Im Rahmen ihres Youtubekanals Surviving Scientology drehte Karen de la Carriere ein Interview mit Jason Barclay – hier die letzten beiden Teile …
Barclay war in und mit Scientology aufgewachsen, unterzeichnete den Eine-Milliarde-Jahre-”Dienstvertrag” der Sea Org mit vier Jahren, flüchtete dann mit 13 Jahren das erste Mal, um im Alter von 27 nochmals beizutreten, bevor er vor wenigen Monaten endgültig entkommen konnte.
Hier nochmals die ersten 3 Videos des Interviews, sozusagen die Vorgeschichte …
Daily Mail: Links das Scientology-Photoshopping, rechts die Wirklichkeit …
Scientology-Photoshopping: Die Topmeldung der abgelaufenen Woche betraf zweifellos das betrügerische Photoshopping von Scientology, als die Sekte ihre Anhängerschaft bei der Eröffnung der Portland-Organisation am 11. Mai 2013 um das Vierfache „mutierte“ – statt rd. 600 waren es plötzlich 2.500 …
Die englische Daily Mail berichtete darüber – und musste den Artikel mittlerweile wieder entfernen. Scheinbar waren die Anwälte von Scientology besser als ihre Grafiker – sozusagen In Memoriam ein Bildmotiv des gesperrten Daily Mail-Artikels …
Der Standard aus Österreich hält derweil die „Print-Stellung“ und Yahoo brachte ein Video dazu …
Aber nochmals zum Photoshopping-Betrug von Scientology: ESMB (Ex-Scientologist-Message-Board) hat einige Personen „gefunden“, die Scientology in ihr Bild photoshopped hat – hier nochmals die Ausgangsbasis, das Photoshopping-Bild von Scientology mit den durchnummerierten Personen …
Hier dann, wo diese Personen in Wirklichkeit „herkamen“ …
Eine höher auflösende Version der Bilder findet man auf ESMB …
Mark Bunker (Xenu-TV) war bekanntlich auch vor Ort und filmte, was er filmen konnte …
In einer längeren Fassung führte Bunker ein Gespräch mit einer Scientologin in Portland …
Mark Bunker drehte aber nicht nur rund um die Portland-Eröffnung, sondern war zum Thema auch in einigen Radiosendungen zu Gast – z.B. in Terry Boyd’s World …
Und in der Lars Larson Show …
Der Vollständigkeit halber noch das Bunker-Video mit der Rede von David Miscavige in Portland – man versteht so gut wie nichts und sie ist eher für Lippenleser geeignet, da „man“ bei Miscavige den Ton leiser gedreht hat. Aber man kann davon ausgehen, dass er nur den üblichen Scientology-Sermon heruntergebetet hat …
Zwischendurch musste sich Mark Bunker auch mit John Allender auseinandersetzen. Allender, OT VIII und ein verhaltensauffälliger „Pitbull“ von Scientology, wollte Bunker vom Filmen abzuhalten – in letzter Instanz, indem er versuchte, der Kamera Bunkers habhaft zu werden. Es gibt kein Bildmaterial der Attacke, da Bunker gerade Miscavige filmte, aber akustisch bekommt man mit, was abging …
In den „Drehpausen“ fiel Mark Bunker ein Flyer in die Hände, in dem Scientology allen Ernstes behauptet, aus Portland die “erste Scientology-Stadt machen zu wollen” – nur Werbung oder steckt eine Plan dahinter?
