
Suri, Katie Holmes und Tom Cruise …
Das Thema “Scientology” wird prozessbedingt aus der Scheidung zwischen Katie Holmes und Tom Cruise herausgehalten, stellt aber nicht nur aus meiner Sicht den einzigen Grund dar.
Katie Holmes war von Scientology/David Miscavige/Tom Cruise im wahrsten Sinne des Wortes „gecasted“ worden – „man“ wollte ein ähnliches Fiasko, wie das der Ehe mit Nicole Kidman vermeiden, als Cruise „ehebedingt“ 10 Jahre wenig bis nichts mit Scientology zu tun hatte.
Nach der Hochzeit wurde sowohl Cruise als auch Holmes von eigenem Scientology-Personal überwacht – und alles direkt an den Scientology-Führer David Miscavige “weitergeleitet”. Im Fall von Tom Cruise war es Michael Doven, Katie Holmes wurde von Jessica Feshbach (Rodriguez) – ich berichtete sowohl die Cruise-Überwachung, als auch über jene von Holmes.

Michael Doven, der Tom Cruise für Scientology „überwachte“ …

Jessica Feshbach (Rodriguez - re. im Bild), die Katie Holmes im Auftrag von Scientology „begleitete“ …
Weder für Cruise, noch für Holmes sollte sich daran etwas geändert haben. Lediglich das überwachende “Personal” wurde ausgewechselt …
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UPDATE: Die New Yorker Daily News fotografierte aktuell einen Cadillac Escalade und dessen Insassen, die Katie Holmes überwachten – hier der Artikel dazu …


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Die Ehe der beiden war also nicht nur arrangiert, sondern wurde/wird von Scientology bzw. dem Büro für Spezielle Angelegenheiten (OSA) gesteuert und überwacht. Nichts wurde dem Zufall überlassen – Tom Cruise war/ist immerhin der Busenfreund von David Miscavige, dem Führer von Scientology.
Dann wurde Suri Cruise in die bizarre Welt von Scientology hineingeboren.

