Nachdem er Millionen für Scientology „gespendet“ und OT III „absolviert“ hatte, erschoss sich Rudolf Willems …

Rudolf Willems ...

Rudolf Willems …

Dr. Rudolf Willems setzte einen dramatischen Schlussstrich unter sein Leben als Scientologe – dazu DER SPIEGEL 1987 in einem Artikel mit dem Titel Lieber tot als unfähig: „Einer … war der Düsseldorfer Stahlhändler Rudolf Willems. Der Erbe eines gutgehenden Familienbetriebs und promovierte Rechtsanwalt hatte sich Anfang der achtziger Jahre zu Scientology bekehren lassen und es schnell zum Präsidenten des ‘Verbands engagierter Manager’ gebracht. Einige Wochen im US-Hauptquartier in der Sauna, dann war er geläutert.

Sein Erweckungserlebnis spornte den geklärten Firmenchef zur innerbetrieblichen Mission an. Zunächst verordnete er den Mitarbeitern der Verkaufsabteilung Seminare bei Sektenfreund Stricker im CCI Institut. Leitenden Angestellten legte er eine Ergänzung zum Dienstvertrag vor; mit ihrer Unterschrift sollten sie sich für fünf Jahre zur ‚Durchführung eines Scientology-Kursprogramms‘ verpflichten, die Möglichkeit einer regulären Kündigung des Arbeitsverhältnisses war vorsorglich ausgeschlossen.

In einer ‚Vereinbarung zur Sicherung der Vertraulichkeit‘ mussten sich die Beschäftigten zudem vertraglich binden, über die Indoktrination strengstes Stillschweigen zu bewahren. Das Papier sah horrende Vertragsstrafen vor: Bei einem Verstoß gegen die Regelung sollten Mitarbeiter 50 000 Mark, leitende Angestellte 200 000, Geschäftsführer 500 000 Mark Entschädigung zahlen.
Eine eigens gegründete ‚Hauptabteilung I Kommunikation, Abteilung 3 Ethik und Untersuchungen‘ überwachte das Wohlverhalten der Kollegen. Ein Katalog mit ‚Ethikmaßnahmen‘ gab der Firmen-Stasi 23 Disziplinierungsmaßnahmen an die Hand: vom ‚Härtegrad 1‘ – ‚stillschweigendes Übersehen einer nicht optimalen Handlung‘ – bis zur Entlassung.

Die Folgen der Scientologisierung des Stahlunternehmens waren verheerend: Innerhalb von drei Jahren hatte die Hälfte der Mitarbeiter den Betrieb verlassen, die Firma schlitterte geradewegs in den Konkurs.

Dem Bericht des Konkursverwalters zufolge war die Insolvenz bei Willems auf ‚hohe und unvertretbare Entnahmen‘ aus der Firmenkasse zurückzuführen, der Stahlhändler habe seinem Geschäft ‚erhebliche Beträge in Zusammenhang mit seiner Mitgliedschaft bei der Scientology-Sekte‘ entzogen. Allein für Hubbard-Bücher mit Original-Signatur ließ Willems im Laufe der Jahre 1,2 Millionen Mark springen.

An einem sonnigen November-Tag wurde der hochverschuldete Unternehmer in seiner Villa tot aufgefunden. Er hatte sich erschossen.“

Unmittelbar vor seinem Freitod hatte Rudolf Willems noch die sogenannten „OT-Stufen” im Scientology-„Mekka“ Flag “absolviert” …

Foto: Xenu-Directory

Die “wesentlichste” Geheimstufe von Scientology: OT III …

19052013 11 OT3 Encyclopedia dramatica

Eigentlich wollte ich den Blog schon im Rahmen der sonntäglichen Betrachtung von Scientology bringen, aber dann fand ich keinen Platz mehr, um das Thema ausreichend würdigen zu können – und daher erst jetzt.

Bei der Suche nach einem Fotomotiv bin ich über obiges Foto gestolpert, das mich daran erinnert hat, die Stufe OT III von Scientology wieder einmal zu beleuchten. Sie stellt innerhalb von Scientology die zentrale OT-Stufe dar, wo sich nicht nur Fürst Xenu findet …

Original von L. Ron Hubbard ...