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Jeff Hawkins, Ex-Sea Org-Mitglied, war ebenfalls anwesend und drehte auch ein Video …
OTVIIIisGrrr8 wiederum machte einen Vorschlag für zukünftige Veranstaltungen von Scientology: Man sollte Dummies einsetzen …
Nett bekleidet würden sie eine würdige Kulisse für das Geschwafel von Sektenchef David Miscavige abgeben und auch keine Skandale verursachen …
Und obwohl OTVIIIisGrrr8 darauf hinwies, dass man derart die Teilnehmerzahlen bis zu unglaublichen 25 Millionen hochschrauben könnte und die „Besucher“ durchaus dem Emotionsniveau eines durchschnittlichen Scientologen entsprachen, kam von Sektenchef David Miscavige keine Reaktion auf diesen Vorschlag …
David Miscave, der etwas lädiert aus dem Anzug blickte …
NARCONON Gulf Coast:Diesbezüglich gibt es eine neue Klage zu vermelden. Heidi und Nathaniel Gore verklagten NARCONON Gulf Coast – Grund der Klage: Ihnen gegenüber wurde der Umstand verschwiegen, dass NARCONON zu Scientology gehört, während ihnen 40.000 Dollar abgenommen wurden. Als sie dies herausfanden und das „Programm“ beendeten, wurde ihnen versprochen, dass sie ihr Geld zurückerhalten würden, was nie geschah. Hier die Klagschrift …
NARCONON Georgia: DER SPIEGEL und FOCUS brachten diese Woche Berichte dazu. DER SPIEGEL schrieb unter der Überschrift „Sturm auf die Festung Scientology“ u.a.: „Es war Ende April, ein Freitag, als die Ermittler am frühen Morgen vor der Entzugsklinik in Norcross anrückten, ein kleiner Ort nördlich von Atlanta. Eine Razzia ist immer überraschend, diese kam aber besonders unerwartet. Das letzte Mal, dass Behörden in den USA eine mit Scientology verbandelte Einrichtung mit einem Durchsuchungsbefehl konfrontierten, ist 36 Jahre her.
Ermittler des FBI waren 1977 in Washington und Los Angeles in Büros der Sekte eingedrungen, weil sie Beweise für eine geheimdienstliche Operation gegen die Regierung der Vereinigten Staaten suchten. Der damalige Verdacht: Mitarbeiter von Scientology hätten Bundesbehörden infiltriert und Dokumente gestohlen. In Folge der Razzia wurden elf Führungskräfte der Organisation wegen Einbruchs in Regierungsgebäude, Diebstahls von Dokumenten und illegaler Abhörmaßnahmen verurteilt, darunter Mary Sue Hubbard, Ehefrau des Sektengründers L. Ron Hubbard.
Seither schienen sich Polizisten von Scientology fern zu halten, als umgebe die Organisation ein Schutzschild gegen weltliche Interventionen. Doch schon seit einiger Zeit ermitteln Beamte gegen Narconon Georgia, die Klinik außerhalb von Atlanta.“
Stacy’s Law in Oklahoma: Zum neuen Gesetz rund um die Zulassungsbedingungen von Einrichtungen in wie NARCONON beschäftigte sich der Sender KJRH mit der Thematik …
Aus für Rock Center: Die Huffington Post berichtete, dass NBC ihr Format Rock Center mit Brian Williams (Foto) einstellt. Keine Ahnung warum, aber die Berichterstattung rund um NARCONON war exzellent. Hier zwei Beispiele dafür …
Sea Org-Werbung: Tony Ortega brachte bei seinen Sunday-Funnies ein Werbesujet (Foto oben) der paramilitärischen Sea Org, das richtig zahm daherkommt, wenn man an den Background dieses „Militärordens“ denkt. Zuvor präsentierte man sich „zünftiger“ …
Uups, jetzt wird doch nicht der pöse, pöse Photoshopping-Dämon beim Text zugeschlagen haben?
Anonymous gegen Scientology: Bei den monatlichen Protestveranstaltungen ist zunehmend Kreativität zu sehen – so z.B. am 11. Mai 2013 in Frankfurt …Anonymous gegen Scientology: Bei den monatlichen Protestveranstaltungen ist zunehmend Kreativität zu sehen – so z.B. am 11. Mai 2013 in Frankfurt …
Oder am gleichen Tag in Berlin, wo ein Dance Mob stattfand …
Tankstellen-Business: Nachdem sich bei Scientology Fiasko an Fiasko reiht, wurde OTVIIIisGrrr8 der Entwurf einer Tankstelle zugespielt, die in Kombination mit einer „Idealen Org“ von Scientology bzw. deren Sea Org betrieben werden soll …
The End: Zum Abschluss der heutigen Betrachtung ein Video, das einen Scientologen zeigt, der gerade „Bananas“ geht und Anti-Scientology-Demonstranten attackiert …
Einer geht doch noch: Ein Fundstück aus dem Internet, das veröffentlich werden wollte …
Womit ich auch diesen Sonntag beim Wort zum Sonntag angelangt wäre: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
Fotos: Scientologypublikationen (5), Daily Mail, Screenshot, OTVIIIisGrrr8 (4), Huffington Post
Mark Yager und Guillaume Lesevre standen in den 80er-Jahren mit David Miscavige an der Spitze der Psychosekte Scientology – der eine stand der Commodore Messenger Organisation (CMO) vor, der andere war als Executive Director International (ED Int) von Scientology eingesetzt.
