es wieder zurücknahmen, dem US-Magazin National Enquire trotzdem die eine oder andere Coverstory lieferten, übertrumpfte sich dieser [National Enquire] dann selbst, als er einige Fotos ausgrub, auf denen John Travolta als Frau verkleidet zu sehen ist.

Dabei handelte sich nicht um Fotos aus dem Film Hairspray, wo Travolta 2007 eine Frau spielte, sondern um Aufnahmen aus dem Jahr 1997, wo dieser vielleicht schon für seine Filmrolle 10 Jahre später probte?

Sektenchef Miscavige dürfte darüber not amused sein, was eine seiner beiden Werbeikonen so in seiner Freizeit treibt – und wie der National Enquire berichtete, dürfte auch seine Zum-richtigen-Zeitpunkt-schwanger-Ehefrau Kelly Preston genug von ihrem John haben. Sie reichte eine 200 Millionen Dollar-Scheidungsklage ein. Sie verlangte damit für jedes Ehejahr an die 10 Millionen Dollar und würde – was noch viel schlimmer ist – die scientologische PR-Geschichte Preston/Travolta zum Platzen bringen. Den “Tarif” würde Travolta angesichts der auskunftsfreudigen Masseure wahrscheinlich leichter verkraften.

Und dann hängt natürlich auch noch alles davon ab, ob Scientology-Miscavige-OSA einer Scheidung des Vorzeigepaars auch zustimmt oder ob die Proponenten weiter so tun müssen, als ob …

So betrachtet passt das Travolta-schon-oder-doch-nicht-Theater ganz gut zum Buch Nummer 1 der Scientologen: Dianetik, die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit.

Die Rezensenten waren sich schon 1950 in ihrem Urteil einig, wie z.B. der Physik-Nobelpreisträger Rabi: „Das Buch beinhaltet mehr Versprechen und weniger Beweise pro Seite, als jedes andere Buch seit der Erfindung des Buchdrucks. … Das System wird ohne jede Qualifikation und ohne jeden Beweis präsentiert. [Hubbard] hat sich von der Psychoanalyse, der Konditionierung nach Pavlov, Hypnose und der Volksmeinung einiges ‘geborgt’.“

Oder der Psychoanalytiker und Philosoph Erich Fromm: „Der vielleicht bedauerlichste Aspekt an ‚Dianetik‘ ist aber die Art, in der es geschrieben wurde. Übermäßige Vereinfachungen, Halbwahrheiten und platte Absurditäten, die propagandistische Technik, den Leser mit der Größe, Unfehlbarkeit und Neuheit des Systems des Autors zu beeindrucken, das Versprechen beispielloser Resultate, erzielt durch die einfachen Mittel der beschriebenen ‚Dianetik‘: Diese Mixtur stellt eine Technik dar, die zu den verhängnisvollsten Ergebnissen im Bereich der Medizin oder Politik führt.“

Davon völlig unbeeindruckt, feiern die fanatisierten Scientologen seit 62 Jahren den 9. Mai als „Dianetik-Tag“ und damit aus ihrer Sicht jenen, „an dem die Welt eine andere wurde“. Eine Zeitlang hatte Hubbard sogar eine neue Zeitrechnung eingeführt: 25. Mai AD 14 – After Dianetics.

Tony Ortega bzw. die Village Voice waren durch ihre „Quelle“ in der Lage, relativ offenfrische Ausschnitte des Jubeltages 2012 zu bringen.

Im ersten Clip wie immer eine pompöse Einleitung – die Scientologen haben sich nicht umsonst ein ganzes Filmstudio in Hollywood gekauft …

Dann folgen die “Erfolgsberichte” einzelner Scientologen – flankiert von einem Vulkan. Dazu muss man die Xenu-Stroy kennen: Scientology bzw. Hubbard ging/geht davon aus, dass jener Fürst Xenu vor 75 Millionen Jahren unsere Vorfahren in Vulkanen “endlagerte” und damit kein Scientologe vergisst, warum er bei Scientology ist, lauert dieser im Hintergrund. Er [Xenu] wird zwar – so die Scientology-Mär – in einer elektronischen Kiste in den Pyrenäen seit damals gefangen gehalten, aber wer weiß schon, was der pöse, pöse Xenu in diesem Zeitraum wieder ausgeheckt hat.