Original von L. Ron Hubbard …

Hier die gesamte „Space-Opera“, an die die Scientologen krampfhaft „glauben“, obwohl sie gleichzeitig leugnen, dass dem so ist …

Und als PDF

Übersetzt hört sich die Hauptgeschichte so an: „Das Haupt der Galaktischen Föderation (76 Planeten um von hier aus sichtbare größere Sterne, gegründet vor 95.000.000 Jahren, sehr Science Fiction) löste Überbevölkerung (250 Milliarden oder so pro Planet, 178 Milliarden im Mittel) durch Massenimplantierung [‚Einpflanzung‘]. Er veranlasste, dass die Leute nach Teegeeack (Erde) gebracht wurden und brachte an den bedeutendsten Vulkanen H-Bomben an (Ereignis II), dann wurden diejenigen aus den Pazifikgebieten in Schachteln nach Hawaii gebracht und diejenigen aus den Atlantikgebieten nach Las Palmas und dort zusammengepackt.

Sein Name war Xenu. Er gebrauchte Abtrünnige. Verschiedene irreführende Informationen wurden mittels Schaltkreisen usw. in die Implantate eingebracht.
Nachdem er sein Verbrechen vollendet hatte, fingen ihn loyale Offiziere (gegenüber dem Volk) nach sechs Jahren Kampf und steckten ihn in eine elektronische Falle in einem Berg wo er immer noch ist. ‘Sie’ sind gegangen. Der Ort (Konföderation) war seither eine Wüste. Die Dauer und Brutalität von all dem war so groß, dass sich diese Konföderation nie mehr erholte. Das Implantat ist zum Töten (durch Lungenentzündung usw.) von denjenigen berechnet, die es zu beseitigen versuchen. Durch die von mir entwickelte Tech kann diese Anfälligkeit aufgehoben werden.”

Fürst Xenu ...

Fürst Xenu …

„Man kann durch das Implantat ‘freilaufen’ und dabei umkommen, es sei denn dass erreicht wird, es genau abzugrenzen. Ein Freilaufen (selbständig, fort und fort) dauert zu lange, verhindert den Schlaf usw. und man stirbt. Sie müssen vorsichtig sein und nur Ereignis I und II wie vorgegeben bearbeiten und nicht überall herumwühlen und dabei das Abschließen eines Thetans zu einer Zeit verfehlen.

Im Dezember 1967 kannte ich jemand, der einen entscheidenden Schritt zu machen hatte. Ich machte ihn und tauche sehr angeschlagen aber lebend wieder auf. Möglicherweise der Einzige der dies in 75,000.000 Jahren je tat. Ich habe nun alle Informationen, aber nur das hier gebotene ist notwendig.

Ein Körper besteht aus einer Menge einzelner Thetane die aneinander haften oder sich am Körper festhalten. Man muss diese wegfegen indem man Ereignis II und Ereignis I vollzieht. Es ist eine langandauernde Arbeit, die Sorgfalt, Geduld und gutes Auditing verlangt. Ihr seid Wesen die dies vollziehen. Sie reagieren wie jeder Preclear [Jemand der Auditing bekommt]. Einige heftiger, andere schwach. Thetane glaubten, dass sie alle gleich seien. Das ist der ursprüngliche Irrtum. Viel Glück.“

Während Ereignis II nur vor 75 Millionen Jahren „stattgefunden“ haben soll, siedelte Hubbard die Vorgeschichte des Ganzen, Ereignis I, gleich vor 4 Quadrillionen Jahren an, die wie folgt abgelaufen sein soll:

„Lauter Knall
Lichtwellen
Wagen kommt heraus, dreht sich nach rechts und links
Cherub kommt heraus
Horn bläst, kommt näher
Entsetzliche Serie von Explosionen
Cherub verschwindet (zieht sich zurück)
Finsternis umhüllt den Thetan!“

Noch Fragen?

Dazu noch ein Video der BBC …

Und ein Video mit Hubbard himself …

Foto: Encylopedia Dramatica

Scientology behauptet, dass OT VIIIs „Meister über Materie, Energie, Raum und Zeit“ seien – würde das einer der Herrschaften bitte vorführen?