Beide gehörten der paramilitärischen Sea Org an und erläuterten in einem geleakten Video (zweiteilig), das nur Scientology intern verwendet wurde, die Strategien von Scientology …
NARCONON Oklahoma: Die Top-Meldung kommt diesmal aus Oklahoma, genauer gesagt aus dem dortigen Senat, wo die Senate Bill 295 im letzten Umlauf einstimmig mit 43 zu 0 angenommen worden war. Damit ist die letzte Hürde genommen, bevor Gouverneurin Mary Fallin das entsprechende Gesetz erlässt.
Hier nochmals die Senate Bill 295, mit der Scientology bzw. NARCONON wenig bis keine Freude haben wird, wenn sie erst einmal Gesetz geworden ist, was jetzt feststeht und ein Artikel in den McAlester News dazu …
Polizeirazzia von NARCONON Georgia …
NARCONON Georgia: Und nachdem dieser Anblick so erfreulich war, noch eine Foto der Polizeirazzia bei NARCONON Georgia, wo es um das scientologische Leib- und Leitthema „Betrug“ ging …
Laura DeCrescenzo vs. Scientology: In der Klage der ehemaligen Scientologin Laura DeCrescenzo vor dem Los Angeles Superior Court geht es u.a. darum, dass DeCrescenzo mit 9 Jahren Scientology-Mitarbeiterin “wurde” und mit 12 Jahren der paramilitärischen Sea Org “beitrat”, bevor sie mit 17 Jahren auf Druck von Scientology eine Abtreibung durchführen lassen musste. Weite Klagepunkte: Permanenter Überwachung, „Einkerkerung“ (sie war im RPF, dem Straflager von Scientology), dem Nichterhalt einer schulischen Ausbildung und einer erzwungenen Arbeitszeit von 100 Stunden/Woche.
Das Gericht hatte nun Scientology dazu verpflichtet die sogenannten „PC-Folder“ von DeCrescenzo, in denen alles verzeichnet ist, vorzulegen. Scientology wollte das auf keinen Fall und berief dagegen beim Court of Appeal (Berufungsgericht), nachdem zwei untergeordnete Instanzen der „Argumentation“ von Scientology gefolgt waren.
Das interne Hauptargument von Scientology war dabei, dass durch die Herausgabe der geheimen PC-Folders ein Präzedenzfall geschaffen werden würde, der beitragen könnte, Scientology das Genick zu brechen. In diesen Folders steht alles – und ich meine: alles – drinnen, was einem im Lauf eines Scientology-”Lebens” widerfährt: jeder SecCheck, O/W-Write-ups (scientologisches Selbstbezichtigungsrituale), jedes Auditing usw. – die Katze wäre damit aus dem Sack!
Scientology argumentierte wie immer mit Religionsfreiheit und Beichtgeheimnis, der Court of Appeal sah dieses nicht gegeben, da eine Vielzahl von Personen Zugang zu diesen Daten haben und sie nicht, wie z.B. bei einem katholischen Priester an eine Person gebunden ist und wies Scientology ab.
Jetzt bleibt nur mehr das Höchstgericht, der Supreme Court of California, als letzte Instanz über, bevor Scientology eines ihrer strengst gehüteten Geheimnisse preisgeben müsste – oder ein dicker Geldkoffer wechselt den Besitzer und der Fall würde „gesettled“ werden. Ich hoffe, dass DeCrescenzo diesem „Angebot“ wiederstehen kann!