Aber jetzt zu den Berichten. Unkommentiert, denn sie sprechen für sich …

Fotos: National Enquire

John Travolta und seine Masseure …

John Travolta und ...

Nachdem es durch die Medien geistert: Vorzeige-Scientologe John Travolta hat im Moment 2 Masseure am Hals, die ihm die unterschiedlichsten homosexuellen Praktiken vorwerfen und jetzt ist auch noch Fabian Zanzi aufgetaucht, der berichtet, dass ihm Travolta 12.000 Dollar für Sex angeboten habe.

Fakt ist, dass Travolta homosexuell ist, das dürfte mehr oder weniger feststehen. Und dass dies in Scientology nicht geduldet und entsprechend geahndet wird, auch.

Die Vorwürfe von Zanzi & Co dürften einer Wunschvorstellung nach viel Geld entsprungen sein.

John Travolta ist wahrscheinlich der bemitleidenswerteste Mensch der Welt: Er darf seine Neigungen nicht leben, da Scientology dies nicht zulässt – und ihn aber anderseits damit bei der „Stange hält“, wenn er wieder einmal der Psychosekte den Rücken kehren möchte, da er diese nicht unterdrücken kann.

Und um dem Ganzen noch eines drauf zu setzen, tauchen regelmäßig Zanzis auf, die mit sensationellen Enthüllungen aufwarten, die sehr schnell zerplatzen.

Es bleibt zu hoffen, dass Travolta auch einmal der Kragen platzt – und er Scientology verläßt!

Dazu ein guter Artikel in der Village Voice

Foto: Malecelebnews

Aktuell: Heimtückische „Spinnenart“ von Scientology entdeckt – Teil 3 …

Oberste Reihe: Prof. Silvio Calzolari, Florenz und Prof. Gerhard Besier (rechts – links neben ihm Pfarrer und Scientologykritiker Thomas Gandow) – mittlere Reihe: Gerald Willms und Jürgen Fliege – unten: Gerhard Besier (ganz links) bei der Eröffnung des Lobbyingbüros von Scientology in Brüssel. Mit ihm auf dem Bild (von links): Chris Brightmore, Leicester University und vormals Scotland Yard Chief Super Intendent, Reverend Kurt Weiland, Führungskraft des scientologischen Geheimdiensts OSA, Fabio Amacerelli, Leiter des Lobbyingbüros Brüssel, Operndiva Julia Migines und Bashi Quraishy, Präsident des „European Network against Racism. (Anmerkung: Der „Reverendtitel“ für Kurt Weiland stand in der Scientologymeldung, ist also nicht zwingend zynisch von mir gemeint)