Brian Culkin …

Es gibt weltweit keine 3.000 Scientologen, welche die höchste Stufe von Scientology, nämlich OT VIII, erreicht haben.

Brian Culkin, Kurzzeit-Scientologe, stellte ihnen via Tony Ortegas Blog eine gute Frage: Könnte irgendwer von ihnen die „errungenen Fähigkeiten“ demonstrieren, denn laut Scientology-Werbung sollen sie ja beachtlich sein und nichts weniger als die Herrschaft über Materie, Energie, Zeit und Raum umfassen?

Auch für die OT VIII selbst könnte von Interesse sein, ob sie nun oder nicht, denn der „Weg“ dorthin hat ihnen auf jeden Fall beachtliche 300.000 bis 400.000 Dollar gekostet und eine „Probefahrt“ sollte da schon drinnen sein.

Für Culkin, der selbst Yoga-Meister ist, wäre es eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man die erworbenen Fähigkeiten auch vorführt …

Es bleibt abzuwarten, ob einer der OT VIIIs auf die Anfrage Culkins eingeht, aber vielleicht gerät er ins Grübeln, wenn er merkt, dass er die Nummer nicht bringen würde?

Bis dahin bleiben Brian Culkin nur die „Erlebnisse“ seiner einjährigen Mitgliedschaft, um Scientology zu beurteilen, die ihm einen finanziellen Aderlass von 330.000 Dollar bescherte. Denn diese „Tätigkeit“ von Scientology funktioniert tatsächlich …

Fast möchte man abschließend sagen: “Und wenn sie nicht gestorben sind, dann pressen sie noch heute jeden wie eine Zitrone aus …“

Foto: Ortega Underground

Zur Abwechslung etwas zum Lachen, wobei es eigentlich zum Weinen ist, da dies für Scientologen die „Wahrheit“ darstellt …

Am 22. Februar 1979 war es wieder einmal soweit: L. Ron Hubbard (im Bild) hatte eine “Entdeckung” gemacht, von der es eigentlich unverständlich ist, dass darauf das Nobelpreiskomitee noch nicht reagiert hat. Dabei entdeckte Hubbard um nichts weniger als den Bodythetan, der missverstandene Worte sein eigen nennt.

Dazu muss man sagen, dass diese Bodythetane (BTs), auch als Körperthetane bekannt, die Menschheit gemäß Hubbard seit rd. 75 Millionen Jahren malträtieren (Xenu-Story usw.).

Was für den Normalverbraucher in die Kategorie „Nichts“ fallen würde, löste bzw. löst bei den Scientologen einen Sturm der ungezügelten Freude aus, denn nun war es sonnenklar, warum in den letzten Millionen Jahren die Kreuzschmerzen und anderes Unbill gegeben war: Es waren Bodythetane, die aufgrund eines missverstandenen Wortes ihre unheilvolle Arbeit an diversen Körperteilen verrichteten. Das missverstandene Wort – für jeden Scientologen das fürchterlichste Unheil, das er sich vorstellen kann! Also nix wie weg mit ihnen und frohen Mutes zum Kassier geschritten …

Dabei muss man bedenken, dass Hubbard damals auf den 70iger zuging, selbst zumindest einen Schlaganfall und zwei Herzfälle hinter sich hatte und wahrscheinlich nach einer „Lösung“ Ausschau hielt, die man im Idealfall gleich den begierigen Anhängern verkaufen konnte.

Ich wollte eigentlich das dazugehörige „Bulletin“ übersetzen, schaffte es dann aber nicht, da ich immer wieder über die einzelnen Formulierungen derart lachen musste, dass ich danach stundenlang außer Gefecht war und daher einfach so dieses – selbstverständlich vertrauliche – Schriftstück, das irgendwo auf den OT-Stufen zum Einsatz kommt …

Und als PDF

P.S.: Scientology wirft mir immer wieder vor, dass ich den Scientology-„Inhalt“ lächerlich mache – ich denke, dass sie mich dazu gar nicht brauchen …