Hier die Petition von Scientology an den Court of Appeal …
Scientology-Werbungskosten: Jeder der über Scientology recherchiert, bekommt Werbung von Scientology „vorgesetzt“ – vor allem Google ist dabei sehr umtriebig. Das Magazin Vice ging nun der Frage nach, wie viel Scientology dafür bezahlt, wenn nun jemand ein solches „Angebot“ anklickt.
Gemäß der Google-Preisliste sind es 6,91 Dollar beim Begriff „Scientology Religion“, 6,50 Dollar bei „Dianetik“, 6,18 Dollar bei „Scientology“ und die Frage „Was ist Scientology“ gibt es um günstige 5,46 Dollar.
Im Gegensatz dazu bezahlen die Baptisten 2,77 Dollar, wenn jemand ein gekauftes Keyword anklickt und die Katholiken 0,92 Dollar.
Wenn man jetzt davon ausgeht, dass rund 1,5 Millionen Personen pro Monat Scientology googeln und einige dabei bezahlte Inhalte anklicken, kann eine ziemlich dicke Rechnung für Scientology zustande kommen. Wundert sich noch irgendwer über den unersättlichen Geldbedarf von Scientology?
L. Ron Hubbard, der Mars und die Venus: Eigentlich war L. Ron Hubbard nicht nur ein schamloser Plagiator, sondern ein noch viel größerer „Erfinder“. In einem Vortrag, den er 1963 gehalten hat, ging es um das „Leben zwischen Geburt und Tod“ und damit verbundenen „Einpflanzungen“.
Er berichtete über Mars und Venus, wo diese „Einpflanzungen“ vorgenommen werden, und selbstverständlich schaute er auch auf einen Sprung vorbei, um zu berichten, dass es gar nicht so kalt war, wie man angenommen hatte. Und überhaupt hatte er eine Menge an „Schnurren“ zu erzählen, was diese beiden Planeten, den Tod, das Leben “dazwischen” usw. betrifft.
Aber hören Sie sich Hubbard himself an, Scientologen machen es auf dem Saint Hill Special Briefing Course (SHSBC), damit Sie eine Idee bekommen, welche „Ideen“ Scientologen haben …
L. Ron Hubbard-Dokumente: 1983 war der Sektenführer schon einige Jahre von der Bildfläche verschwunden und lebte versteckt und wahrscheinlich schwer krank im Untergrund. David Miscavige war seine einzige Verbindung zum restlichen Psychokult. In einer Eidesstattlichen Erklärung bestätigte er, dass er noch lebt und dass David Miscavige sein langjähriger guter Freund sei. Unterschrieben und mit seinen Fingerabdrücken versehen – hier die letzten zwei Seiten daraus …
Die „Todesfeier“ von L. Ron Hubbard: Lange Zeit stand auf Youtube die komplette „Todesfeier“ von Hubbard, nun ist sie verschwunden bzw. wurde von Youtube gelöscht – Broeker, Miscavige & Co nahmen intergalaktisch Abschied und boten einen Einblick in die bizarre Welt von Scientology.
Weiß irgendwer, wo die Videos noch irgendwo herumstehen?
Bis dahin der verblieben Rest des historischen Abends mit der Rede von David Miscavige und was sich dieser wirklich dabei denkt …
Deutsche Dokumentation von Scientology: Ob Scientology nun wirklich eine deutsche Doku dreht oder nicht, kann ich nicht sagen. Zumindest werden Statisten gesucht – und fürstlich bezahlt: 500 Dollar soll es pro Tag geben, wenn man nach dem Scientology-„Drehbuch“ mitspielt.
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Indies in Offenbach/Main: Seit vergangener Woche haben die Independent Scientologists ihr erstes Zentrum in Deutschland eröffnet. In Offenbach/Main steht das dieses und trägt den Namen „Lehre des Wissens“. Ich nehme an, dass OSA schon die Messer gewetzt hat, um demnächst in voller Stärke anzumarschieren – könnte in den nächsten Monaten lustig werden, wenn der „Krieg“ zwischen Scientologen und Scientologen entbrennt.