Suri Cruise ...
Seit sie im schulfähigen Alter ist, wird sie auch für Scientology interessant – bis dahin hat sie das scientologische „Leben“ nur insofern kennengelernt, als sie in der Dogmatik des Kults aufwuchs. Jetzt soll sie unter anderem eine Scientology-Schule besuchen und spätestens mit 8 Jahren in der Doktrin des Kults „weitergebildet“ werden (Scientology- Auditing und –Kurse).
Mehr dazu auf der Seite von Ilse Hruby, die sich ausführlich diesem Thema gewidmet hat – hier der Link (Runter scrollen bis zum Kapitel Kinder in der Scientology-Organisation)
Woraus besteht die Scientology-Dogmatik in Bezug zu Kindern?
Ganz oben an der Spitze dieser Dogmen steht die Vorgabe von L. Ron Hubbard, den Sekten-Gründer, dass „jedes Gesetz, das auf das Verhalten von Männern und Frauen zutrifft, [auch] für Kinder [gilt]“.
Hubbard an anderer Stelle: „Kinder sind keine Hunde. Sie können nicht wie Hunde dressiert werden. Sie sind keine kontrollierbaren Gegenstände. Sie sind – lassen Sie uns diesen Punkt nicht übersehen – Männer und Frauen. Ein Kind ist nicht eine besondere Art von Tier, die sich vom Menschen unterscheidet. Ein Kind ist ein Mann oder eine Frau, der oder die noch nicht zur vollen Größe herangewachsen ist.”
Und noch ein Zitat Hubbards, dass die Einstellung von Scientology in Bezug auf Kinder zeigt: “Wenn sie den Unterschied zwischen einer Gruppe tobender Kinder und psychisch gestörten Menschen erklären können, gebe ich ihnen einen Orden.”
Noch extremer läuft die „Kindheit“ in der paramilitärischen Sea Org ab, wo folgendes gilt:
„Babies … Personen, die unter sechs Jahren alt sind, die keine Kadetten sind.
Kadett … jedes Kind, das seinen Mitarbeiterstatus II … abgelegt hat und einen Posten in der Sea Org inne hat und eine gute Ethik-Beurteilung besitzt, ist demnach im allgemeinen nicht als ,Kind’, sondern als Kadett zu betrachten. Ein Kadett ist im Rang Deckmatrosen oder Maschinisten gleichgestellt.
Kinder – 1. Personen die keine Prüfblätter abgeschlossen haben und keine bezahlte Posten in der Sea Org haben. (FO 760)
2. Ein Kind ist jemand der keinen Org oder Schiffsposten handhaben kann. Er oder sie steht nicht auf der Lohnliste. (FO 1630)”
Für viele Scientology-Eltern ist es aus dieser „Logik“ heraus ein „Wunschziel“, ihre Kinder mit 12 oder 13 Jahren an die Sea Org abzugeben, wo diese einen „Dienstvertrag“ über 1 Milliarde Jahre unterschreiben.
Die Perfidie des Scientology-System wird aber mit den sogenannten SecChecks („Sicherheitsüberprüfungen“ bzw. Verhöre mit dem scientologischen Lügendetektor E-Meter) gezeigt – und hier mit einer speziellen „Fassung“ für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Die Fragen lauten u.a.:
„1. Was hat dir jemand verboten zu erzählen?
2. Hast du jemals beschlossen, ein Familienmitglied nicht zu mögen?
3. Hast du jemals etwas genommen, das einem anderen gehörte, und nie zurückgegeben?
4. Hast du dich jemals krank gestellt?
5. Hast du dich jemals selbst krank gemacht oder verletzt, um Mitleid zu erregen?
6. Hast du dir jemals etwas sehr gewünscht, aber niemanden davon erzählt?
7. Hast du dich jemals absichtlich schmutzig gemacht?
8. Hast du dich jemals geweigert, etwas zu essen, nur weil du jemand bekümmern wolltest?
9. Ist dir jemals etwas über dich selbst eingefallen, und hast du es niemanden erzählt, weil du dachtest, man würde dir nicht glauben oder sich über dich ärgern?
10. Hast du dich jemals geweigert, einen Auftrag von jemand, dem du gehorchen solltest, auszuführen?
26. Hast du jemals versucht einen Lehrer bei anderen mies zu machen?
27. Hast du jemals versucht, ein anderes Kind unbeliebt zu machen?
29. Hast du jemals einen Lehrer angelogen?
31. Bist du jemals der Schule ferngeblieben, wenn du hättest gehen können?
39. Hattest du jemals das Gefühl, deine Eltern oder dein Zuhause wäre nicht gut genug für dich?”
Resümierend kann man sagen: Ein Kindheit im Sinne des Wortes bzw. des Kindes findet in Scientology nicht statt!
Es ist daher sehr gut nachvollziehbar, dass Katie Holmes in Bezug auf diese „Zukunft“ ihrer Tochter die Reißleine gezogen hat, um sie durch die Scheidung dem Einflussbereich der Sekte zu entziehen – sie beantragte alleiniges Sorgerecht. Ob dies gelingt, ist wieder eine andere Frage, denn Tom Cruise und seine „Ehe“ sind innerhalb von Scientology und für David Miscavige zu wichtig. Man wird sehen …
Dazu hat sich auch Medienmogul Rupert Murdoch via Twitter zu Wort gemeldet. In seinen beiden Tweets spricht er vom „Kult Scientology, bei dem großes, großes Geld involviert ist“, empfiehlt die Scientology/Holmes-Story und kann sich vorstellen, dass „etwas Gruseliges, sogar Böses, diese Leute umgibt” …


Hier noch einige Artikel dazu: The Guardian, Daily Mail , 20 Minuten, DER SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung, RP-Online, FOCUS , STERN, KURIER und die amerikanische TMZ, die den Stein ins Rollen brachte …
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Abschließend noch ein ganz anderer Aspekt aus der „wunderbaren“ Welt von Scientology: Sie erinnern sich noch an Debbie Cook, ehemalige „Spitzenkraft“ von Scientology, die dann kurzfristig zur Dissidentin wurde und danach für etliche Millionen Dollar beschloss, den Rest ihres Lebens zum Thema „Scientology“ zu schweigen?
Man (Cook und ihr Mann Wayne Baumgarten) ist mittlerweile in die Karibik ausgewandert. Im französischen Guadalupe hat man „Exil“ bezogen, gibt online ein Reisetagebuch heraus und genießt offensichtlich die Schweige-Millionen …
Fotos: whatfashioncreates, Michael Doven, Radar Online, Holysmoke, D. Cook/W. Baumgarten (4), Village Voice (2)