P.S.S.: Und der Hinweis auf den Schwesterblog „Die mysteriösen Todesfälle im Psychokult Scientology“, wo ich 5 weitere Fälle hinzugefügt habe: Rose Goss, OT VIII – Heribert Pfaff Linda Walicki - Patrice Vic - David Vantrease

Foto: Scientologypublikation

Womit sich L. Ron Hubbard in den 60er-Jahren wirklich den Tag vertrieb: Er las Marvel-Comics und …

Der Gründer der Psychosekte Scientology, L. Ron Hubbard, war bekennender Science Fiction-Fan, der auch das eine oder andere in diese Richtung verfasste. Seit 1950 flossen seine diesbezüglichen Gedankengänge aber nur mehr in eine Richtung: Scientology.

Bis Ende der 50er-Jahre verfasste er Buch um Buch, um seine “Visionen” niederzuschreiben. Was jetzt noch fehlte, war das Grande Finale, das er ab 1967 mit den OT-Stufen bestritt. Grundzüge davon waren ihm wahrscheinlich schon aus anderen Publikationen bekannt, den Ausschlag für die “Space Opera” – so seine eigenen Worte – gab aber dann ein Marvel-Charakter, der zwar schon seit 1962 auf dem Markt war, aber alle Attribute besaß, die Hubbard bei der Story benötigte: Warlord Xemu, wie er bei Marvel hieß, bzw. Fürst Xenu, wie ihn Hubbard nannte.

Xemu/Zemu von Marvel Comics …

Während er bei Marvels Fantastic Four noch ein despotischer Ministerpräsident war, wurde er bei Hubbard zum ultimativen Despoten, der für die Bodythetane der Scientologen verantwortlich zeichnete, an denen sie seitdem „leiden“ und wegen derer sie bis heute ihr Geld an der Scientology-Kassa abliefern – vorher kassierte Hubbard, jetzt in kleinem Stil Rathbun und in großem Miscavige.

Es ist spannend, die Marvel-Schiene nachzulesen – Anu Bics hat mich darauf aufmerksam gemacht. Hier einige Links dazu: Xemu/Zemu, Fifth Dimension und nochmals Xemu/Zemu.

Zum Vergleich dann die OT III-Geschichte von Hubbard – das ist die mit den Bodythetanen, die gleichzeitig die wichtigste OT-Stufe in Scientology darstellt.

Scientology streitet seitdem regelmäßig ab, dass es eine solche Geschichte gibt. Wie z.B. deren (mittlerweile verschwundener) Sprecher Tommy Davis – aber Hubbard himself widerspricht. Aber sehen und hören Sie selbst – hier der Link

Einen schönen Sonntag noch … ;-)

Fotos: Marvel Comics

Woher nahm Hubbard die OT-Story wirklich?

Edward Bulwer-Lytton ...

L. Ron Hubbard hat Zeit seines Lebens nicht wirklich viel selbst „entwickelt“, sondern hauptsächlich Ideen anderer in seinem Sinne „adaptiert“. Die sogenannten Operierender Thetan-Stufen bilden dabei keine Ausnahme.

Der Begriff Thetan geht, wie man unschwer erkennt, auf Titan zurück, der sich nicht nur so ähnlich anhört, sondern auch dem „Übermenschen“ entspricht, den Hubbard als Krönung seiner Thetan-Stufen versprach.

Das Grundkonzept seiner OT-Stufen hatte er wiederum aus einem Science-Fiction-Roman abgeleitet – um ganz genau zu sein: dem ersten Science Fiction-Roman, der weltweit erschienen war.

Der englische Schriftsteller Edward Bulwer-Lytton schrieb 1871 den Roman The Coming Race (Die kommende Rasse), in dem er die Bewohner einer Welt beschrieb, die unter der Erdoberfläche lebten und deren Einwohner über eine spezielle Lebenskraft verfügten. Buler-Lytton bezeichnete diese Übermenschen als Vril-Ya und deren Kraft als Vril.

Lange vor Hubbard griff die deutsche Vril-Gesellschaft in den 1920-Jahren diesen Gedanken auf und wollte während der Nazi-Herrschaft ein Fluggerät bzw. eine „Reichsflugscheibe“ entwickeln.