Hier das Foto von deren Eröffnungsfeier …
Die Indies blicken hoffnungsfroh in die Zukunft, von Stettler & Co ist (noch) nichts zu sehen …
Deep Throat Austria: Die meisten unter Ihnen kennen die Watergate-Affäre, die den damaligen US-Präsidenten Nixon zu Sturz brachte. Carl Bernstein und Bob Woodward von der Washington Post deckten den Skandal auf, ohne dabei zu vergessen, dass Deep Throat ihre wichtigste Quelle beim Zusammensetzen des Puzzles war.
Erst im Februar 2005 wurde bekannt, wer der Insider war, der Anfang der 1970er-Jahre hinter Deep Throat stand: der damals bereits 91-jährige Mark Felt.
Bei Scientology in Österreich hat sich nun ebenfalls eine Quelle angeboten, die über großes Insiderwissen zu verfügen scheint – nennen wir sie der Einfachheit halber Deep Throat Austria. Ich bin gerade dabei, einzelne Informationen zu überprüfen und werde demnächst dazu bloggen. Die Informationen betreffen dabei nicht nur Österreich, sondern den ganzen deutschsprachigen Raum.
Damit OSA nicht zu viel zu rätseln hat: Es ist nicht Mark Felt …
Mark Felt …
In diesem Sinne das Wort zum Sonntag: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
UPDATE:Und ein weiteres Video von Karen de la Carriere und Jason Barclay über Scientology-„Eigenheiten“ …
Fotos: Wikipedia, The Underground Bunker (2), Scientologypublikationen (4), Der Treffpunkt, The Guardian
Sea Org 1: Die mittlerweile 23-jährige Shelley Ballantyne erzählte erstmals über ihre Kindheit, die keine war. Ganz im Gegenteil wurde sie in jungen Jahren von der paramilitärischen Einheit von Scientology, der Sea Org, rekrutiert. Erst 10 Jahre später gelang ihr die Flucht.
Die Geschichte von Shelley Ballantyne ist schnell erzählt: Ihre Mutter starb, als sie sieben war, ihr Vater ist Mitglied der Sea Org und gleichzeitig der Sea Org-Band Jive Aces, die zu Werbezwecken von Scientology weltweit eingesetzt wird. Es war daher nur „logisch“, dass er sie bereits in diesem jungen Alter in die Sea Org zwang …
Sea Org-Band „Jive Aces“, der Vater von Shelley, Peter Howell ist der dritte von rechts …
Im Alter von siebzehn Jahren gelang Shelley dann die Flucht aus dem Eine-Milliarde-Jahre-Albtraum ihres Vaters …
Hier der Artikel in The Sun mit weiteren Details …
Shelly Miscavige …
Sea Org 2: Einen anderen Aspekt von Scientology beleuchtete Tony Ortega in seinem Blog mit dem Titel „Liebe im Zeitalter von David Miscavige“. Dabei ging es um das Diktatoren-Ehepaar David Miscavige und, seine mittlerweile verschwundene, Frau Shelly, sowie eine enge Mitarbeiterin der beiden, die in das Ganze involviert geworden war.
Eigentlich ging es nur am Rande um diese beiden Scientology-“Größen“, sie waren die “Rahmenbedingungen, vorrangig ging es um das Schicksal einer jungen Frau, die zwischen diese „Mühlsteine“ geriet, es ging um ihre Ehe, die unter das Kapitel “Kollateralschaden” einzuordnen wäre, das „Loch“ (The Hole) und darum wie Liebesdinge bzw. die Ehe in der Sea Org heute „gehandhabt“ werden.
Sea Org 3 – Jason Barclay: Im Rahmen ihres Videokanals Surviving Scientology veröffentliche Karen de la Carriere am Freitag vergangener Woche die ersten drei Videos eines Interviews mit Jason Barclay.
Er wuchs wie Shelley Ballantyne in und mit Scientology auf, unterzeichnete den Eine-Milliarde-Jahre-Vertrag der Sea Org mit vier Jahren, trat seinen „Dienst“ mit 13 Jahren an, flüchtete das erste Mal, um im Alter von 27 nochmals beizutreten, bevor er vor wenigen Monaten endgültig entkommen konnte. Nun spricht er darüber …
L. Ron Hubbard: Tony Ortega grub zwischenzeitlich aber auch ein Hubbard-Fundstück aus. Um ganz genau zu sein: Es ist der Mitschnitt eines Vortrages vom 30. Oktober 1953. Dabei ging es um nichts Geringeres als die Rolle der Erde in der hubbardschen Space Opera.