Die „Entdeckung“ der Spinnenart Grieboski war ganz sicher eine der Top-News des abgelaufenen Jahres und gewährte einigen Einblick in die „Arbeit“ des scientologischen Geheimdiensts OSA. Man kann davon ausgehen, dass Griebsoki nicht erst 2007 ganz gezielt für Scientology lobbyiert hat.
In diesem Zusammenhang lässt sich die Rede des nunmehrigen Abgeordneten der LINKEN, Prof. Gerhard Besier, die dieser 2003 anlässlich der Eröffnung des Lobbyingbüros von Scientology hielt, neu betrachten – hatte er zuvor den Besuch von Joe Grieboski? Hier Ausschnitte der Rede des damaligen Vorsitzenden des renommierten Hannah Arendt-Institutes (den Job war er nach der Rede los – Anm.), Gerhard Besier – machen Sie sich selbst ein Bild: „Es bereitet mir beträchtliches Vergnügen, heute hier anlässlich der Eröffnung des neuen und sehr eindrucksvollen Büros der Church of Scientology International zu sprechen.
Es wird eine Schlacht geführt für die Glaubensfreiheit und die Freiheit des Gottesdienstes. Sie findet statt in Deutschland und quer durch Europa, wo der Konflikt zwischen der nach dem Gesetz garantierten Glaubensfreiheit und der tagtäglichen Wirklichkeit religiöser Diskriminierung oft aufbricht. …
Von allen neuen religiösen Bewegungen in Deutschland ist Scientology bei weitem die sichtbarste und überstand viele Angriffe.
Die Schlacht ist noch nicht vorüber. … Scientologen geben nicht auf. Sie sind entschlossen. Sie halten durch. Sie zeigen Mut angesichts von Hindernissen.“

Die italienische Zeitung La Stampa fasste die Situation in Brüssel folgendermaßen zusammen: „Sie beabsichtigen gut sichtbar zu sein, wie dies von einer Journalistin des Le Soir aufgedeckt wurde, die sich in eine Brüssler Scientologyveranstaltung eingeschlichen hatte. ‚Wir sind im Krieg’, erklärte der Sprecher bei der Bekanntgabe des Kaufs des neuen Gebäudes. Im Krieg ‚gegen die europäischen Institutionen, die aufgerüttelt und erzogen werden müssen’. Erstes Ziel ist dabei natürlich das Europäische Parlament.
‚Ein heimtückisches Unterwandern’, sagte ein Abgeordneter, der anonym bleiben möchte, ‚sie sind sehr präsent durch ihre beiden Vereine ‚Jugend für Menschenrechte‘ und ‚Citizen Commission für Human Rights‘’ . … Bei der Europäischen Kommission arbeiten 20.000 Beamte. ‚Sie organisieren Seminare zum Thema ‚Kampf den Drogen’ in der Nähe der Gebäude der Kommission. Sicher werden einige Beamte … dort hingehen und so in das Netzwerk gelangen’, sagte der Verantwortliche eines Antisektenvereins, der anonym bleiben möchte.
Am 26. Juni 2006 organisierte Scientology eine Konferenz, um den Internationalen Tag gegen Drogenabhängigkeit der Vereinten Nationen zu feiern. Auf den Einladungen prangte aber nicht das UN-Logo, sondern jenes von Scientology.
Das Büro des Kommissionspräsidenten Barroso lud Scientology 2004 zu einem Treffen verschiedener Religionsvertreter ein. Seit ihn zahlreiche Europa-Abgeordnete deshalb zur Rede stellten, ließ er jeden Kontakt zur Sekte dementieren.“

Auch bei anderen „Scientology-Versteheren“, wie dem Sozialwissenschaftler Gerald Willms, laut eigener Aussage an Neuen Religionen bzw. Scientology interessiert und dabei auch Wikipediamitarbeiter – dementsprechend sieht die Wikipediaseite von Scientology auch aus -, kommt man genauso wenig um die Gretchen-Frage herum – „War Grieboski schon da?“ -, wie beim ehemaligen Fernsehpfarrer Jürgen Fliege oder ganz aktuell bei Professor Silvio Calzolari aus Florenz, Lehrbauftragten an der Theologischen Fakultät der Pontificia Univerita Gregoriana, der Scientology anlässlich des 100. Geburtstags Hubbards, eine „Anerkennung der Werke und der Nächstenliebe zu den Menschen, die ihn antrieb, der gesamten Menschheit zu helfen“ aussprach – so der Scientologypressetext (hier der Link dazu).
War es der „Grieboski-Effekt“, der Calzolari zu folgendem Aussage einludt? – „Ich bin ein Religionshistoriker. Ich habe die Religionen des Westens studiert und auch des Ostens, als ich dort mehrere Jahre lebte. Ich hatte die Schriften des Philosophen L. Ron Hubbard studiert … und lernte die Scientology-Religion kenn und schätzen.“