Der deutsche Raketeningenieur Willy Ley, der 1937 in die USA emigrierte, veröffentliche 1947 im Magazin Astounding einen Artikel darüber. Er beschrieb darin u.a. verschiedene pseudowissenschaftliche und esoterische Strömungen in Deutschland: „Die nächste Gruppe beruhte buchstäblich auf einem Roman. Diese Gruppe … widmete sich der Suche nach Vril. Ihre Überzeugungen fußten auf Bulwer-Lyttons Roman The Coming Race. Sie wussten, dass dieses Buch eine Erfindung war. [Unabhängig davon waren sie der Meinung, dass] Bulwer-Lytton diesen Kunstbegriff genutzt hatte, um die Wahrheit über diese ‚Kraft‘ erzählen zu können. Die unterirdische Menschheit war Unsinn, Vril aber nicht. [Ihre Mutmaßungen:]
Möglicherweise hatte es die Briten, die es als Staatsgeheimnis hüteten, in die Lage versetzt, ihr koloniales Reich aufbauen zu können. Sicherlich besaßen es die Römer, eingeschlossen in kleine Metallkugeln, die ihre Heime beschützten und als lares bezeichnet wurden. Aus Gründen, die ich nicht durchschauen konnte, sollte man das Geheimnis des Vril entdecken können, indem man sich in die Betrachtung der Struktur eines in zwei Hälften geschnittenen Apfels versenkte. Ich mache keine Scherze, das war es, was mir mit großer Feierlichkeit und unter Geheimhaltung erzählt wurde.“

Die „Reichsflugscheibe“ der Nazis ...

Hubbard war wie Willy Ley Autor im Magazin Astounding und mit der Materie vertraut.

Ende der 60er-Jahre setzte Hubbard dann die “Vorgabe”von Bulwer-Lytton um und „schuf“ die OT-Stufen.

Warum sie als das Geheimnis präsentiert wurden bzw. werden, hat einen einfachen Grund: sie sind derart lächerlich, dass sich das Vorbild, der Roman von Edward Bulwer-Lytton, fast schon wie eine wissenschaftliche Abhandlung anhört.

Fotos: Ensemble, Quoteconterqoute

Die geheimen „OT-Stufen“ von Scientology – OT VIII …

L. Ron Hubbard ..

Die Stufe OT VIII ist das Highlight von Scientology, kann nur auf deren Schiff Freewinds gemacht werden und stellt laut Scientology den OT schlechthin dar.

1969 schrieb L. Ron Hubbard das ursprüngliche OT VIII, das 500 Dollar kostete und sich mit der weltbewegenden Frage auseinandersetzte, „warum Thetane so gerne Mock-ups [Vorstellungen] produzieren“ – aber was wollte man um 500 Dollar schon großartig erwarten?

Das „Ding“ erwies sich als Ladenhüter und soweit ich mich erinnern kann, gab es in den 70er-Jahren kaum solche OT VIII-Scientologen, obwohl Hubbard die entsprechende Vorgabe als Secret klassifiziert hat, was normalerweise die Kundschaft anzog.

Aus dem Jahr 1991 – war Hubbard da nicht schon tot? – stammt dann eine neue Version von OT VIII, in der man die Hubbard-Bücher Handbuch des Preclears und Die Geschichte der Menschheit lesen musste, um danach „herauszufinden“, wer man nun nicht war und wer man doch war. Dazwischen musste man sich noch mit Gott und der Unendlichkeit im Verhältnis zu einem selbst beschäftigen. Und dann wurde auch schon wieder „gespotet“ [Bemerke einen ...] – aber wenigsten kamen keine Bodythetane mehr vor.