Im Detail ging es in dem Vortrag um Asteroiden, von denen aus man z.B. zur Space Station 33 (so hieß damals unser Sonnensystem) aufbrechen konnte, von der vierten und fünften Invasorenflotte samt deren Machtkämpfen.
Resümierend hielt Hubbard dann fest, dass die Erde zu einem Gefängnisplaneten verkommen war und jeder der starb, kurz darauf auf den Mars oder die Venus verfrachtet wurde, wo er sogenannte “Zwischen-Leben-Einpflanzungen” verpasst bekam.
Womit er auch schon beim eigentlichen Sinn und Zweck von Scientology angelangt war: Diese Zwischen-Leben-Einpflanzungen von Mars/Venus mussten dringend beseitigt werden, um dem Thetan seine alte Kraft wiederzugeben – und das ginge nur mit Scientology. Ist doch logisch – oder?
1959 änderte er dann sein Konzept etwas – wahrscheinlich aufgrund tiefschürfender Forschung -, indem er den Verstorbenen in seinem Buch Haben Sie vor diesem Leben gelebt? den kürzesten Weg zur nächsten Geburtsstation nahelegte, um sich dort einen neuen Körper zu schnappen.
Langer Rede, kurzer Sinn – hier das hubbardsche „Juwel“ …
Tom Cruise: Was wäre eine sonntägliche Betrachtung von Scientology ohne den Popcorn-Boy der Psychosekte. Diesmal ist ein Artikel in The Independent, dessen Überschrift bereits Programm ist: „Ground Control an Major Tom – wann hat Tom Cruise zuletzt einen Normalen gespielt?“
Derzeit bereist Cruise gerade die Welt, um seinen Film Oblivion zu präsentieren, in dem er den letzten Menschen spielt – spielt?
Nächstes Jahr kommt All You Need Is Kill in die Kinos, wo die Menschheit im Krieg mit Außerirdischen, den Mimics, steht. Basierend auf dem Film Und täglich grüßt das Murmeltier durchlebt Cruise wenig originell immer wieder den gleichen Tag, um die Mimics zu bekämpfen.
Letzte Woche wurde nun bekannt, dass Cruise im Film Yukikaze mitspielen wird, der auf den Science Fiction-Romanen von Chohei Kambayashi basiert. Es ist diesmal weder die sechste oder siebente Invasorenflotte, von denen sein Guru zu berichten wusste, sondern diesmal sind Außerirdische mit dem Namen JAM zu bekämpfen, die sich die Erde unter den Nagel gerissen haben – und Tommy-Boy wird ganz sicher nicht mehr zu halten sein.
Isabella Cruise: Und während Papa Cruise sich mit allerlei Außerirdischem herumschlägt, scheint Adoptivtochter Isabella dem Psychokult Scientology den Rücken zu kehren. Die australische Zeitung The Telegraph berichtete darüber, dass ihr Freund Eddie Frencher die Sea Org verlassen hatte, deswegen gemieden wird und sie viel lieber heiraten wolle, als bei einem Psychokult zu sein – wahrscheinlich wäre das die beste Idee in ihrem noch jungen Leben.