Und wenn man sich jetzt fragt, seit wann Scientology bzw. OSA so darauf pocht, eine Kirche bzw. Religion zu sein – hier die Antwort. Hubbard hatte die „Scientology-Kirche“ 1953/54 aus einem einzigen Grund gegründet: er vermied derart Nachfragen aller Art, vor allem von Psychologen, Psychiatern, dem Finanzamt usw., die ihm jede Qualifikation absprachen und ganz im Gegenteil in Scientology einen gefährlichen Kult sahen. Bis Ende des vorigen Jahrhunderts war von der Kirche bzw. Religion Scientology intern wenig bis gar nichts zu bemerken, wichtig war, dass in jeder Organisation ein Kreuz hing und ein „Glaubensbekenntnis“ und dass ein Mitarbeiter mit einem „Priesterkragen“ herumlief, um derart zu demonstrieren, dass der „Reverend“ im Amt war. Anfang der Nullerjahre des neuen Jahrtausends änderte der nunmehrige Führer von Scientology, Davis Miscavige, die Strategie – plötzlich wurde das „Wir-sind-eine-Kirche-bzw.-eine-Religion“ mehr als nur betont, OSA-Mitarbeiter sprachen von “Erlösungswegen”, die in Scientology beschritten wurden usw.

Zwei Mal Joe Grieboski und ein Mal Tom Cruise anläßlich der Verleihung eines Menschrechtspreises durch das Simon Wiesenthal-Center 2011 ...

In dieses neue Image passte ein Grieboski natürlich perfekt – inwieweit er z.B. in der dubiosen Verleihung eines Menschenrechtspreises durch das an sich seriöse Simon-Wiesenthal-Center in Los Angeles an Tom Cruise seine Finger im Spiel hatte, wäre mehr als nur wissenswert. Und natürlich auch, in welcher Beziehung er zu den immer zahlreicheren Religionswissenschaftlern steht, die in einer Expertise entweder den „Religionscharakter“ von Scientology feststellen oder der Einfachheit halber gleich bei einer Eröffnungsfeier einer neuen Scientologyorganisation auftreten – Besier war dabei das Role Model.

Auszug der Spendenaktivitäten von Scientology in den USA – Greg Mitchell und Bill Clinton ...

Ausgehend von den USA, wird vor allem Europa ins Scientology-Visier genommen. Und während Grieboski alles abdeckt, was mit “Religionsfreiheit” zu tun hat, arbeiteten andere Scientology-Lobbyisten, wie Greg Mitchel, auf politscher Ebene – wobei die Grenzen oft fließend sind.
Zwischen 2008 und 2011 „spendete“ allein Scientology offiziell 290.000 Dollar, nicht berücksichtigt wurden die Summen, die andere Scientology-Supporter aufbrachten.
Und wie in den USA üblich, kann sich der großzügige Spender, auf eine Gegenleistung des Politikers einstellen, sobald dieser den einen oder anderen Hebel der Macht erreicht hat.

Mitchells OSA-Programm datiert nicht nur aus dem gleichen Jahr, sondern sieht auch ähnlich aus, wie das von Grieboski: er sollte für 3.000 Dollar im Monat, und einigen Spesen, in erster Linie Senatoren und Kongressabgeordnete dafür gewinnen, den „Sozialen Aspekt“ von Scientology gutzuheißen und gleichzeitig alles, was sie von deutschen, französischen oder anderen Scientology ablehnend gegenüberstehenden Diplomaten an Negativem über Scientology gehört haben, „richtig stellen”.
Der Zweck des Programmes für Mitchell wird von OSA folgendermaßen definiert: „Kongressabgeordneten und US-Regierungsbeamten die Technologie von LRH (L. Ron Hubbard) bewusst zu machen und deren Unverzichtbarkeit für die Gesellschaft“.
Als Hauptziele werden zwei Punkte genannt: „1. Greg Mitchell dazu zu bekommen, dass Kongressmitglieder nach LRH-Technologie verlangen und die Psychs (Psychiater/Psychologen – Anm.) aus den Gebieten Drogen, Erziehung und Rehabilitierung von Kriminellen abziehen.
2. Unterstützung von Scientology durch Kongressabgeordnete“.