Hier die Original-Stufe OT VIII …

Es existiert aber noch eine andere Version bzw. ein Briefing an OT VIII-Studenten vom Anfang der 80er-Jahre, das inhaltlich zur OT III-Xenu-Story passte und sich folgendermaßen anhört:

„Wenn Sie diese Zeilen lesen, werde ich nicht mehr den Körper und jene Identität in Besitz haben, die Sie als L. Ron Hubbard kennen. Diese Identität lebt weiter in den Herzen und dem Verstand von vielen … und wird für Jahre inspirierend sein, um Scientologe zu werden und Liebhaber der übergeordneten Wahrheit.
Was nun folgt, ist eine Geschichte, die aus Gründen zurückgehalten wurde, die Sie bald verstehen werden, bis zu einer Zeit, wo genug OTs da waren. Diese Zeit ist jetzt. Es ist keine nette oder hübsche Geschichte, aber ich vertraue darauf, dass Sie dazu bereit sind, sie zu hören, wenn Sie es geschafft haben, auf diesem OT VIII-Kurs anzukommen.

Sie haben sicher über all die Jahre Teile jener Daten gehört, die jene unausgesprochene Wirklichkeit andeutet, die meine Mission hier auf Erden beinhaltet. Aber diese Geschichte wurde niemals geschrieben oder ausgesprochen, hauptsächlich aufgrund der Sicherheitsprobleme, welche die Organisationen immer plagten.
Ich denke, dass es nun sicher genug ist, um diese Information freizugeben. Auch weil die Zeit schnell näher kommt, wo ich keine Wahl mehr diesbezüglich habe – und die Stunde dafür ist gekommen.
Ich werde mich mit den Einzelheiten nicht zu eingehend befassen, da Menschen die Tendenz haben, in den Bedeutungen stecken zu bleiben, was nur nach sich ziehen würde, dass man sich der Dringlichkeit der Aufgabe nicht bewusst wird.
Deshalb werde ich sehr knapp formulieren.

Vor rund 80 Millionen Jahren (das exakte Datum war 78,395.042 Jahre, aber Datumsangaben sind ein wenig überflüssig bei diesem Material) wurden die Pläne einer Gruppe außerhalb des Universums umgesetzt, welche die Übernahme eines großen Teiles dieses Universums beinhalteten. …
Zweifellos sind Ihnen jene Teile in der Bibel bekannt, in denen verschieden Ereignisse vorausgesagt werden. Dabei wird auch eine kurze Zeitspanne erwähnt, in welcher der Erzfeind von Christus, der als Anti-Christ bezeichnet wird, regieren wird und seine Anschauungen Gesetz sein werden. Das ist sehr unterhaltsam, wenn man das liest – aber es ist Wahrheit drinnen. Dieser Anti-Christ repräsentiert die Mächte von Luzifer (wörtlich: ‚Lichtträger’ oder ‚Lichtbringer’). Luzifer ist eine mythische Darstellung der Mächte der Erleuchtung, der Galaktischen Konföderation. Man könnte sage, dass es meine Mission ist, diese biblische Prophezeiung zu erfüllen, die durch diese kurze Periode des Anti-Christen repräsentiert wird. Während dieser ist eine flüchtige Möglichkeit gegeben, das Ganze zum Entgleisen zu bringen, was mit sich bringen würde, dass die Massenlandung der Marcabianer (Zweite Invasion) unmöglich gemacht wird. Diese zweite Invasion würde, neben anderen Dingen, eine schnellen Abfolge von zerstörerischen Geschehen beinhalten.

Mit der Ausnahme des ursprünglichen Buddhismus, waren die Religionen, die etwas auf diesem Planeten bewegt haben, unabhängig auch davon , ob sie mono- oder pantheistisch waren, Werkzeuge dabei, die Geschwindigkeit dieser ‚Evolution des Bewusstseins‘ zu beschleunigen und letztendlich die vorausgesagte Versklavung der Menschheit zu ermöglichen. …
An jene adressiert, auf deren christliche Füße ich gerade gestiegen bin: Lassen Sie mich die Gelegenheit ergreifen, um Sie von einigen liebgewonnene Mythen zu befreien. Zum Bespiel war der historische Jesus nicht annähernd eine so heilige Gestalt, wie er dargestellt wird. Er war nicht nur ein Liebhaber von Knaben und Männern, sondern neigte zu unkontrollierten Ausbrüchen von Wut und Hass, was seine generelle Botschaft der Liebe und des Verstehens Lügen strafte. …
Sie brauchen nur die durch seine Lehre inspirierte Geschichte betrachten und wohin sie letztendlich geführt hat. Das ist eine historische Tatsache, aber die Menschen hängen trotzdem an diesem Ideal. So tief und hinterhältig ist das ‘Biologische Implantieren‘. …
Es ist wirklich ein guter Witz, dass die Galaktische Konföderation sich mit der Schlange im Garten, dem Biest und anderen Botschaftern des ‚Prinzen der Dunkelheit’ verbunden hat.