Anonymous Berlin: An dieser Stelle sei einmal die ebenfalls sonntägliche Arbeit von Anonymous Berlin gewürdigt und bedankt. Sonntag für Sonntag besucht man den Stressteststand von Scientology, um derart zu verhindern, dass der Sekte die anvisierte Beute ins Netz geht – hier das Video der letztwöchigen Aktion im Rahmen der Operation Chanology …
Scientology Ideale Orgs: Im Rahmen des Ideale Orgs-Kozept lässt Scientology nichts unversucht, um die dafür nötigen Spendengelder von ihren Mitgliedern einzutreiben, wie ein Video aus Buffalo zeigt. Derart soll der Verkauf von speziellen bzw. ledergebundenen Ausgaben des Buches Diantik beworben werden …
In Phoenix ist es der fast schon legendäre Dede, der zu den Waffen, ääh, ich wollte sagen, zum Griff in die Brieftaschen rief …
Wobei der Ruf zu den Waffen gar nicht so weit hergeholt wäre, wie ein Blick auf die schottische Scientology-Abteilung erkennen lässt …
David Miscavige: Und dann muss natürlich auch noch der aktuelle Sektenführer selbst herhalten, um einen wesentlichen Aspekt des Systems Scientology etwas zu beleuchten und gleichzeitg seine Lieblingsbeschäftigung zu zeigen …
David Miscavige beim …
L. Ron Hubbard: Last, but not least, ein Originalzitat vom verblichenen Chef von Miscavige …
“Irgendwer wird vielleicht eine Tages sagen, dass es gesetzeswidrig sei. Aber seien Sie beruhigt, die Orgs [Scientology-Organisationen] werden bestimmen, was gesetzeswidrig ist und was nicht!”
L. Ron Hubbard am 4. Jänner 1966
David Miscavige in/und L. Ron Hubbard …
Womit ich bei meinem Wort zum Sonntag wäre: “Ich finde, dass man dem Komplex rund um Scientology, RTC, IAS und wie sie alle heißen mögen, ganz dringend jede rechtliche Basis entziehen sollte – es gibt schon genug Menschenverachtendes bzw. Kriminelles auf der Welt!”
UPDATE …
Jennifer Gorman …
Sexueller Missbrauch bei Scientology: Die Geschichte liegt zwar schon einige Jahre zurück, zeigt aber einen weiteren – besonders widerlichen– Aspekt von Scientology. Jennifer Gorman war um die Jahrtausendwende Scientology-Mitarbeiterin und wurde im Rahmen dieses „Dienstverhältnisses“ in weiterer Folge von einem Scientology-Kollegen, Gabriel Williams, rund einhundert Mal vergewaltigt – Jennifer war damals 16 Jahre alt.
Von Scientology wurde nicht eingegriffen, Williams genoss „Ethikschutz“ und so konnte er Jennifer damit erpressen, dass sie „exkommuniziert“ (SP-Declare) werden würde, wenn sie nicht den Mund hielt. Eine “Exkommunikation” hätte u.a. bedeutet, dass sie von ihrer Familie „disconnecten“ hätte müssen bzw. diese von ihr – und so konnte sie Williams derweil unter “Ethikschutz” weiter vergewaltigen. Erst viel später ging sie zur Polizei und Gabriel Williams wurde zu einem Jahr unbedingten Gefängnis und weiteren 5 Jahren auf Bewährung verurteilt.
Zum sogenannten „Ethikschutz“ von Scientology bzw. was L. Ron Hubbard dazu vorgibt: „Kurz gesagt, kann ein Mitarbeiter Mord davon kommen, wenn seine Statistiken hoch sind. … Wenn jemand damit beginnt, über eine Person mit hohen Statistiken [Wissens-]Berichte zu verfassen, ist das Einzige, dass Sie untersuchen sollten, die Person, die diese Berichte verfasst.“
L. Ron Hubbard am 1. September 1965, Ethikschutz
Hier der Blog von Tony Ortega mit der ganzen Geschichte, der damals noch für die Village Voice bloggte …
Fotos: The Sun, Jive Aces Homepage, Karen de la Carriere, The Independent, The Telegraph, Scientologypublikationen (7), Anonymous, Village Voice
Eines der Hauptprobleme der Psychosekte Scientology besteht darin, dass der paramilitärischen Sea Org zunehmend „Rekruten“ fehlen, die gerade nichts Besseres zu tun haben, als den berüchtigten Eine-Milliarde-Jahre-Dienstvertrag zu unterschreiben …
David Miscavige …
Scientology-Führer David Miscavige und seine Sekte ließen sich dementsprechend einige Werbe-Sujets einfallen, um diesem Umstand gerecht zu werden und einen Anreiz für die Sea Org zu schaffen.