Hier der Link zum kompletten OSA-Mitchell-Programm

Bild links oben (im Uhrzeigersinn): Mark Foley (US-Kongress – mittlerweile nicht mehr im Amt), Greta Van Susteren (Top-Scientologin und Fox-TV), Ileana Ros-Lehtinen (US-Kongress), Brad Sherman (US-Kongress). Bilder rechts davon: zwei Mal Brad Sherman in Scientologymedien. Untere Bilder: Ileana Ros-Lehtinen (1) mit John Travolta und KellyPreston und (2) mit Sofia Milos (die in einer Schweizer Folge des „Tatort“ auftrat) auf einem Scientology-Event. Rechts unten: Will Smith und Tom Cruise …

Bei einigen dürfte diese Strategie aufgegangen sein, denn während Greg Mittchell lobbyiert, bedienen die Kongress-Abgeordneten Ileana Ros-Lehtinen und Brad Sherman die Hebeln im Sinne von Scientology – praktischerweise sitzen beide im Kongressausschuss für Auswärtige Angelegenheiten. Ros-Lehtinen sitzt ihm vor und ist damit nicht weit entfernt von der US-Außenministerin Hillary Clinton angesiedelt, deren Mann Bill mehr als nur ein Naheverhältnis zu Scientology hatte.

Und während Ros-Lethinen die Nähe der Scientology-Stars genießt, Brad Sherman keine Gelegenheit auslässt, Scientology zu lobpreisen, „fährt“ Scientology eine weitere Strategie. Ich hab sie Will-Smith-Strategie genannt, die folgendermaßen aussieht: Während es früher das Ziel war, Berühmtheiten zu Scientologen zu machen, begnügt man sich jetzt damit, dass sich diese positiv über Scientology äußern – was neben Will Smith und dessen Frau z.B. auch Jennifer Lopez macht. 2008 und nach den „Auszuckern“ von Tom Cruise, nahm man diese Justierung vor – auch ein Star in Scientology bleibt vom Wahnsinn des scientologischen „Inhalts“ nicht verschont – und ist dann kein Werbeträger mehr.

Fazit: Die „Spinne“ Grieboski ist nicht die einzige Ungezieferart im Netz von Scientology – man muss davon ausgehen, dass da noch jede Menge „Getier“ kreucht und fleucht, mit dicken Dollarbündeln oder anderem wedelt. Dem Betrachter bleibt nichts anderes über, als sich zu fragen: „Waren Grieboski, Mitchell usw. schon auf Besuch – oder was veranlasst X sonst zu den Lobeshymnen auf Scientology?“
Unabhängig davon, ob gerade ein europäischer Religionswissenschaftler seine „Liebe“ zu Scientology entdeckt oder die Arbeitsgemeinschaft Scientology geschlossen wird.

Dabei gäbe es jemanden, der viel mehr weiß, als er bis heute bekanntgegeben hat: Mike Rinder, bis 2007 der Chef des scientologischen Geheimdiensts OSA, der dem entsprechend eigentlich alle Lobbyisten von Scientology kennen sollte, wie sie vorgehen, was sie vorhaben usw. Nur er hüllt sich nach wie vor in Schweigen und lässt sich sein Wissen aus der Nase ziehen – vielleicht weil gemeinsam mit Marty Rathbun einen eigenen Kult gründen möchte?

Mike Rinder: War bis 2007 Chef des scientologischen Geheimdiensts OSA ...