In bestimmten Passagen und esoterischen Interpretationen der Bibel (vieles, was herausgenommen und über Jahrhunderte unterdrückt wurde), aber auch in der Kabbala, enthüllt sich die Wahrheit von selbst – ganz einfach für jemand, der klug genug und nicht leichtgläubig ist. …
Ich werde bald diese Welt verlassen, um dann in einer anderen Identität wiederzukehren und meine Aufgabe zu erfüllen. Obwohl ich lieber meinen Arm ausstrecken würde, um einen entfernten Stern in einer entfernten Galaxie zu berühren. Es passiert, dass der Traum, den jemand hat, warten muss. Aber meine Rückkehr hängt davon ab, inwieweit Menschen wie Sie diese Materialien gründlich und vollständig studieren, sodass eine genetisch nicht belastet Körper vorhanden ist, der mich aufnehmen kann und mit dem mit ich dort fortsetzen kann, wo ich gegangen bin.
Ein Körper der frei ist von religiösem Wahn, Richtig oder Falsch-Trennung oder synthetischem Karma. Der Job in Zukunft ist ganz einfach zu hart, um ihn mit einem genetisch veränderten Körper zu erledigen – und auf die Freundlichkeit bestimmte Mitspieler aus anderen Dimensionen und ihrer Marcababkömmlinge, die jetzt in der Menschheit vorhanden sind, zu hoffen.

Ohne den biogentischen ‚Einmischungen’ jener, die außerhalb der Zeit stehen (die nicht direkt unsere Welt beeinflussen können und durch andere arbeiten müssen), ist die abnehmende Spirale nicht so automatisch und selbstständig wie es scheint. Es gibt Regionen in isolierten Teilen der Milchstraße, wo Poeten frei ihrer Poesie nachgehen und Magier ihre Wirklichkeit auf die magischen Wände malen und ohne Körperrückstoß exteriorisieren können. Aber diese Regionen werden unglücklicherweise immer weniger und weniger.
Ich werde nicht als religiöser Führer zurückkehren, sondern als politischer. Das wird das Werkzeug sein, mit dem ich die Aufgabe erledigen werde. …
So, jetzt wissen Sie es. Das Geheimnis, das ich all die Jahre in meiner Brust trug. Nun sind Sie auch Teil dieses Geheimnisses und ich muss nicht mehr alleine die ganze Last tragen oder mit der Möglichkeit des körperlichen Todes, bevor alle Daten freigegeben wurden.

Und mit diesem Briefing vertraue ich jedem von ihnen die Verantwortung für dieses Material an – bis ich dazu fähig bin, zurückzukehren. Wir haben dabei keine Unterstützung aus einer anderen Himmelsrichtung. Die Handvoll an Geheimen Gesellschaften in der Geschichte, die das auch durchschaut haben, sind entweder davon abgekommen, wurden übernommen und derart Instrumente der Bedrohung, die sie eigentlich bekämpfen sollten. …
Da gibt es einige Gefahren, aber wenn sie die Stufe OT VII gründlich gemacht haben, dann ist die Gefahr nicht annähernd so groß, wie bei einigen Unglücklichen, die in diesen Bereich gestolpert sind oder deren Bewusstsein beeinträchtigt oder betäubt wurde. Bisherige Erfahrungen dieser mysteriösen Phänomene sind als „Spontanverbrennung“ bekannt.
Vorsicht: Sie sollten auch nicht PTS sein, während sie diese dritte Feuerwand durchqueren.
Aber das Gebiet ist gut aufbereitet. Der Rundown wurde jahrelang geheim vorbereitet und … von mir abgeschlossen. Die Gewinne, die Sie haben werden so sein, dass sie diese nie erwartet hätten – nicht nur für Sie, sondern auch für ihre Kinder. Und die Kinder Ihrer Kinder und die ganze Menschheit, wenn wir erfolgreich sind. Und wir werden es sein. …
Aber wir haben keine Zeit für eine ‚Wachsphilosophie’ oder darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn. Der Rundown folgt nun. Nochmals sage ich: machen Sie in gründlich und komplett – es ist ihre Eintrittskarte in die Sternenwelt. Und dahinter!
L. Ron Hubbard, Gründer.“