Ungeklärt blieb dabei die Frage, inwieweit damit Zwölfjährige erreicht werden können – anderseits: Für Scientologen gibt es ja keine Kinder, sondern nur Thetane in kleinen Körpern, die so etwas aus ihrer „Vergangenheit“ kennen sollten …
Der paramilitärische Verband von Scientology, auch als Sea Org bekannt, setzt nicht nur mit seinem „Dienstvertrag“ über eine Milliarde Jahre einen “Maßstab” – und jetzt auf zur Gerichtsverhandlung …
Der ehemalige Polizist Eugene Ingram ist eine „Legende“ mit seiner „Tätigkeit“ für Scientology – er „arbeitete“ schon zu Hubbards Lebzeiten für den Psychokult als deren Privatdetektiv. Schon aus diesem Grund gebührt Ingram der Platz an der Spitze der „Sammlung“ …
Einige haben mittlerweile ihren „Dienst“ quittiert, die Seiten gewechselt oder sind schlicht und ergreifend im scientologischen „Loch“, dem Straflager Rehabilitation Project Force verschwunden, sehr viele sind immer noch „aktiv“.
Der Überblick, der bis einschließlich über die Privatdetektive, Anwälte und Security-Mitarbeiter von Scientology legt Zeugnis darüber ab, wie der Kult auftritt, um Kritiker usw. mundtot zu machen …
Hier ein Überblick über die von Scientology eingesetzten Privatdetektive bis zum Jahr 2007 – die meisten werden immer noch aktiv sein …
Und dann noch einige Links zum Thema, wenn wer weiterrecherchieren möchte …
Das Fazit?
Hinter den ganzen „Aktivitäten“ steht das Büro für Spezielle Angelegenheiten (Abteilung 20 – OSA) – ein „nettes“ Trüppchen, der Geheimdienst der Scientologen …
Ganz nüchtern betrachtet ergibt sich folgendes Bild: Damian Kevitt hatte am 17. Februar 2013 einen Unfall, als er auf seinem Fahrrad von einem Van „abgeschossen“ wurde. Er landete mit schrecklichen Verletzungen im Spital, ein Bein wurde ihm gleich amputiert, dem zweiten droht das gleiche Schicksal. Mittlerweile wurde er mehrmals operiert und jede Infektion könnte zu seinem Tod führen. Dr. Elijah Wasson meinte über den Zustand von Kevitt, dass er in seiner zwölfjährigen Praxis noch nie einen ähnlich verletzten Menschen gesehen hat – ABC Local berichtete (mit Filmbeitrag und Transkript) über den Unfall …
Und als ob Kevitt nicht schon genug Unbill erlitten hätte, beginnt der Wahnsinn eigentlich erst nach dem Unfall, wenn Scientology ins Spiel kommt: Damian Kevitt ist Scientologe und Mitglieder der paramilitärischen Sea Org, dort ranghoher Auditor – und nicht sozialversichert!
Die Behandlung des 36-jährigen wird Millionen kosten und keine Sozialversicherung wird diesen Betrag abdecken. Dabei ist Kevitt kein Einzelfall – kein Mitglied der Sea Org ist sozialversichert. Dies sieht der Dienstvertrag dieses Scientology-„Ordens“ nicht vor. Seinen Sea Org-Vertrag mit einer Laufzeit von 1 Milliarde Jahre unterschrieb Damian Kevitt als 18-jähriger …
Wie reagierten jene Scientologen, die von dem Unglück gehört haben? Anstatt etwas gegen das Nichtversichert sein zu unternehmen, starteten sie eine Internetkollekte – mit sehr bescheidenem Ergebnis …
Sorry, ich vergaß ganz, dass Kevitt im Scientology-„Denken“ ja selbst schuld an seinem Unfall ist, aber wenn er seinen Körper „abgibt“, liegt er immerhin schon im Spital und hat es daher nicht so weit zur Geburtsstation, um sich einen neuen zu schnappen – also eigentlich ein scientologischer „Glücksfall“ …
Hier der Blog von Tony Ortega mit weiteren Informationen und ein Artikel in der Huffington Post darüber …
Alice Wu war Mitglied der paramilitärischen Sea Org von Scientology und wurde nach einem mentalen Zusammenbruch „verwahrt“ – wahrscheinlich im „Rahmen“ des Introspection Rundowns, was absolute Isolation bedeutete. Hier der ABC-Lateline-Bericht dazu …