Fotos: Diverse Screenshots, Scientologypublikationen, The Salon, Typepad, Simon-Wiesenthal-Center

Der geheime Geheimdienst von Scientology – zwölfter Teil …

Fotos links: Tommy Davis, „Internationaler Sprecher“ von Scientology - Foto rechts: Tommy Davis mit Kathie Holmes, Tom Cruise und seinem Tattoo der paramilitärischen „Sea Org“ …

Dem aufmerksamen Leser ist natürlich nicht entgangen, dass ich bei meiner gestrigen Aufzählung der verschiedenen Sections – im Guardian Office hießen sie noch Bureaus – die Social Reform Section nicht behandelt habe. Bedingt durch einen Todesfall, der sich erst vor wenigen Wochen in einer dieser „Reform-Einrichtungen“ ereignet hat, brachte es dieser tragische Umstand mit sich, einiges an Recherche zu unternehmen und die entsprechende Abhandlung umzuarbeiten – ich werde daher erst in meinem übernächsten Blog auf diese Social Reform Section eingehen.

Bis dahin noch einige Details zur „Zusammenarbeit“ der anderen Sections des Büro für Spezielle Angelegenheiten.

Nach dem Abgang von Mike Rinder war es Tommy Davis, Sohn der US-Schauspielerin Anne Archer und Freund von Tom Cruise, der als Internationaler Sprecher von Scientology auftrat. Darüber hinaus dürfte er Mitglied der paramilitärischen Sea Org sein – zumindest ließ er sich deren Logo tätowieren. Der Scientology-Sprecher hat dabei – auch in den USA – in erster Linie die Aufgabe, zu einzelnen Vorwürfen oder hinsichtlich bestimmter Themengebiete „Stellung“ zu nehmen. Sehr oft geht es dabei um die Geheimstufen von Scientology – die sogenannten OT-Stufen – und da wird gemäß TR L ganz ungeniert gelogen, wie das folgende Video zeigt (Die Zusatzkommentare stammen von Anonymous) …

Manchmal nützt das wenig, wenn der Reporter nachhakt und da bleibt Tommy Davis dann nur der Abgang …

Mittlerweile ist Tommy Davis schon seit einiger Zeit nicht mehr präsent, ihn dürfte ein heimlich mitgeschnittenes Tonband die „Einweisung“ in das sekteneigene Straflager Rehabilitation Project Force eingebracht haben. In diesem Gespräch ging es darum, einem Scientologen „nahe zu legen“, sich von einem Scientology-Feind, einem ehemaligen Scientologen, zu trennen – oder man würde selbst zum Unterdrücker erklärt. Das Tondokument – es besteht aus mehreren Teilen – findet man in einem Artikel der Village Voice

In einem CNN-Interview stritt Davis zuvor die Praxis der Disconnection innerhalb von Scientology – fast möchte man sagen: natürlich – ab …

Davis wird bzw. wurde aber erst aktiv, wenn die davor gesetzten Maßnahmen nichts fruchteten. Üblicherweise läuft es so: Scientology versucht – sofern sie es wissen, was insofern wahrscheinlich ist, da seriöse Medien offen vorgehen und auch Scientology selbst einbeziehen – als Erstes, einen Bericht oder eine TV-Dokumentation zu verhindern. Dabei wird einerseits die Legal Section aktiv und andererseits Investigation, die sich „bemüht“, entsprechende “Munition” dagegen zu finden. Beides gelingt in Europa selten bis nie.

Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, was dies bedeutet. Nachdem 2005 bei einer großen Talksendung im deutschen Fernsehen das Thema Scientology behandelt werden sollte und dazu auch ein Scientologysprecher eingeladen wurde, wusste Scientology natürlich darüber Bescheid. Nachdem sich das Sendungskonzept geändert hatte und nun doch kein Scientologe zu Wort kommen sollte, wurde meine Ex-Frau – Scientologin und OT – samt meinen in den USA lebenden Kindern (die keine Scientologen sind) zu einem Anwalt geschleppt, um Eidesstattliche Erklärungen in Bezug auf meine Person abzugeben.