Womit Hubbard einen großen Bogen zu seinem Lehrmeister Aleister Crowley, dem Satanisten und Schwarzmagier gespannt hätte – mehr dazu im Hubbard-Geburtstagsspecial, das ab Donnerstag gebloggt wird …

Aleister Crowley ...

Foto: Scientologypublikation

Die geheimen „OT-Stufen“ von Scientology – OT VII …

Debbie Cook und Tom Cruise …

Eigentlich muss man es gar nicht mehr extra erwähnen: Auch bei OT VII ging bzw. geht es um Bodythetane – zumindest in der neuen Version. Diese Stufe wird im Gegensatz zu den anderen, die in sogenannten Advanced Organisations (AOs) absolviert werden, zu Hause gemacht, wo man sich selbst auditiert und nur zu einem halbjährliche Check fährt, der dann gleich einmal 10.000 Dollar und mehr kosten kann. Üblicherweise sind die Probanden einige Jahre auf dieser Stufe und da wird bei der Jagd auf das Nichts locker ein guter Mittelklassewagen bei Scientology „abgeliefert“.

Die 60er-Jahre-Version kostete 75 Dollar, man machte ein Frage-und-Antwort-Spiel und war danach ein „Rundum-Erneuerter“ – oder was auch immer.

In der neuen geht’s wie gesagt um um Bodythetane und Tom Cruise schien Freude zu haben, als damit fertig war – warum auch immer. Vielleicht freute er sich einfach, dass Bodythetane ab sofort nicht mehr vorkamen. Ob er sich da nicht täuscht?

Hier die Original-Stufe OT VII …

Foto: Scientologypublikation

Die geheimen „OT-Stufen“ von Scientology- OT VI …

L. Ron Hubbard ...

Die 60er-Jahre Version von OT VI kostete 350 Dollar und beschäftigte sich mit so sinnvollen Betätigungen, wie „Sei einen Meter hinter deinem Kopf“ und falls das nicht funktionieren sollte: „Versuche nicht, einen Meter hinter deinem Kopf zu sein“.

Ansonsten war eine Menge Schnick-Schnack zu finden, den Hubbard so liebte, aber auch z.B. eines der „Zauberwörter“ in Scientology: Mock-up – sich etwas vorzustellen, es materialisieren zu lassen.

Die 1978-Version bot dann um einiges mehr – nämlich Bodythetane in allen Variationen. Ja, die Kerlchen waren zäh und ihnen war gar nicht so leicht beizukommen.

Vielleicht weil es sie gar nicht gab?

Hier die Original-Stufe OT VI …

Foto: Scientologypublikation

Die geheimen „OT-Stufen“ von Scientology – OT V …

L. Ron Hubbard ...

Während die ursprüngliche Stufe OT V in den 70er-Jahren 875 Dollar kostete und es dabei – vereinfacht ausgedrückt – , um „Wahrnehmung“ bzw. „Orte“ ging, die man zu bemerken hatte [„Spot a spot“], wurde es 1978 nicht nur teurer, sondern auch komplexer: Man brauchte nun einen Auditor, dem man für 12 1/2 Stunden um die 6.000 Dollar hinlegen musste, um allerlei Bodythetanen auf den imaginären Pelz zu rücken – und: diese Bodthetane konnten auch Clear sein, was ein besonderes “”Handling” nach sich zog.

Und das war’s dann auch schon mit dieser Stufe? Mehr oder weniger: ja.

Das Einzige was garantiert geringer wurde, war der Kontostand – nein, nicht bei allen: der von Scientology wuchs, denn man „benötigte“ eine Menge der 12 ½-Stunden-Blöcke.

Hier die Original-Stufe OT V …

Foto: Scientologypublikation