Das ganze Konvolut an konstruierten Aussagen wurde danach bis zum Intendanten des Senders gesandt, um die Sendung zu verhindern. Die Sendung lief dann planmäßig und schlagartig kehrte auch wieder Ruhe ein, das Büro für Spezielle Angelegenheiten wartete auf die nächste Möglichkeit ihrer Art der „Intervention“.

Die Scientology-Zeitschrift „Freedom“ (in Deutschland, der Schweiz und Österreich: „Freiheit“) …

Während es in meinem Fall eine Einzelaktion war, bekommen „notorische Feinde“ von Scientology, wie CNN, BBC, THE NEW YORKER, ehemalige Sea Org-Executives oder in Deutschland DER SPIEGEL, die Ex-Minister Blüm und Beckstein oder Ursula Caberta, eine eigene Zeitschriften „gewidmet“: das Scientologypamphlet heißt Freedom bzw. Freiheit, obwohl Scientologen jede Ironie normalerweise fremd ist.
In diesen werden die „Ergebnisse“ der Investigation Section aufbereitet – milde ausgedrückt: aufgeblasen und zurechtgebogen. Wobei es dabei nicht um die Wahrheit geht, sondern darum, sie so zu verdrehen, dass daraus der Eindruck entsteht, dass diese Medien, Personen usw. aus lauter bösartigem Eigennutz Scientology angreifen würden. Diese „Sonderausgaben“ werden nicht nur in hoher Auflage gedruckt und verteilt, sondern stehen auch im Internet.
Am Beispiel der BBC und dessen Reporter John Sweeney lässt sich dies sehr gut illustrieren. Sweeny drehte 2007 für PANORAMA einen Bericht über Scientology, war dazu auch in den USA und wurde von Tommy Davis „begleitet“ – und seinerseits gefilmt. Sinn und Zweck der Übung: ihn zu irritieren. Gleichzeit war Investigation aktiv, spionierte an Sweenys Wohnort, bei seinen Nachbarn usw. – konnte aber nichts finden, das man gegen ihn einsetzen konnte. Auch Legal sah keine Handhabe, den BBC-Bericht zu verhindern, also setzte man auf Public Relations – der anderen Art. Und diese führte zu einem überraschenden Ergebnis: trotz jahrelanger Erfahrung mit Despoten aller Weltgegenden verlor Sweeny die Beherrschung und brüllte Davis irgendwann an – und nachdem er von OSA immer gefilmt worden war, ist natürlich dieser Ausraster Sweenys im Bild und wurde von OSA blitzschnell auf DVD gepresst und in Umlauf gebracht. John Travolta schrieb dazu einen Offenen Brief an die Medien und verlangte Sweenys Ablösung als Reporter. Machen Sie sich selbst ein Bild der Vorgänge …

Sweenys Ausraster aus Scientology-Sicht:

Dokumentation der BBC, wie es zu diesem Ausraster kam:

Und hier der komplette BBC-PANORAMA-Beitrag Scientology and Me:

Der u.a. mit dem Emmy Award ausgezeichnete BBC-Journalist John Sweeny wünschte sich nach dieser Erfahrung mit Scientology „in den Kofferraum eines Autos zurück, verfolgt von Mugabes Schergen“.

Shawn Lonsdale, den Sweeny zuvor noch interviewt hatte, wurde einige Monate später tot in seinem Haus aufgefunden. Angeblich war er erstickt, hatte sich umgebracht – was sehr viele bezweifeln. Ganz sicher war er Kritiker von Scientology, der direkt in Scientologys Hauptquartier, Clearwater, Florida, lebte. Der Schweizer Blick formulierte es folgendermaßen: „Die Sekte machte das Leben des Mannes zur Hölle.“

Fotos: Scientologypublikationen (8)